Mit Rückenwind und Windschatten auf Platz 2

Rückershausen/Isny.   Emily Schneider vom SC Rückershausen hat zu Beginn des Deutschen Schülercups der 14- und 15-Jährigen in der Nordischen Kombination bzw. Skisprung dort weitergemacht, wo sie bei den Vorbereitungswettkämpfen im Sommer aufgehört hatte: Mit Spitzenplatzierungen.

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Emily Schneider vom SC Rückershausen hat zu Beginn des Deutschen Schülercups der 14- und 15-Jährigen in der Nordischen Kombination bzw. Skisprung dort weitergemacht, wo sie bei den Vorbereitungswettkämpfen im Sommer aufgehört hatte: Mit Spitzenplatzierungen.

Die 14-jährige gewann am Wochenende beim Auftakt des Schülercups, der in die Wertung der Winterserie einfließt, zweimal Silber in der Nordischen Kombination und einmal Silber im Spezialsprung.

An beiden Wettkampftagen in Isny im Allgäu musste sie sich lediglich Jenny Nowak geschlagen geben. Lukas Wied (S14) und Pascal Horn (S15) sind ebenfalls für den SC Rückershausen angetreten. Wied wurde Vierter und Fünfter, Horn belegte die Plätze 11 und 13 in der Nordischen Kombination. Begleitet wurden die drei heimischen Kombinierer von ihrem Trainer Thomas Wunderlich und Landestrainer Jens Gneckow, komplettiert wurde das WSV-Team von Marie Naehring (SK Winterberg).

Die Sprungwettbewerbe wurden jeweils auf der Hasenbergschanze (K60) ausgetragen, während der anschließende Kombinationslauf auf Skirollern durch die Innenstadt von Isny führte.

Im Sprint um eine Schuhlänge vorn

Am Sonntag hatte es Emily Schneider, die nach ihrem Sieg beim FIS-Youth-Cup mit einigem Rückenwind startete, richtig spannend gemacht. Im ersten Sprungdurchgang setzte sie den Telemark zu eng und konnte infolge dessen ihren Sprung von 59,0 Metern nicht mehr stehen. Den zweiten Sprung erzielte sie 58,5 Meter und startete somit beim Sprint als Dritte hinter Jenny Nowak und Anna Jäkle. Fast zeitgleich mit einem Abstand von nur einer Sekunde zu Jäkle, der Tochter des Skisprung-Olympiasiegers Hansjörg Jäkle, ging die Wittgensteinerin ins Rennen und nahm sofort die Verfolgung auf. Beide Schülerinnen konnten die Führende Jenny Nowak zwar nicht mehr einholen, dafür lieferten sie sich über die komplette Distanz von 2,5 Kilometern ein nervenaufreibendes Duell um Platz 2.

In einem dramatischen Zielsprint fiel die Entscheidung erst auf den letzten 80 Metern. Mit nur einer Fußlänge Vorsprung – eine Zehntelsekunde betrug die zeitliche Differenz – überquerte Emily Schneider letzten Endes die Ziellinie und wurde wiederholt mit Silber belohnt.

Lukas Wied hatte an beiden Tagen leichte Schwierigkeiten beim Absprung, konnte zumindest beim Kombinationslauf wieder seine Laufstärke beweisen. Beim Sprint am Sonntag holte der 13-jährige Rückershäuser ganze sieben Plätze auf und finalisierte die Nordische Kombination als Fünfter – er geht in einer guten Ausgangsposition in die Winter-Wettkämpfe.

Pascal Horn ist eigentlich für seine Sprungstärke bekannt, muss jedoch einen längeren Trainingsausfall im Sommer aufholen, um zu seiner guten Form des Frühjahres zurückzufinden.

Trainer und Athletin sind zufrieden

Trainer Thomas Wunderlich war zufrieden mit dem Wochenende: „Emily hat ihre Aufgaben besonders clever beim Sprint am Sonntag gelöst. Sie hat sich taktisch gut verhalten und zugleich den Windschatten ihrer Konkurrentin bis zum entscheidenden Moment genutzt.“

Emily Schneider blickt hochzufrieden auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung – das war ein cooles Wochenende“, resümierte die 14-jährige Schülerin aus Rückershausen.

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