Paul Haase † Der Letzte des Meister-Teams

Siegen.   Mit Paul Haase ist Anfang der Woche der letzte Überlebende der Sportfreunde-Meistermannschaft von 1955 gestorben. Im Alter von 85 Jahren ist der Siegener - das Foto zeigt ihn in der erfolgreichen Mannschaft vom 25. Juni 1955 in Wetzlar - am gestrigen Freitag auf dem Hermelsbacher Friedhof im engsten Kreis und in aller Stille zu Grabe getragen worden.

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Mit Paul Haase ist Anfang der Woche der letzte Überlebende der Sportfreunde-Meistermannschaft von 1955 gestorben. Im Alter von 85 Jahren ist der Siegener - das Foto zeigt ihn in der erfolgreichen Mannschaft vom 25. Juni 1955 in Wetzlar - am gestrigen Freitag auf dem Hermelsbacher Friedhof im engsten Kreis und in aller Stille zu Grabe getragen worden.

Paul Haase war zu seiner Fußballer-Zeit ein Spielmacher-Typ. Der von Geburt an einarmige Spieler glänzte als Ideengeber und Ballverteiler, was ihm auch eine neunjährige Karriere in der Westfalenauswahl (von 1951 bis 1960) bescherte.

Die fußballerischen Wurzeln liegen beim TuS Kaan-Marienborn. Es war seinerzeit, man schrieb das Jahr 1953, fast eine Art Politikum, wenn ein Fußballer aus Kaan ein „Städter“ wurde - und dann noch einer bei den Sportfreunden. Doch hier wuchs Paul Haase in die Rolle, die ihn über Jahre hinweg so stark und für das fußballerische Aushängeschild so unverzichtbar gemacht hatte.

Bis Anfang der 60er Jahre spielte er für die Sportfreunde in der zweiten Division, ab Gründung der fünfgleisigen Regionalliga 1963 mit vielen seiner langjährigen Weggefährten im Unterbau der neu geschaffenen Bundesliga. 1965 hing er die Schuhe mit den Stollen an den berühmten Nagel.

Für viele Siegener Fußball-Anhänger gehörte Paul Haase zur goldenen Sportfreunde-Generation, die ihren Höhepunkt an jenem Tag im Juni 1955 mit dem 5:0-Sieg in Wetzlar gegen die SpVg Bad Homburg feierte, als man als Deutscher Amateur-Meister unters Krönchen zurückkehrte und hier in einem Autokorso von tausenden Fans gefeiert wurde. Haase steuerte das 2:0 und 3:0 bei, war also Wegbereiter des größten Vereins-Erfolgs.

Die nachfolgenden Generationen werden sein Andenken bewahren.

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