Pass in die Gasse #181

Sportfreunde Birkelbach vor Quadratur des Kreises

Kolumne "Pass in die Gasse" von Heiko Rothenpieler

Kolumne "Pass in die Gasse" von Heiko Rothenpieler

Foto: WP

Nach dem Trainer-GAU um Uwe Helmes erlebt der Bezirksligist stürmische Zeiten. Besonders fehlende Neuzugänge machen den Blau-Gelben zu schaffen.

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Birkelbach und die Bezirksliga, das ist seit über 20 Jahren eine stabile Ehe. Und wie das so ist in Beziehungen, gab es auch hier Berg- und Talfahrten: das jahrelange Mitspielen um den Meistertitel, ebenso der stets emotionale Abstiegskampf.

Ständiger Begleiter war dabei der Ruf des kleinen Dorfes. In der Siegerland-Staffel von Ottfingen und Gerlingen belächelt, im Sauerland von Langscheid bis Hüsten wegen der langen Anreise geächtet. Für das 800-Seelen-Dorf bedeutete das zwanzig Jahre Resistenz, für manch Internen ein Ehrenamt im Vollzeit-Modus. Nachdem das Team mit der inzwischen geradezu genetisch verankerten Leidenschaft für Abstiegskampf die Klasse hielt, steht nun die wohl härteste Reise bevor.

Fanden bereits in der letzten Spielzeit keine Transfercoups statt, blieb auch der Kontakt mit über 50 (!) Spielern in jüngster Vergangenheit ohne Erfolg.

Obendrein der Super-GAU: Neu-Coach Uwe Helmes trat wegen des „personellen Aderlasses“ von seinem Amt zurück, Carsten Roth, bislang Trainer der Reserve, übernahm. Die Schuldfrage stellt sich innerhalb des Vereins nicht, vor allem nicht in persona.

Viele Köpfe haben mit viel Aufwand viel versucht. Für den Fußball in Wittgenstein im Allgemeinen ist die Lage in Birkelbach eine bittere und bedenkliche. Denn der Anspruch, Bezirksliga zu spielen, gilt hierzulande de facto als nicht erstrebenswert oder kann qualitativ nicht geleistet werden. Beides tut nicht nur Birkelbach weh, sondern hält auch der fußballerischen Qualität der Region den Spiegel vor.

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