Fußball-Bezirksliga

Sportfreunde Birkelbach: Hartmann geht, Helmes kommt.

Christian Hartmann (l.) baut seine Zelte nach nur einem Jahr in Birkelbach wieder ab und heuert beim FC Ederbergland als Sportlicher Leiter an. Sein Nachfolger beim Wittgensteiner Bezirksligisten ist Uwe Helmes. Der ehemalige Fußballprofi tritt damit seine erste Trainerstation im Altkreis an.

Christian Hartmann (l.) baut seine Zelte nach nur einem Jahr in Birkelbach wieder ab und heuert beim FC Ederbergland als Sportlicher Leiter an. Sein Nachfolger beim Wittgensteiner Bezirksligisten ist Uwe Helmes. Der ehemalige Fußballprofi tritt damit seine erste Trainerstation im Altkreis an.

Foto: Florian Runte

Birkelbach.   Die Sportfreunde Birkelbach präsentieren zur kommenden Saison einen neuen Trainer. Ex-Profi Helmes zeigt sich angetan von Umfeld und Verein

Diese Meldung schlug am gestrigen Nachmittag ein wie eine Bombe. Nachdem die Sportfreunde Birkelbach durch eine starke Rückrunde den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 4 unter Dach und Fach gebracht haben, wechseln sie im Sommer ihren Übungsleiter. Ein Umstand, der durch Hartmann schon vor Wochen kommuniziert wurde.

Der 40-Jährige, der die Sportfreunde in den vergangenen Monaten aus der Krise führte und zum sicheren Klassenerhalt schiffte, wird künftig Sportlicher Leiter des FC Ederbergland. „Wir bedauern sehr, dass Christian nach nur einer Spielzeit diesen Schritt wählte, respektieren jedoch selbstverständlich seinen Wunsch aus dem Tagesgeschäft als Trainer auszusteigen. Wir danken ihm für seine hervorragende Arbeit und wünschen ihm für seine neue Aufgabe alles Gute“, hieß es in einer Pressemitteilung der Sportfreunde.

Erfahrung en masse für Birkelbach

Dementsprechend waren die Birkelbacher schon länger auf Trainersuche und wurden nun in Uwe Helmes fündig. Der 60-jährige Alchener, der in den 80er-Jahren sechs Bundesliga- und über 200 Zweitligaspiele als Profi bestritt, wird also künftig die Geschicke an der Seitenlinie der Wittgensteiner leiten. Zuletzt war Helmes als Trainer des TuS Plettenberg in der Siegerland-Bezirksliga aktiv, hatte seit einem Jahr aber keinen Posten mehr inne. „Ich wollte unbedingt wieder etwas machen und bin an den Wochenenden schon immer ganz ungeduldig durch die Wohnung getigert“, erklärte der künftige SFB-Trainer schmunzelnd und versicherte, dass er sich unheimlich auf seine neue Aufgabe bei den Sportfreunden freuen würde.
„Die Gespräche mit den Verantwortlichen sind super gelaufen und der Verein hat sich wirklich um mich bemüht. Ich hatte als Gegner der Birkelbacher immer unheimlich Respekt und ein wenig Angst, wenn man dort spielen musste. Die Zuschauer und das ganze Dorf sind fußballverrückt. Das wird uns nächstes Jahr helfen. Die Heimstärke muss uns tragen“, so der 60-jährige, der mit den Sportfreunden Siegen und dem TuS Erndtebrück bereits an der Merzweckhalle gastierte.

Erste Eindrücke gewonnen

Seine neue Mannschaft hat Helmes indes auch schon zwei mal beobachtet (In Müschede und gegen Langenholthausen), weiß aber auch was künftig auf ihn zukommt.

Stand jetzt verlassen den Verein einige Leistungsträger und dementsprechend zurückhaltend gibt sich auch der neue Trainer bezüglich der anstehenden Spielzeit. „Natürlich würde uns viel Qualität verloren gehen, aber ich habe mich vorgestern bei der Mannschaft vorgestellt und werde nochmal mit allen Spielern Gespräche führen. Danach sehen wir weiter. Wenn Spieler den Verein verlassen, müssen sie ersetzt werden.“

Für Neuzugänge sei es dabei bei Weitem noch nicht zu spät. „Ich bin jetzt seit 40 Jahren Trainer, es kann noch viel passieren und mich kann eigentlich nichts mehr schocken.“

Operation verschoben

Wie ernst es dem in Freudenberg wohnenden Helmes mit den Sportfreunden ist, verdeutlicht vielleicht diese Anekdote: Eigentlich schied der Alchener beim TuS Plettenberg aus, weil er massive Probleme mit seinem Sprunggelenk hat – eine Operation schien unumgänglich.

Nach einer Spritzen-Kur und dem Treffen mit dem Vorstand der Birkelbacher jedoch entschied sich Helmes die Operation „am liebsten ganz, ganz lange noch zu verzögern“, um sich voll auf das Projekt in Wittgenstein einzulassen. Wer indes Co-Trainer an der Seite von Helmes werden wird, steht noch nicht fest. Gespräche laufen und in den nächsten Wochen wird Klarheit in Birkelbach herrschen.

So bleibt abzuwarten wie die neue Saison für die Sportfreunde verlaufen wird. Mit dem Klassenerhalt und dem neuen Trainer sind die wichtigsten Weichen für die Zukunft allerdings erstmal gestellt.

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