SC Girkhausen ist im Schülerbereich führend

Schotten.   Für die Spitzenläufer spielen die Verbandsmeisterschaften eine sehr untergeordnete Rolle – und so waren bei den gemeinsamen Langlauf-Meisterschaften des Westdeutschen und Hessischen Skiverbandes, die am Wochenende bei sehr guten Bedingungen in der Taufstein-Loipe des TGV Schotten stattfanden, ausgerechnet die Hauptklassen am dünnsten besetzt.

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Für die Spitzenläufer spielen die Verbandsmeisterschaften eine sehr untergeordnete Rolle – und so waren bei den gemeinsamen Langlauf-Meisterschaften des Westdeutschen und Hessischen Skiverbandes, die am Wochenende bei sehr guten Bedingungen in der Taufstein-Loipe des TGV Schotten stattfanden, ausgerechnet die Hauptklassen am dünnsten besetzt.

Große Felder und echte Konkurrenz gab es hingegen bei den Schülern, wo teilweise über 15 Kinder in einer Klasse um die Titel rangen. Insgesamt rund 160 Teilnehmer waren auf den vergleichsweise wenig anspruchsvollen Strecken am Hoherodskopf dabei.

Top-Läufer schonen sich

„Das ist sehr erfreulich“, meinte Landestrainer Stefan Kirchner, der gute Ergebnisse der Wittgensteiner Vereine notierte. Weil er den Deutschlandpokal-Startern des SK Wunderthausen angesichts des zuletzt und künftig strammen Programms sowie einiger Erkältungen Schonung verordnete, stachen dabei besonders der SC Rückershausen und der SC Girkhausen hervor.

Von der U7 bis zur U12 gab es für die Girkhäuser insgesamt neun Titel in den beiden ausgetragenen Disziplinen, dem Einzelstart im Nordic Cross (freie Technik) und dem Massenstart (klassische Technik) – kein anderer Verein war beim Nachwuchs besser. „Das war top, was unsere Mannschaft geschafft hat“, lobte der SCG-Vorsitzende Detlef Buchwald die Trainer-Arbeit von Ralf Klose, Matthias Dickel und Bernd Lauber.

Neben den „Auswärtigen“ im Club von der Steinert, den Familien Motte (aus Köln) und Dohnal (Dortmund), machen auch die Wittgensteiner Jungs und Mädchen Hoffnung für die Zukunft.

Larissa Nöllling siegt im Sprint

Beispiel Johannes Dickel: Beim Technik-Einzelstartrennen mit einer Sprungschanze und vielen Richtungs- und Rhythmuswechseln musste er sich in der U11 am Samstag noch um eine Hundertstel dem Schottener Max Hudetz geschlagen geben, doch sonntags im direkten Duell hatte er die Nase vorn.

Beispiel Larissa Nölling: Im Rennen der Schülerinnen U10 setzte sie sich am Sonntag im langen Zielsprint gegen die Willingerin Marie Keudel durch. Beispiel Schüler U9: Christian Dickel, Mattis Grauel, Janne Brandenburger und Richard Dohnal feierten in beiden Wettkämpfen – wie zuletzt im Nachwuchscup – einen Vierfach-Sieg.

Für den SC Rückershausen trumpften die Joenke-Schwestern und die Bernshausen-Brüder auf. Während Hermine Joenke bei den Schülerinnen 14 jeweils konkurrenzlos gewann, schüttelte Christine Joenke (U9) an beiden Tagen die Gersfelderin Annika Mehler ab – und Karoline Joenke (U12) steuerte für die Familie aus Rückershausen zudem noch eine Bronzemedaille im Massenstart bei.

Bei den Jungs räumten die Bernshausen-Brüder ab, wobei sich Max Bernshausen in der U15 zunächst beim Schottener Paul Hudetz revanchierte. Der hatte ihm beim Technikrennen vor Wochenfrist in Rückershausen den Sieg weggeschnappt, am Samstag ärgerte Max Bernshausen den Schottener bei dessen Heimrennen und holte (mit der klassenübergreifend zweitbesten Zeit über 4 Kilometer) den Sieg mit fünf Sekunden Vorsprung, ehe sich die Verhältnisse am Sonntag wieder umdrehten.

Eine vereinsinterne Sache des SC Rückershausen war es jeweils an der Spitze des U13-Feldes, wo sich Janne Bernshausen am Samstag knapp und am Sonntag deutlich vor Trainingskamerad und Silber-Gewinner Jonas Schmidt durchsetzte.

Biathlet schlägt die Spezialisten

Aufhorchen ließ auch ein Läufer des VfL Bad Berleburg: Birger Hartmann, eigentlich Biathlet, war im Nordic Cross der U16 am Samstag schneller als die Spezialisten und lieferte einen erneuten Beweis seiner bemerkenswerten Ausdauer-Fähigkeiten.

Für die Spitzenleistung aus Wittgensteiner Sicht war indes Jurij Propp vom TuS Erndtebrück zuständig, der am Sonntag zweitbester Mann des Tages über 15 Kilometer war. Gemeinsam mit dem Schottener Junioren-Ass Nils Weirich setzte er sich früh ab. Der neue Titelträger der Herren 36 freute sich: „Ich habe ohne Steigwachs gelaufen und nur geschoben, aber dabei richtig Gas gegeben.“

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