Fußball-Oberliga

Im Derby gibt es keinen Underdog

Nach dem 2:0 durch Lucas Duda (vorn links) kennt der Käner Jubel gegen Meinerzhagen keine Grenzen. Jetzt soll es auch in Erndtebrück Grund zur Freude geben.

Nach dem 2:0 durch Lucas Duda (vorn links) kennt der Käner Jubel gegen Meinerzhagen keine Grenzen. Jetzt soll es auch in Erndtebrück Grund zur Freude geben.

Foto: Rene Traut

Erndtebrück.  Der Tus Erndtebrück erwartet zum ersten Oberliga-Derby der Saison am Sonntag den 1. FC Kaan-Marienborn.

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Derbyzeit am Pulverwald - zum ersten Mal in dieser Oberliga-Saison messen zwei Teams des Siegen-Wittgenstein-Trios im Direktduell die Kräfte. Der 1. FC Kaan-Marienborn ist am Sonntag beim TuS Erndtebrück zu Gast. Der immer wieder gern gehörte Satz, dass eben Derbys ihre eigenen Gesetze haben, wird vor allem vom Coach der Wittgensteiner heran gezogen. Verständlich aus Sucht von Alfonso Rubio Doblas, ist er mit dem TuS Erndtebrück in dieser Saison in den ersten drei Pflichtspielen schon arg unter die Räder geraten. 13 Gegentore musste der Ex-Regionalligist schlucken.

„In solchen Spielen gibt es keinen Favoriten und keinen Underdog“, zitieren wie den Erndtebrücker Coach. Klar, dass der auf den Wendepunkt schielt. „Das Derby“, so Rubio Doblas, „kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt.“ Er wird zudem nicht müde, trotz der Niederlagen in den Punktspielen gegen Ennepetal (3:5) und Rhynern (0:3) sowie im Pokalduell mit Wiedenbrück (1:5) vom „vorhandenen Oberliga-Format seines Kaders zu reden, „der jetzt endlich sein Erfolgserlebnis benötigt“.

Dafür soll nach der Fülle der Gegentore vor allem in der Defensiv die Anzahl der individuellen Fehler gegen null tendieren. „Es muss endlich die Null stehen“, nimmt der Coach Anleihen bei Huup Stevens.

Das Tor wird erneut der junge Alex Taach aus den eigenen Reihen hüten, der sich trotz der drei Gegentreffer in Rhynern ein Sonderlob verdiente. Der gegen Ennepetal und Wiedenbrück eingesetzte frühere Wehener Niklas Knopf bleibt auf der Bank.

Und die Käner? Nun, die kommen mit geschwellter Brust an die Eder. 4:0 den Geheimfavoriten aus Meinerzhagen aus dem Breitenbachtal gejagt, nach den beiden Rückschlägen gegen Ennepetal (0:2 im Pokal) und Sprockhövel (2:4 in der Meisterschaft) das Signal zur rechten Zeit.

„Aber ein Spiel allein hilft uns nicht weiter“, tritt Trainer Tobias Wurm auf die Euphoriebremse. „Wir müssen nachlegen, wollen weitere Punkte holen - am besten schon am Sonntag in Erndtebrück.“ Garant für das „zu null“ gegen die Meinerzhagener war natürlich der solide Käner Defensivverband vor dem viel Ruhe ausstrahlenden, fehlerfreien Torhüter Christian Bölker. Da hat Tobias Wurm die in der Regionalliga gestählten Kräfte um Kapitän Toni Gänge bei der Stange halten können - getreu dem Motto „Ein guter Angriff gewinnt Spiele, eine starke Abwehr Meisterschaften“.

Aber so weit denkt Tobias Wurm natürlich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nicht. Wichtig ist ihm, dass die Mannschaft beim Erfolg gegen die Sauerländer bewiesen hat, dass sie den Willen hat, die nötige Laufbereitschaft an den Tag legt und eben die Fehler, die der Gegner begeht, gnadenlos und effektiv bestraft. „Aber“, so schwächt der Käner Trainer diesen Aspekt des 4:0 ab, „zu Fehlern muss eine Mannschaft auch erstmal gezwungen werden. Und das haben wir getan.“

Beste Voraussetzungen also für den Derby-Sonntag aus Käner Sicht, zumal Wurm personell aus dem Vollem schöpfen kann. Sein Gegenüber Rubio Doblas muss neben dem Dauerverletzten Luca Woditsch die angeschlagenen Besmir Rada, Erlon Sallauka und Mehmedalija Covic ersetzen.

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