Fußball-Landesliga

Martin Uvira zornig: „Das können wir so nicht stehen lassen“

Bad Berleburgs Torben Birkelbach (weiß) dribbelt sich gegen Jan Gummersbach (l.) und Oliver Weuste vom SC Drolshagen fest.

Bad Berleburgs Torben Birkelbach (weiß) dribbelt sich gegen Jan Gummersbach (l.) und Oliver Weuste vom SC Drolshagen fest.

Foto: Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Schwache Leistung des VfL Bad Berleburg beim 1:3 im richtungweisenden Spiel gegen den SC Drolshagen soll personelle Konsequenzen nach sich ziehen

Durch die schwächste Saisonleistung hat der VfL Bad Berleburg in der Fußball-Landesliga den erhofften Befreiungsschlag aus dem unteren Drittel verpasst. Gegen den SC Drolshagen kassierte die Mannschaft von Martin Uvira eine völlig verdiente 1:3-Niederlage und hat nun zwar nach wie vor vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, doch hätte ein Sieg den Vorstoß ins gesicherte Mittelfeld bedeutet.

„Bei uns hatten heute nur vier Spieler Landesliga-Niveau“, ärgerte sich Uvira nach dem Spiel. Denn die „Kleeblätter“ waren keineswegs unschlagbar, vielmehr profitierte der SC Drolshagen von der Lethargie der Hausherren. Während sich beide Teams in der ersten halben Stunde neutralisierten und die rund 50 Zuschauer bei ungemütlichem Herbstwetter einen faden Kick zu Gesicht bekamen, verpasste Steffen Arnold per Kopf zehn Minuten vor der Pause die Führung des VfL (35.).

Kurze Zeit später agierte Drolshagen auf der Gegenseite cleverer: Die Gäste eroberten einen Ball und spielten überfallartig in die Spitze, wo VfL-Verteidiger Alexander Krowarz gegen die zwei SC-Angreifer Johannes Knorn und Mike Schwarz stand. Das Sturmduo verlud den chancenlosen Krowarz, so dass Schwarz am Ende ins lange Eck vollendete (43.). Doppelt bitter zudem: Der zuletzt formstarke Lückel musste kurz zuvor wegen muskulären Problemen ausgewechselt werden.

Ibrahims Tor kommt zu spät

Nach der Pause ließ der VfL weiterhin „Mut und Bereitschaft“ (Uvira) vermissen. So erspielten sich die Berleburger vorerst keine einzige Torchance, während Drolshagen weiter eiskalt zustach: Nach einem Fehlpass von Kai Dengler spielten die Gäste erneut schnörkellos ins vordere Drittel, so dass Knorn nur noch einschieben musste (62.).

Dieser Treffer zum 2:0 war bereits die Entscheidung, da weiterhin nur Drolshagen für das nächste Tor in Frage kam. Das 3:0 fiel schließlich nach einem Freistoß, als die Berleburger Hintermannschaft jegliche Zuteilung vermissen ließ und Mirko Mester einköpfte (75.).

Ahmad Ibrahims Tor zum 1:3 war nur Makulatur (83.). Uvira kündigte nach dem Spiel Konsequenzen an: „Diese Leistung können wir so nicht stehen lassen.“

VfL Bad Berleburg: Badura – Arnold, Uvira, Krowarz, Hafner – Benyagoub, H. Schneider (81. Kuhn), B. Schneider, Dengler (68. Erdem) – Ibrahim, Lückel (34. Birkelbach).

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