Kampfsport

Ryo-No-Tomo Bad Laasphe: Zwei neue Schwarzgurte

Glücklich nach jahrelanger Vorbereitung und bestandener Prüfung: Ian Gerhardt und Sandra Kuhn präsentieren stolz ihre schwarzen Gürtel.

Glücklich nach jahrelanger Vorbereitung und bestandener Prüfung: Ian Gerhardt und Sandra Kuhn präsentieren stolz ihre schwarzen Gürtel.

Foto: Verein

Bad Laasphe. Drei Monate mussten sie die Füße still halten, dann zählten sie zu den ersten Indoor-Sportlern, die wieder loslegen durften, denn in den vereinseigenen Räumlichkeiten bekam der Bad Laaspher Jiu-Jitsu-Club Ryo-No-Tomo das Corona-Hygienekonzept recht schnell auf die Beine gestellt – und so konnten die beiden ehemaligen Braungurtträger Ian Gerhardt und Sandra Kuhn fast täglich sehr hart für ihre bevorstehende Dan-Prüfung trainieren. Das Attribut „ehemalig“ verrät es schon: Die Prüfung, die am Wochenende über die Bühne ging, war eine Erfolgsgeschichte. Beide sind nun berechtigt, den schwarzen Gürtel zu tragen und erhielten eine entsprechende Urkunde.

Nachdem sich alle Beteiligten im Dojo des Ryo-No-Tomo Jiu Jitsu eingefunden hatten, ging es auch schon los. Die Sensei Niels Otten (6. Dan), Heiko Schuppener (5. Dan) und Jost Reuter (3. Dan) begrüßten die Prüflinge Sandra Kuhn (1. Kyu) und Ian Gerhardt (1. Kyu) auf der traditionellen Matte, der Tatami.

Auch die Theorie gehört dazu

Als erstes demonstrierten Gerhardt und Kuhn die Goshin-Jitsu-No-Kata. Diese besteht aus fünf Gruppen. Die ersten beiden beinhalten Abwehrtechniken in Form von Hebeln, Würfen, Fauststößen und Fußtritten. Die letzten drei zeigen Abwehrtechniken gegen Waffen wie Messer, Stöcke und Pistolen. Die Ausführung der ganzen Techniken erfolgt in einer traditionellen japanischen Bewegungsform, die es in dieser Art und Weise seit fast 70 Jahren gibt.

Nach Beendigung der Kata folgte dann das weitere Prüfungsprogramm, das viele freie Angriffs- und Abwehrtechniken beinhaltete. Die Kunst des Kämpfens im Jiu-Jitsu beruht auch darauf, bei den Techniken unter anderem die Kraft und die Bewegung des Gegners auszunutzen.

Dies gelingt durch Techniken wie Würfe, Hebel, Festleger sowie Würgegriffe oder Faust- und Fußangriffe, die bevorzugt gegen empfindliche Stellen und Nervenpunkte angewendet werden. Zusätzlich wurden erneut Waffenabwehrtechniken demonstriert. Im nächsten Teil mussten die beiden Prüflinge ihre Fähigkeiten im freien Kampf demonstrieren. Eine besondere Herausforderung stellte hier der Kampf in Bodenlage dar, bei dem sich Prüflinge gegen Schläge und Tritte wehren wehren müssen, wobei eine besondere Gefahr von Kopfumklammerungen und Würgegriffen ausgeht.

In der theoretischen Prüfung ging es um Fachbegriffe, den Notwehrparagraph sowie die Anatomie des menschlichen Körpers bezüglich der Nerven- und Angriffspunkte.

Der Verein ist stolz auf die beiden neuen Meister in seinen Reihen, die in der Zukunft das Training und das Angebot erweitern werden.

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