Fußball-Landesliga

Jan Luca Heinrich will sich beim TuS Erndtebrück II beweisen

Jan Luca Heinrich (2. v. r.) kommt beim TuS Erndtebrück II als Außenverteidiger zum Einsatz. Eigentlich ist der 19-Jährige gelernter Innenverteidiger, bis ihm sein Trainer Alfonso Rubio Doblas auf mehr Flexibilität einstellte.

Jan Luca Heinrich (2. v. r.) kommt beim TuS Erndtebrück II als Außenverteidiger zum Einsatz. Eigentlich ist der 19-Jährige gelernter Innenverteidiger, bis ihm sein Trainer Alfonso Rubio Doblas auf mehr Flexibilität einstellte.

Foto: Peter Kehrle

Erndtebrück.   Der 19-jährige Spieler des TuS Erndtebrück II, Jan Luca Heinrich, ist breitschultrig und trainingsfleißig. Sein Trainer lobt ihn sehr.

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Breitschultrig, 189 hünenhafte Zentimeter und ein sehr ernster Blick für einen 19-Jährigen. Auf diese Attribute treffen seit Mitte August teilweise die Offensivkräfte der gegnerischen Mannschaften in der Fußball-Landesliga, wenn sie in die Hälfte des TuS Erndtebrück II dribbeln. Der gebürtige Laaspher Jan Luca Heinrich ist nicht nur der einzige Wittgensteiner der TuS-Reserve, sondern gleichzeitig auch einer der Jüngsten im Team.

Heinrich lacht, wenn er auf seine bullige Physis angesprochen wird: „Ja, ich denke, dass ich in der Hinsicht ganz gut veranlagt bin“, erläutert der etatmäßige Innenverteidiger. Umso überraschter war er auch, als sein Trainer Alfonso Rubio Doblas vor rund drei Wochen im Training zu ihm kam, um ihn auf die Position des Außenverteidigers einzustellen. Am vergangenen Sonntag beim 2:2 in Hünsborn kam es dann dazu, dass der deutsch-spanische Trainer seinen Schützling in der Viererkette links hinten aufstellte.

Rubio Doblas brachte Heinrich nur zu Saisonbeginn

„Er war in den ersten Situationen etwas unsicher, aber das ist vollkommen normal, für jemanden, der auf dem Niveau das erste Mal auf einer neuen Position spielt“, erläutert Rubio Doblas und fügt an: „Dennoch war ich sehr zufrieden mit ihm.“

Heinrich selber blickt demütig auf seine Leistung im bisherigen Saisonverlauf zurück. Die ersten drei Spiele gegen den SSV Hagen (6:0), die SpVg. Olpe (0:3) und den FSV Gerlingen (0:1) bestritt der 19-Jährige noch als Innenverteidiger in der Startelf, in den darauffolgenden Krisen-Wochen des Septembers der Reserve folgte nur noch eine Einwechselung in Hohenlimburg (1:3).

Erst in den vergangenen Partien, als der TuS fünf Spiele in Folge ungeschlagen agierte, setzte Rubio Doblas wieder mehr auf Heinrich.

Der Umgang mit diesen Höhen und Tiefen Heinrichs beschreibt wohl am besten den Charakter des Laasphers. Denn obwohl Heinrich zwischendurch sportlich völlig außen vor war, ackerte er im Training und stellte seine Ansprüche stets hinten an. „Jan Luca ist ein überragender Typ, der immer lernen und sich weiterentwickeln möchte, aber gleichzeitig auch nicht aufmuckt, wenn er mal über drei bis vier Spiele gar nicht zum Einsatz kommt“, erklärt der TuS-Coach. Für Heinrich ist es ein Akt der Selbstverständlichkeit. „Wir mussten uns Anfangs erstmal finden. Aber die schwierige sportliche Phase im September hat uns einfach zusammengeschweißt, so dass wir einen sehr guten Teamgeist entwickelt haben.“

TuS Erndtebrück II hat laut Heinrich viel Qualität

Eine realistische Selbsteinschätzung nimmt der 19-Jährige auch im Hinblick auf seine sportlichen Fähigkeiten vor. Neben seiner Robustheit sei seine Spieleröffnung ganz gut, doch er merke gleichzeitig bei jedem Einsatz in der Landesliga, dass in so vielen Bereich noch Luft nach oben bestehe. So sieht es auch sein Trainer, der ihn auf der Position des Außenverteidigers weiter reifen lassen möchten. „Ich habe ihm damals im Training gesagt, dass sich ein Spieler nicht auf eine Position einschränken lassen darf, sondern flexibel einsetzbar sein muss. Das hat er gut umgesetzt.“

Gemessen daran, dass er erst im Sommer aus der A-Jugend des TuS Erndtebrück in den Seniorenbereich wechselte, blickt Heinrich zufrieden auf seine bisherigen Einsätze zurück. Doch sowohl die wenigen Startelfeinsätze als auch die neue Herausforderung als linker Außenverteidiger motivieren ihn, noch fleißiger an sich zu arbeiten.

„Ich muss vom Kopf her während der Spiele noch wacher sein und möchte so viele Spielminuten wie möglich sammeln“, gibt sich Heinrich kämpferisch. Doch mehr noch stehe das Team im Vordergrund: „Wir haben definitiv die Klasse für einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Liga“, erklärt Heinrich ernst. Wie es nach der Saison weiter gehe, wisse er aktuell noch nicht. für ihn zählt erstmal nur das „Hier und Jetzt“. Und da heißt die Realität vorerst Außenverteidiger.

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