Fußball-Bezirksliga

Sportfreunde Birkelbach: Drei Gewinner in furioser Rückrunde

Inzwischen Stammspieler in Birkelbach: Guido Mehrländer.

Inzwischen Stammspieler in Birkelbach: Guido Mehrländer.

Foto: Florian Runte

Birkelbach.   Arne Löcherbach macht gegen Serkenrode sein letztes Spiel für die Sportfreunde Birkelbach. Warum Kai Jimenez Härtel vorübergebend kürzer tritt.

Der Druck ist raus vor dem letzten Bezirksliga-Saisonspiel am Sonntag gegen die SG Serkenrode/Fretter – und darauf ist Christian Hartmann, scheidender Trainer der Sportfreunde Birkelbach, durchaus stolz. Nach der Vorrunde stand seine Elf bei acht Punkten, jetzt sind es 31.

„Einige Spieler neu zu integrieren war schon eine große Herausforderung“, sagt Hartmann im Rückblick und lobt damit gerade Spieler, die sich einen Stammplatz im Team erkämpft und zum Aufschwung beigetragen haben. Dazu zählen mit Außenverteidiger Guido Mehrländer und Flügelspieler Frederik Engemann auch zwei Sportfreunde-Eigengewächse. Letzterer bestritt mit seinen 19 Jahre in der Rückrunde alle Spiele von Beginn an.

„Der Fred hat sich in der Rückwärtsbewegung und im Stellungsspiel enorm verbessert und vor allem an Zweikampfstärke gewonnen. Er hat jetzt das Selbstvertrauen, in Zweikämpfe zu gehen, die er vor einem Jahr gar nicht erst geführt hätte“, sagt Hartmann und mahnt: „Er muss weiter an sich arbeiten.“

Guido Mehrländer schaffte es erst im April in die Stammelf. „Er wird kein Sprintertyp mehr, der zwanzig Mal im Spiel hinterläuft und Flanken reinbringt, ist aber in Sachen Stellungsspiel, Zweikampfstärke und Dynamik gereift“, freut sich der Trainer für den 23-Jährigen, der in den Jahren zuvor immer „nur“ der Reserve angehörte: „Guido hat sich zum Stammspieler entwickelt, weil er aufmerksam ist und einfach das gemacht hat, was er kann.“

Straßenfußballer im Zentrum

Persönlicher Stolz schwingt bei Hartmann mit, wenn er an die Rückrunde von Mittelfeldspieler Raimund Wolf denkt, den es nun zum FC Ebenau zieht. „Mich haben manche gefragt: ,Was wollt ihr mit dem?’ Aber der Ray ist so ein Straßenfußballer-Typ, der uns im Zentrum richtig geholfen hat. Und es ist irre, wie er manchmal beißen kann.“

Geplant war für den Sonntag eine kleine Feier zum Saisonausklang. Diese fällt jedoch wegen eines Trauerfalls aus. Vorgesehen war eine Verabschiedung von Christian Hartmann in seiner Funktion als Trainer sowie von Kai Jimenez Härtel in der Funktion als Co-Trainer.

Als Spieler stehen beide weiter zur Verfügung – eingeschränkt. „Wenn der neue Trainer mich in Erwägung zieht, würde ich aushelfen. Die Spiele von Ederbergland sind ja meistens Samstags“, sagt Hartmann, der beim FCE Sportlicher Leiter wird: „Jedes Wochenende den kompletten Samstag und Sonntag mit Fußball verbringen, das will ich allerdings nicht.“

Erst Marathonlauf, dann Fußball

Jimenez Härtel hört als Assistent auf, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Außerdem will er Ende September in Berlin seinen zweiten Marathon laufen und bis dahin als Spieler pausieren. „Vor zwei Jahren beim Frankfurt-Marathon habe ich gemerkt, dass sich der Ausdauerlauf mit Fußball ganz schlecht verträgt. Dir fehlt dann einfach die Spritzigkeit, erst recht für die Bezirksliga“, sagt der Schwarzenauer: „Und danach fällst du körperlich erst Mal vier Wochen in ein Loch.“

Sein letztes Spiel für Birkelbach macht Sonntag Arne Löcherbach, der von 2005 bis 2010 und von 2013 bis 2019 für die Sportfreunde-Männer aktiv war. Denkbar wäre, dass die Verabschiedungen im Rahmen der Mannschaftsfahrt nachgeholt werden, die in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt nach Aachen führt.

Zuvor stehen aber noch die 90 Minuten gegen Serkenrode/Fretter auf dem Programm. Beim OE-Vertreter gab es in der Hinrunde ein 1:1. „Sie sind wie wir eine Mannschaft, die eher defensiv und auf Konter spielt, die über die Zweikampfstärke kommt“, weiß Hartmann, der auf Janek Müller, Ole Löcherbach und vielleicht auch Tim Strack verzichten muss: „Wenn wir alles abrufen, sind sie ein machbarer Gegner. Wir wollen den Zuschauern noch mal das bieten, was uns in der Rückrunde stark gemacht hat.“

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