Tennis

Romy Kölzer: Per Crowdfunding zum großen Ziel

Die Grand Slam-Turniere weiter fest im Blick: Tennisprofi Romy Kölzer ist mit ihrer bisherigen Saison zufrieden.

Die Grand Slam-Turniere weiter fest im Blick: Tennisprofi Romy Kölzer ist mit ihrer bisherigen Saison zufrieden.

Foto: Lutz Großmann

Betzdorf.  Tennisprofi Romy Kölzer startet ein Crowdfunding-Projekt, um ihren Grand Slam-Traum verwirklichen zu können.

Melbourne, Paris, Wimbledon, New York. Bei der Aufzählung dieser vier Städte leuchten wohl die Augen aller Tennisfans. Und auch für die Profis selbst sind die vier Grand Slam-Turnier das höchste der Gefühle. Ein Ziel, für das man Profi geworden ist. So ist es auch bei Romy Kölzer. Die Betzdorferin wird momentan auf Rang 419 der Weltrangliste geführt, stand Ende April allerdings auch schon auf Platz 395. Bis zum Ende des Jahres soll nun möglichst der nächste Sprung in der Weltrangliste gelingen. Alles für den Traum Grand Slam. „Mein Ziel ist es, bei den Australian Open in die Qualifikation zu kommen“, erklärt Kölzer. Die starten Mitte Januar in Melbourne, ziemlich genau sieben Monate bleiben der 27-Jährigen also noch, um die nötigen Punkte zu sammeln. Ein Platz unter den ersten 250 der Rangliste wird wohl nötig sein, um den Sprung in das Teilnehmerfeld zu schaffen.


3750 Euro anvisiert
Um diese Punkte zusammen zu bekommen, braucht die Betzdorferin nun allerdings Unterstützung bei der Realisierung der kostspieligen Turniere in Übersee am Ende der Saison und hat dafür ein Crowdfunding-Projekt mit dem Unternehmen „kam-on.com“ ins Leben gerufen. „Der Kontakt kam über meinen Sponsor ‘Head’ zustande. Wir haben dann über meine Situation gesprochen und die passte genau in das Konzept der Plattform“, erläutert Kölzer. Dort werden in erster Linie Sportler unterstützt, die sonst keine andere Art von Förderung bekommen.

Ziel des Projektes ist es, insgesamt 3750 Euro zusammen zu bekommen. Doch nicht nur Kölzer, sondern auch die Spender selbst haben etwas von dem Projekt. So gibt es, je nach Preisklasse, unterschiedliche Prämien. Beginnend ab 20 Euro, für die Kölzer dem Spender eine Postkarte von einem der durch das Geld zustande gekommenen Turniere zuschicken wird, reicht es über Schlägertaschen (zwischen 79 und 99 Euro) über ein Einzeltraining (175 Euro) bis hin zu einem Schläger (ab 250 Euro). Momentan sind bereits 948 Euro (Stand gestern, 15.00 Uhr) und somit gut 25% des Ziels erreicht. Zwar sind auch mehr als die anvisierten 3750 Euro möglich, aber die müssen es mindestens sein. Denn wird dieser Betrag nicht erreicht, gilt das Projekt als gescheitert, die Spender erhalten ihr Geld zurück (bekommen aber natürlich auch keine Prämien) und Kölzer geht leer aus. „Ich hoffe natürlich sehr, dass das klappt“, so die 27-Jährige. 29 Tage ist noch Zeit, dann läuft das Projekt aus. Nötig werden die weiten Reisen dadurch, dass das Angebot an Turnieren in Europa am Ende der Saison immer dünner und eine Reise nach Übersee fast unausweichlich wird.

Deutschland-Tour steht an

„Ich möchte in die Australian Open-Qualifikation 2020 und dafür bis Januar unter die ersten 250 der Welt“, formuliert die Betzdorferin ihr Ziel klar. In den nächsten Wochen stehen nun viele Turniere in Deutschland an, bevor dann, mit der Unterstützung des Projektes, weitere Ziele angesteuert werden sollen...

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