TuS Ferndorf

Handballer im Pokal auf Meister geeicht

Vorfreude auf ein tolles Pokal-Wochenende (v.l.): Trainer Michael Lerscht, Geschäftsführer Dirk Stenger und sportlicher Leiter Mirza Sijaric. Aber: Ob man den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt auch in eigener Halle erwarten darf, steht noch nicht fest.

Vorfreude auf ein tolles Pokal-Wochenende (v.l.): Trainer Michael Lerscht, Geschäftsführer Dirk Stenger und sportlicher Leiter Mirza Sijaric. Aber: Ob man den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt auch in eigener Halle erwarten darf, steht noch nicht fest.

Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.   Die SG Flensburg-Handewitt, Zweitligist HSG Nordhorn/Lingen und die SG Schalksmühle/Halver sind die Gegner des TuS Ferndorf im DHB-Pokal.

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Unter einem Deutschen Meister macht’s der TuS Ferndorf im Handball-Pokal nicht. Nach dem viel beachteten Achtelfinale in der vergangenen Saison in der Gummersbacher Schwalbe-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen zogen die Ferndorfer gestern Mittag in Düsseldorf für das Erstrunden-Turnier den frisch gebackenen Champion SG Flensburg-Handewitt aus dem Topf. Das Quartett für den 18./19. August - eine Woche vor dem Liga-Start, der den TuS aller Voraussicht nach Großwallstadt führen wird - vervollständigen der alte südwestfälische Rivale SG Schalksmühle/Halver und der künftige Ferndorfer Zweitliga-Kontrahent HSG Nordhorn/Lingen.

Das Halbfinale werden die Ferndorfer am Samstag gegen Schalksmühle/Halver bestreiten. Der im Mai letzte Drittliga-Gast hatte den Nordsiegerländern am letzten Spieltag durch ein Remis den verlustpunktfreien Durchmarsch in die 2. Liga verbaut. Die zweite Samstag-Partie führt dann den Meister und den Zweitligisten zusammen. Und natürlich spielen dann am Sonntag nur die beiden Sieger gegeneinander.

Wo dieses Vorrunden-Turnier aber über die Bühne geht, steht (noch) in den Sternen. „Es wäre absolut unser Wunsch, bei uns in Kreuztal zu spielen“, verrät GmbH-Geschäftsführer Dirk Stenger kein Geheimnis über das Vorhaben des TuS, den Deutschen Meister, den südwestfälischen Nachbarn und Nordhorn/Lingen in der Stählerwiese empfangen zu wollen. „Da hätten wir an beiden Tagen die Halle voll“, ergänzt der sportliche Leiter Mirza Sijaric. Aber beide wissen, dass auch die SG Schalksmühle/Halver als austragender Verein in Frage kommt. Eine Entscheidung fällt der Deutsche Handball-Bund.

„Wir sind natürlich gespannt“, so Stenger und Sijaric unisono. „In den vergangenen Jahren haben viele Drittligisten aus Kostengründen oder wegen des organisatorischen Aufwands ihr Recht, das Erstrunden-Turnier auszurichten, nicht wahrgenommen.“ Der TuS, der als Meister der vergangenen Saison für diese Pokalrunde ebenfalls noch unter den Drittligisten geführt wird, würde mit Freuden zum zweiten Mal nach 2016, als mit den Rhein-Neckar Löwen ein ebenfalls schon handballerisches Schwergewicht nach Kreuztal kam, als Gastgeber fungieren.

Aber da ist ja auch noch der zweite Drittligist. In seinem Internet-Auftritt berichtete die SGSH natürlich vom anstehenden Großereignis. Von Verzicht steht dort explizit nichts, wohl aber von einem Passus aus den DHB-Spielbestimmungen, von dem die Ferndorfer nichts wissen.

Darin steht, dass bei einem Aufeinandertreffen von zwei Drittligisten - also in diesem Fall Ferndorf und Schalksmühle/Halver - der besser platzierte Verein den Zuschlag für die Turnier-Ausrichtung erhält. Wie gesagt, ist ein solcher Passus den Ferndorfer Machern nicht geläufig. „Wenn es so wären nehmen wir das so hin“, lächelt Dirk Stenger. „Aber ich habe davon in den Statuten noch nichts gelesen.“

Letztlich wird also der DHB entscheiden. Und natürlich ist man beim TuS „heiß“ auf die Ausrichtung. Die größere Halle und das vor zwei Jahren schon erfolgreich durchgeführte Vorrunden-Turnier sollte für Ferndorf sprechen...

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