Inline-Alpin

Reifenlotterie führt Löw zum Sensationscoup

Maximilian Löw sorgte beim Inline-Alpin-Weltcup in Tuttlingen für eine große Überraschung und sicherte sich den Gesamtsieg.

Maximilian Löw sorgte beim Inline-Alpin-Weltcup in Tuttlingen für eine große Überraschung und sicherte sich den Gesamtsieg.

Foto: Privat

Hesselbach/Tuttlingen.  Nach deprimierenden Wochen setzte Maximilian Löw beim Inline-Weltcup in Tuttlingen alles auf eine Karte und lieferte eindrucksvoll.

„Es fühlt sich noch ein wenig surreal an, meine Erwartungen waren eigentlich gering“, mit diesen Worten versuchte Maximilian „Maxi“ Löw seinen Erfolg beim Inline-Alpin-Weltcup in Tuttlingen zu beschreiben. Der 18-jährige Hesselbacher schlug nämlich der internationalen Konkurrenz ein Schnippchen und setzte sich am Sonntag die Siegerkrone in Baden Württemberg auf – ein Erfolg, mit dem der Wittgensteiner nicht wirklich gerechnet hatte.

Denn die Saison des Maxi Löw verlief eigentlich recht durchwachsen, wie er selbst bestätigte. Auf Platz 23 in der Gesamtliste rangierte er bis zum letzten Weltcuprennen in Tuttlingen. „Ich hatte einen Ausfall dabei und auch die sonstigen Resultate waren bei Weitem nicht so gut, wie im vergangenen Jahr“, so der 18-Jährige, der sogar bei der Streckenbesichtigung kein gutes Gefühl hatte.

Reifentrickserei gefordert

Doch schon während des am Samstag stattfindenden Baden-Württemberg-Cups kam dem Wittgensteiner eine zündende Idee: Die Strecke war regennass und normalerweise wechselt der erfahrene Fahrer dann auf die „weicheren“ Regenrollen.

Löw hingegen probte einige Läufe auf der „harten“ Mischung. „Das hängt an der Asphaltgegebenheit und an den Bedingungen. Ich war der Meinung, dass man eventuell mit den harten Rollen fahren kann“, erklärt der Hesselbacher seine Gedankengänge, die zumindest beim ersten Wettkampf hinfällig wurden. Denn die Strecke wurde mit Flammenwerfern getrocknet. Am Ende stand ein achter Gesamtplatz für Löw. Anders sollte es jedoch am Sonntag beim offiziellen Weltcup sein. Es regnete in Strömen und nach den enttäuschenden Ergebnissen der Vorwochen entschied sich der Wittgensteiner alles auf eine Karte zu setzen und auf den Trockenrollen zu starten. „Ich hatte ohnehin nichts zu verlieren, deshalb habe ich es einfach versucht“, so der Hesselbacher. Die Lotterie sollte sich auszahlen: Im ersten Lauf brauchte er 25,33 Sekunden, für den zweiten 25,41 Sekunden, was ihm einen Vorsprung von knapp einer Sekunde auf den Spanier Marc Dominguez einbrachte. Mit diesem Sensationssieg springt Löw vom 23. Rang auf den 5. Rang im Gesamtweltcup und schließt so das Jahr versöhnlich ab.

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