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SC Rückershausen: „Das macht die Beine langsam und müde“

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Auf dem Weg zur Loipe: Mika Wunderlich vom SC Rückershausen hatte beim Deutschlandpokal mit Organisationsproblemen zu kämpfen.

Auf dem Weg zur Loipe: Mika Wunderlich vom SC Rückershausen hatte beim Deutschlandpokal mit Organisationsproblemen zu kämpfen.

Foto: Jan Simon Schaefer

Die Wittgensteiner Kombinierer mussten kurzfristig ihre Planung über den Haufen werfen. Mika Wunderlich erzählt, wie turbulent es wirklich war.

Der Deutschlandpokal brachte für die jungen Kombinierer des SC Rückershausen einige Organisationsprobleme mit sich. Welche das waren, erklärt der 17-jährige Mika Wunderlich aus Volkholz.

1. Herr Wunderlich, kurz vor Wettkampfbeginn gab es ein paar Neuigkeiten. Was war denn da los?

Mika Wunderlich: Der Wettkampf sollte eigentlich in Schonach, Baden-Württemberg, stattfinden. Weil da aber kein Schnee lag und auch Regen dazukam, wurde das Ganze nach Bertechsgaden verlegt, wo wir dann auf den Matten der Sommerschanze springen mussten.

2. Wie haben Sie davon erfahren und was hatte das für Auswirkungen?

Die Absage für Schonach stand bereits eine Woche vor Wettkampfbeginn fest. Dass es aber nach Berchtesgaden auf Matten gehen würde, bekamen wir erst zwei Tage vorher mitgeteilt. Bei Schnee wachst man den Ski vorher und zieht ihn dann wieder ab, während man das Wachs bei Mattensprüngen nach dem Bügeln drauflässt, damit der Ski nicht kaputt geht und es nicht zu stumpf wird.

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3. Wie sahen hinsichtlich des Wechsels von Schnee auf Matte die Vorbereitungen aus?

Normalerweise springen wir in Winterberg, doch entspricht die Schanze nicht der Norm für Wettkämpfe der FIS und des Deutschen Skiverbands, weshalb wir Mattensprünge eher auf Lehrgängen hatten. Natürlich gibt es im Wettkampf dadurch ein paar Nachteile, doch würde ich sie nicht als gravierend beschreiben. Generell springe ich besonders im Winter lieber auf Schnee, das macht einfach mehr Spaß. Zudem zieht die Anlaufspur etwas besser weg, ist also schneller.

4. Hinzu kamen die Reisestrapazen. 400 Kilometer nach Schonach oder fast 700 nach Berchtesgaden sind natürlich ein Unterschied.

Wir müssen ja immer sehr viel fahren. Das ist schon extrem, wenn man sieben oder acht Stunden im Auto sitzt. Das macht die Beine langsam und müde und ist beim Absprung und später in der Loipe auch eine Kraftfrage. Wenn man dann Donnerstag lange anreist und Freitag springt, ist das schon etwas anstrengend – zumal man ja den Ort dann noch einmal in Richtung Loipe wechselt. Bedingungen sind natürlich schwer zu beeinflussen. Es wäre halt schöner, wenn man etwas früher wüsste, wo das Ganze stattfindet.“

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