Pass in die Gasse #339

Regeländerungen betreffen Wechselkontingente und Spitzbuben

In der Kolumne „Pass in die Gasse“ befasst sich der freie Journalist Heiko Rothenpieler mit aktuellen Entwicklungen in der Welt des „großen“ und „kleinen“ Fußballs.

In der Kolumne „Pass in die Gasse“ befasst sich der freie Journalist Heiko Rothenpieler mit aktuellen Entwicklungen in der Welt des „großen“ und „kleinen“ Fußballs.

Foto: Sascha Kertzscher / WP

Dass Rote Karten für Trainer nun Folgesperren bedeuten, sieht unser Kolumnist als positiv an. Trotzdem nimmt er die Übungsleiter auch in Schutz.

Auch in dieser Fußballsaison gibt es ein paar aufgefrischte Regeln, die auch die Mannschaften aus Siegen-Wittgenstein berühren. Eine Änderung betrifft das Wechselkontingent, bei dem nun während der gesamten Spielzeit von bisher vier auf fünf Einwechslungen erhöht werden darf. Einerseits klingt das vor allem im Amateurbereich sinnvoll, wo sich für einen „Bankdrücker“ die Einsatzzeiten erhöhen dürften und sich manch unfitte Stammkraft nicht durch neunzig Minuten quälen muss. Andererseits könnten Teams mit einer dünnen Personaldecke situativ einen Nachteil erfahren. Wechseländerungen machen im Einklang mit Fairplay schließlich nur dort Sinn, wo auch gleiche Kontingente vorhanden sind.

Die zweite Regeländerung: Sehen Trainer eine Rote Karte, zieht dies nun automatisch eine Sperre für die nächste Partie nach sich. Bislang betraf die Ahndung nur das laufende Spiel. Auch da gibt es zwei Blickwinkel. Einerseits haben die Einschränkungen, die Trainer in den letzten Jahren erfahren haben, teils absurde Züge angenommen. Gerade weil Trainer nicht aktiv ins Spielgehen eingreifen können und ihre Emotionalität anders ausleben müssen, sollten sie mit mehr Nachsicht beurteilt werden. Stattdessen wird oft beim ersten Glockenschlag lossanktioniert, damit bloß keine Unruhe entsteht. Doch auch das gehört zum Fußball dazu.

Andererseits: Wenn schon mit Roten Karten hantiert wird, dann sollten Trainer und Spieler auch gleich bestraft werden. Bestimmte Spitzbuben wussten die unterschiedliche Sanktionierung nämlich gezielt auszunutzen. Gut, dass damit jetzt Schluss ist.

In der Kolumne „Pass in die Gasse“ befasst sich der freie Journalist Heiko Rothenpieler mit Entwicklungen in der Welt des „großen“ und „kleinen“ Fußballs.

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