Inline-Alpin

Maximilian Löw gewinnt Silber bei der Europameisterschaft

Mit Pilotbrille zur Medaille: Maximilian Löw schlängelt sich bei der Inline-Alpin-EM in Villablino durch den Stangenkurs.

Mit Pilotbrille zur Medaille: Maximilian Löw schlängelt sich bei der Inline-Alpin-EM in Villablino durch den Stangenkurs.

Foto: Verein

Villablino.  Maximilian Löw muss sich im Slalom nur einem Fahrer in der Juniorenklasse geschlagen geben. Tolle Kulisse und Atmosphäre in Spanien.

Sportlich hatte er zwar nicht das Maximum herausgeschlagen, dennoch geriet Maximilian Löw nach den Europameisterschafts-Rennen im spanischen Villablino in Schwärmen. Dort verfolgten über 1000 Zuschauer den als Nachtrennen ausgetragenen Parallelslalom im Inline-Alpin und machten mächtig Radau. Fast ebenso viel war beim Slalom an der Strecke los. „So macht das richtig Spaß, da geht einem als Sportler das Herz auf“, sagte der Hesselbacher nach der Reise in den spanischen Nordwesten.

Von dort bringt er eine Silbermedaille mit, die er im Slalomrennen in der Juniorenwertung gewonnen hatte. Bei einer Zeit von 44,70 Sekunden nach zwei Läufen lag Löw am Ende 3,15 Sekunden hinter Sieger Sven Oertel (SK Adlkofen) auf dem 14. Platz im Gesamteinlauf. Zum Juniorensieger Alexander von Scholley (TSV Steinenbronn) fehlten ihm 44 Hundertstelsekunden. Auf einer etwa 250 Meter langen Strecke waren 34 und 38 Tore zu bewältigen.

109 Starter aus neun Nationen

„Der hatte einen megastarken Tag und ich einen nicht so guten. Sonst bin ich immer vor Alexander gewesen, deswegen ärgere ich mich ein bisschen. Aber das kommt vor“, ordnete „Maxi“ das Resultat ein: „Aber als Vizeeuropameister mit so einem Rückstand muss man sich auch nicht schämen.“ Teilgenommen hatten im Slalom 109 männliche Starter aus neun Nationen, darunter aber auch einige Kinder und Senioren.

Acht Hundertstelsekunden Differenz

Keine Medaille gab es im Parallelslalom, in dem Löw im Viertelfinale ausschied. Nach zwei Läufen lag er acht Hundertstelsekunden hinter dem Spanier Lluis Sistac Serrallach.

Mit dem Mann aus Barcelona, der Vizemeister wurde, lag der 18-Jährige im ersten Lauf exakt gleichauf, im zweiten wechselte die Führung immer wieder. „Das war schon extrem spannend. Am vorletzten Tor war ich vorne, dann habe ich leider einen Fehler gemacht. Die Linie stimmte nicht“, berichtet der Wittgensteiner: „Es ging so schnell, dass ich nicht genau weiß, was da nicht gepasst hat.“

Zuvor, als es noch dämmerte, hatte sich Löw im Achtelfinale gegen den Spanier David Garcia Llanneza durchgesetzt. Bei den Finalläufen ging ohne die großen Flutlicht-Strahler nichts mehr. „In Deutschland gibt es so ein Rennen leider nicht“, sagt Löw. Der Showcharakter steigerte das Interesse an dem Rennen, das im Vorfeld intensiv beworben und ins Internet übertragen wurde. So wurde es eine große Zuschauerkulisse, obwohl Inline-Alpin auch in Spanien eine Randsportart ist.

Titelkämpfe in Oberhundem

1300 männliche Läufer sind beim Weltverband „Roller Alpine and Downhill“ notiert, darunter sind allerdings auch etliche Karteileichen. In der Weltrangliste liegt Löw aktuell auf Platz 14 im Slalom. Im Riesenslalom liegt er an Position 13.

Weiter geht es für ihn im September mit dem Weltcup-Finale in Tuttlingen, nachdem der Weltcup in Warschau abgesagt werden musste. In fünf Wochen stehen außerdem die Deutschen Meisterschaften im nahen Oberhundem an, bei denen auch die Fahrer des zweiten großen deutschen Dachverbandes dieser Sportart, des Deutschen Skiverbandes, teilnehmen können sollen.

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