Fußball-Regionalliga

Hochverdientes Käner 1:1 an der Wupper

Der Wuppertaler Kevin Hagemann (rechts) enteilt hier dem Käner Außenverteidiger Semih Yigit. Links Marcel Radschuweit.

Der Wuppertaler Kevin Hagemann (rechts) enteilt hier dem Käner Außenverteidiger Semih Yigit. Links Marcel Radschuweit.

Foto: Lutz Großmann

Wuppertal.   Innenverteidiger Jannik Schneider trifft. Torwart Christian Bölker pariert erneut Elfmeter.

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In Eichhörnchen-Methode sammelt der 1. FC Kaan-Marienborn weiter Futter für den Klassenerhalt. Wie meinte Trainer Thorsten Nehrbauer doch nach dem 1:1 (1:1) beim Wuppertaler SV: „Dieser Punkt kann noch ganz, ganz wichtig werden.“ Und er tat auch deshalb besonders gut, weil ihn sich die Mannschaft durch einen engagierten Auftritt im Stadion „Am Zoo“ verdient hatte und mit Herkenrath, Kölns U23 und Wiedenbrück drei Konkurrenten im Abstiegskampf verloren.

Erst in der Endphase geschwommen

Mit erstaunlicher Selbstsicherheit eröffnete Kaan-Marienborn die Partie, obwohl Nehrbauer seine Stammformation ja zweifach hatte verändern müssen: Für die gesperrten Leon Binder und Daniel Waldrich rückten Marcel Radschuweit und Elsamed Ramaj positionsgetreu in die Start-Elf. Als Offensiv-Alternative fiel der erkrankte Dawid Krieger aus. Drei starke Angriffsaktionen und Abschlüsse durch Ramaj (3.), Mehmet Kurt (5.) und Radschuweit (14.) waren mehr als nur Fingerzeige dafür, dass die Käner gewillt waren, dem WSV Paroli zu bieten. Der aber nutzte seine zweite Chance: Kevin Hagemann nahm den langen Pass auf, düpierte die unentschlossenen Semih Yigit und Torwart Christian Bölker und traf, mit dem Rücken zum Tor postiert, zum 1:0 (22.).

Was machten die Käner nach diesem Rückschlag? Sie antworteten nur drei Minuten später mit dem Ausgleich: Der Eckball von Mehmet Kurt landete bei Toni Gänge, der sah den freien Jannik Schneider, der den Freiraum nutzte. Das 1:1 als Co-Produktion zweier Innenverteidiger – auch das war eine schöne Erkenntnis an diesem Tag, der sich für Kaan-Marienborn bis zur Pause weiter positiv entwickelte, übernahm das Team doch wieder die Kontrolle über Ball und Gegner, überraschte sogar mehrfach mit gelungenen Kombinationen auf dem tiefen Rasen.

Zwar gehörte auch die erste Szene nach dem Seitenwechsel dem Gast, als Kenan Dünnwald Zentimeter an der Vorlage von Elsamed Ramaj vorbeirutschte (49.), doch sah sich Kaan-Marienborn zusehends in die eigene Hälfte gedrängt, legte Wuppertal jetzt spürbar zu, ohne die Ordnung in der Käner Defensive zu zerstören. Dafür hätten um ein Haar die Gäste selbst gesorgt: Weit weg vom Tor, aber noch im Strafraum und vor de Augen von Schiedsrichter Philipp Hüwe brachte Jannik Schneider Marco Cirollo zu Fall – Elfmeter! Dennis Malura trat an, doch Christian Bölker lenkte den Schuss geistesgegenwärtig an den Pfosten und köpfte ein WSV-Spieler den Abpraller ans Außennetz (55.).

„Christian hat uns den Punkt festgehalten“, lobte Nehrbauer den taubstummen Torwart, der schon eine Woche zuvor gegen Rödinghausen einen Strafstoß pariert hatte und inzwischen die unumstrittene Nummer eins ist. Damals war es zwar keine nachhaltige Parade, denn Kaan verlor mit 0:2, doch in Wuppertal avancierte der Heggener zum „Mann des Tages“, weil er fünf Minuten vor Schluss, als Kaan-Marienborn bedrohlich wankte, den Kopfball des ansonsten total abgemeldeten Top-Stürmer Christopher Kramer mit einer Blitzreaktion entschärfte.

So blieb es beim wertvollen 1:1 für die Gäste, die Adrian Alipour lobte: „Kaan-Marienborn hat eine hervorragende Leistung abgerufen. An dieser Mannschaft werden sich auch noch andere die Zähne ausbeißen.“

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