Fußball-Oberliga

Sportfreunde: Nach Pokal-Blamage zum Glück wieder reisen

Szene aus dem Gütersloh-Spiel in Siegen. Hier versucht Pascal Widdecke (l.) den Vorwärtsdrang von Fuad Dodic zu  bremsen.

Szene aus dem Gütersloh-Spiel in Siegen. Hier versucht Pascal Widdecke (l.) den Vorwärtsdrang von Fuad Dodic zu bremsen.

Foto: Rene Traut

Siegen.  In Internetforen steht Trainer Dominik Dapprich nach der Pokal-Blamage in Eiserfeld in der Kritik. Am Sonntag geht es in der Liga zur TSG Sprockhövel.

In Sachen Forum auf der Internet-Plattform der Siegener Sportfreunde hat sich Trainer Dominik Dapprich ein dickes Fell zugelegt. „Da ist mir zu viel anonymer Aktionismus“, so der Coach, der nach der Pokal-Blamage am Mittwoch in Eiserfeld ins Gerede kam. „Ich lese das gar nicht.“

Interessant dürfte sein, dass sich ein gewisser Gerd Kehrberg gar nicht anonym jetzt eben dort zu Wort meldete – jener Sportdirektor zu NRW-Liga-Zeiten, der praktisch alles auf den Kopf stellte und der seinen Koffer im Oktober 2009 gemeinsam mit dem damals geschassten Trainer Jörg Jung packte. „Kann mich erinnern“, schreibt er, „’ne Pokalniederlage hat schon mal ‘nem Trainer den Job gekostet...“ Damals hatte die Siegener beim noch in der Bezirksliga beheimateten 1. FC Kaan-Marienborn nach Elfmeterschießen das Pokalaus ereilt. „Aber trotzdem war’s schön bei den Sportfreunden“, fügte Kehrberg an. Vor zehn Jahren dürfte er darüber anders gedacht haben.

Nun, Parallelen zur damaligen Zeit erübrigen sich bekanntlich schon aus finanziellen Gründen. Daher ist es vor dem Oberliga-Auftritt am Sonntag bei der TSG Sprockhövel weiterhin an Trainer Dapprich, seinen Jungs nach der Fehlleistung im Helsbachtal ordentlich den Kopf zu waschen. „Das haben wir intern gemacht“, sieht der Coach keinen Grund, hier irgendwas öffentlich verlauten zu lassen. Dass es auch etwas lauter als üblich geworden sei, mochte der Alchener indes nicht verschweigen.

Sehr gute Auswärtsbilanz

Eine Pokalniederlage ist unwiderruflich eine Blamage und bedeutet zudem das Aus. Das lässt sich auch durch einen Auswärtssieg in der Meisterschaft nicht glatt bügeln. „Aber trotzdem wollen wir natürlich in Sprockhövel gewinnen“, gilt es für Dapprich und die Seinen, die recht beeindruckende Auswärtsbilanz mit drei Siegen aus vier Spielen weiter zu pflegen.

Die in der Woche unter leichten muskulären Problemen leidenden Ryo Suzuki und Yannick Wolf dürfte er dafür ebenso zur Verfügung haben wie Kapitän Björn Jost, der sich mit einer Erkältung plagte.

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