Fußball-Kreisliga

Harte Zeiten bei den Fußballern des TuS Diedenshausen

Die Spieler des TuS Diedenshausen II machen sich nach dem Spiel bei den Sportfreunden Edertal II auf den Weg in Richtung Kabine. Die Partie im November war eine der letzten der „Zweiten“.

Die Spieler des TuS Diedenshausen II machen sich nach dem Spiel bei den Sportfreunden Edertal II auf den Weg in Richtung Kabine. Die Partie im November war eine der letzten der „Zweiten“.

Foto: Florian Runte

Diedenshausen.  Der TuS Diedenshausen meldet keine „Zweite“ mehr und muss in der „Ersten“ drei tragende Säulen intern ersetzen. Immerhin: Der Trainer bleibt.

Die Fußballer des TuS Diedenshausen erleben aktuell schwierige Zeiten. Nach dem Rückzug der zweiten Mannschaft aus der Kreisliga D im Frühjahr haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Reserve zur neuen Saison wieder an den Start zu bringen. „Die Mannschaft wird es nicht mehr geben, wir haben zu wenig Spieler“, begründet Björn Kleinwächter, Trainer der ersten Mannschaft, diesen Schritt.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Nachdem die Trainerfrage noch bis vor wenigen Wochen offen war, steht inzwischen fest, dass Kleinwächter dem Verein als Coach der ersten Mannschaft in der Kreisliga B erhalten bleibt. Der TuS kann also auf Bewährtes und auf Kontinuität setzen. Für Björn Kleinwächter (37) ist es das zweite Jahr in seiner zweiten Amtszeit und das elfte insgesamt.

Zweiter Ansprechpartner im Training und Spielbetrieb wird der Vorsitzende Marc Gaß sein.

Für Kleinwächter wird die neue Saison womöglich herausfordernder als die abgelaufene, in der Diedenshausen nach dem Abbruch mit einer ausgeglichenen, minimal positiven Bilanz auf Rang acht in der Abschlusstabelle geführt wird. Punkteschnitt: 1,61 pro Spiel.

Nun gilt es jedoch drei tragende Säulen der Mannschaft zu ersetzen.: Torwart Felix Kuhn, Verteidiger Moritz Homrighausen und Mittelfeldspieler Dominik Strackbein. Alle gehören der Deutschrockband „Ampex“ an, mit der sie einen Plattenvertrag unterschrieben haben. Weil sich Fußball und das ambitionierte Musikprojekt nicht mehr zufriedenstellend vereinbaren lassen, muss der TuS vorerst ohne das Trio planen. Mit Bedauern.

„Moritz hat sich zu den besten Verteidigern der Liga entwickelt, was Zweikampfverhalten angeht. Und Dominik hat sich zu einem echten Leader in der Mannschaft entwickelt. Deshalb wird das für uns nicht einfach“, sagt Kleinwächter, der betont: „Wir sind geknickt, aber können es verstehen. Wir akzeptieren, wenn jemand etwas anderes machen will.“

Da es, wie in den meisten Jahren, keine externen Zugänge gibt, muss der Verein den Verlust intern ausgleichen. Aus der bisherigen zweiten Mannschaft haben Joshua Grund, Dominik Krämer, Lukas Feckler und Jonas Dickel signalisiert, zwei Klassen höher mit dem B-Liga-Team angreifen zu wollen. Weitere Spieler könnten folgen, zum Beispiel Kevin Koritkowski. Der wird verletzungsbedingt aber wohl erst ab 2021 dabei sein.

A-Jugendliche hochgeschrieben

„Wir schreiben außerdem einige A-Jugendliche hoch, die aber nur sporadisch spielen könnten. Für die nächsten Jahre können wir uns von ihnen aber Einiges erhoffen“, sagt Kleinwächter. Er vermutet, dass die Kreisliga B in Folge des Massenaufstiegs an Qualität verlieren wird, stellt aber dennoch klar: „Unser Ziel ist, die Klasse zu halten.“

Mit dem Training werden die Diedenshäuser frühestens in zwei Wochen starten. „Ich fände es sinnlos, jetzt schon auf den Platz zu gehen. Dann verlierst du bis zum Start schon die Lust“, begründet Trainer Björn Kleinwächter. Auch die „Zweite“ wird, auch ohne Spiele, weiter trainieren – immer freitags.

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