Kreispokal-Achtelfinale

Schneider: „Offensiv können wir ihnen vielleicht wehtun“

Wiedersehen macht Freude: Papa Yaw Afriyie (l.) soll dieses Mal genauer zielen, als bei der 0:9-Niederlage der SG Laasphe/Niederlaasphe gegen Erndtebrück letztes Jahr.

Wiedersehen macht Freude: Papa Yaw Afriyie (l.) soll dieses Mal genauer zielen, als bei der 0:9-Niederlage der SG Laasphe/Niederlaasphe gegen Erndtebrück letztes Jahr.

Foto: Florian Runte

Wittgenstein.  Pokal-Achtelfinale: SG Laasphe/Niederlaasphe empfängt Oberligisten TuS Erndtebrück. Berleburg „am Häslich“ gefordert.

Noch vier Mannschaften aus Wittgenstein kämpfen im Krombacher Kreispokal um die prestigeträchtige Trophäe und sind am heutigen Mittwochabend gefordert. Besonders im Wabachstadion in Bad Laasphe hofft man auf eine faustdicke Überraschung.

SG Laasphe/Niederlaasphe - TuS Erndtebrück (19 Uhr). Wenn ein Oberligist bei einem B-Kreisligisten gastiert, ist die Rollenverteilung recht eindeutig. Und so wundert es auch nicht, dass Marco Schneider, Trainer der SG Laasphe/Niederlaasphe, sich nur bedingt Chancen gegen den TuS Erndtebrück ausrechnet, wenngleich bei der Pulverwald-Elf seit Wochen der Haussegen schief hängt. „Das beeinflusst uns nicht. Wir müssen uns auf uns konzentrieren“, so der Übungsleiter, der vor kurzem seinen Kontrakt am Wabach um ein Jahr verlängert hat.

Mut ziehen die Hausherren besonders aus den letzten Auftritten in der Liga, bei welchen das Offensivduo um Johannes Damm und Papa Yaw Afriyie mächtig Betrieb machte. Beim 8:0-Kantersieg gegen den SV Oberes Banfetal am Wochenende „netzten“ beide Stürmer dabei gleich dreifach. Das soll auch die Marschroute für die geplante Pokalsensation sein: „Entlastung ist das Stichwort. Wir wollen versuchen das Spiel über das Zentrum zuzustellen und dann Nadelstiche zu setzen“, so Schneider, der sich den Aufritt des SV Feudingen, der gegen den TuS in der ersten Runde nur mit 0:1 verlor, als Beispiel nehmen will. „Offensiv können wir ihnen vielleicht sogar noch mehr wehtun als der SV.“

FC Benfe - SV Gosenabch (19 Uhr). Auch der FC Benfe schickt sich in diesem Jahr wieder an im Pokal weit zu kommen. In den vergangenen Jahren waren die Grün-Weißen Mannen aus der Beierbach-Arena ebenfalls schon mal im Viertelfinale. Nun wollen sie gegen den SV Gosenbach vor heimischem Publikum erneut in diese Sphären vorstoßen.

Der heutige Gast der Elf von Trainer Boris Jonjic hingegen ist in der Kreisliga B1 hervorragend unterwegs und steht hinter Aufstiegsfavorit Freudenberg II und der Abgestiegenen SpVg Anzhausen/Flammersbach auf dem dritten Tabellenrang. Davon ist der FCB in dieser Spielzeit weit entfernt. Trotz hervorragender Vorbereitung ist der zehnte Tabellenrang in der B2-Kreisklasse derzeit das Höchste der Gefühle. Ob Torjäger Patrick Stöcker gegen Gosenbach mitwirken kann, steht noch in den Sternen. Beim 6:1-Sieg über Kredenbach fehlte der Stürmer noch.

SG Mudersbach/Brachbach - VfL Bad Berleburg (19.30 Uhr). Ebenfalls in der Favoritenrolle befindet sich der VfL Bad Berleburg. Der Landesligist bekommt es heute im Achtelfinale mit dem Spitzenreiter der Kreisliga A, der SG Mudersbach/Brachbach, zu tun. „Das ist ein guter, bissiger und spielstarker Gegner, der in der Kreisliga nicht ohne Grund an der Spitze steht“, erklärt Kapitän Christian Badura seine Sicht der Dinge und schiebt nach: „Wenn wir die Grundtugenden des Fußballs nicht auf den Platz bekommen, wird es ein schwerer Gang für uns.“

In der Tat ist die Mannschaft des langjährigen Sportfreunde-Siegen-Spielers Timo Schlabach als äußerst gefährlich einzuschätzen, hat sie in der laufenden Saison in elf Spielen immerhin 39 Tore geschossen. Ein Spieler sticht hervor: Kapitän Marcel Farnschländer, den alle nur „Poldi“ rufen, zeigte sich für elf eigene und neun aufgelegte Tore verantwortlich. Auf dem Rasenplatz „am Häslich“ in Brachbach könnte den Zuschauern also ein heißer Fußballtanz geboten werden.

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