TV Laasphe

Selbstverteidigung: Mittel gegen Schläge und Würgegriffe

Wie verteidigt man sich wirksam? Selbstverteidigungsprofi Martin Stett (rechts) macht es vor, Clemens Urban nimmt die Rolle des Angreifers ein

Wie verteidigt man sich wirksam? Selbstverteidigungsprofi Martin Stett (rechts) macht es vor, Clemens Urban nimmt die Rolle des Angreifers ein

Foto: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe.  Martin Stett zeigt auf Einladung des TV Laasphe Abwehrtechniken gegen Schläge und Würgegriffe. Auch Kampfsporterfahrene lernen dazu.

Die Verteidigung gegen Würgegriffe und Schläge bildete den Inhalt eines Selbstverteidigungslehrgangs, zu dem die Karate-Abteilung des TV Laasphe eingeladen hatte. Es war das vierte Mal, dass die Laaspher Karateka einen solchen Lehrgang anboten – und das zweite Mal, dass Martin Stett, Inhaber des 2. Meistergrades im Deutschen Karate Verband (2. Dan) als Lehrgangsleiter vom Bodenseekreis in die Lahnstadt gekommen war. 2016 und 2017 hatte dies Christian Wedewardt getan, Leiter der „Karatepraxis“, für die auch Stett tätig ist.

23 Interessierte – etwa zu gleichen Teilen Mitglieder der Karate-Abteilung sowie Teilnehmer ohne Kampfsport-Erfahrung – absolvierten in der Bad Laaspher Grundschul-Turnhalle ein fünfstündiges Programm. Martin Stett demonstrierte, wie Schläge geblockt und im Zusammenspiel von Fäusten, Ellbogen und Beinen beantwortet werden können; ebenso, wie die Befreiung aus Würgegriffen mit schnellem Gegenangriff gelingen kann. Jeweils zu zweit stellten die Kursabsolventen anschließend die Szenarien nach.

Sowohl die Kampfsport-Unerfahrenen als auch die Karateka lernten dazu – die Karateka deshalb, weil nicht alle verbreiteten Karatetechniken gänzlich deckungsgleich mit Selbstverteidigung sind. Zwar wurzelt Karate in der Selbstverteidigung, doch werden heutzutage nicht mehr alle Karatetechniken im gleichen Maße praktiziert. Viele gängige Trainingspraktiken basieren auf der Vorstellung vom sportlichen Duell zweier fairer Wettkämpfer. Oft spielt dabei auch Ästhetik eine Rolle.

Größtmögliche Wirksamkeit

Doch was in Wettkämpfen oder im Training gut aussieht, muss nicht immer die beste Verteidigung sein. In realen Bedrohungssituationen, die immer auch Stresssituationen sind und in denen jede überflüssige Bewegung verlorene Zeit und Energie ist, kommt es auf größtmögliche Wirksamkeit an: durch Schnelligkeit und Überraschungsmomente. Genau da setzen Martin Stett und seine Kollegen an. „Karate ist alles“, lautet mit Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten des Karate eine Botschaft von „Karatepraxis“.

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