Sportfreunde Siegen

Sportfreunde Siegen kanzeln Marburg mit 6:2 ab

Aktivposten im Spiel der Sportfreunde Siegen gegen Marburg: Yannick Wolf.

Aktivposten im Spiel der Sportfreunde Siegen gegen Marburg: Yannick Wolf.

Foto: Lutz Großmann

Vor allem die erste Halbzeit war unterhaltsam. Am Ende nur noch neun Feldspieler.

Siegen. Puh, das war ein Samstag für die jungen Kicker der Siegener Sportfreunde. Am Vormittag eine Trainingseinheit, nachmittags das mit 6:2 (3:0) gewonnene Testspiel gegen den hessischen Verbandsligisten SF/BG Marburg, nach dem Abpfiff ein zusätzliches Fitnessprogramm mit Johannes Sander, anschließend Grillen mit den Fans und zum Ausklang der Mannschaftsabend in einer Siegener Kneipe.

„Das nennt man ein volles Programm“, schmunzelte Trainer Dominik Dapprich, der dann den Tag mit der Verkündung von zwei freien Tagen beschloss, was natürlich freudig aufgenommen wurde. Nun, die Rekonvaleszenten werden sich freuen. Jacob Pistor, der mit gebrochener Rippe pausiert, Björn Jost, den die Sehnenverletzung im Knie plagt, Benedikt Brusch, der im Marburg-Test einen Schlag auf die kurze Rippe erhielt, und Burak Yildiz, der das Training in der vergangenen Woche leicht angeschlagen abbrechen musste, laufen die anderen in Sachen Fitness nicht zu weit weg. „Wir werden sehen, wie schnell sie wieder herankommen an den Stand der anderen“, ist Dapprich klar, dass der eine oder andere Probleme haben wird, was den Saisonstart in der Oberliga angeht.Auf Brusch, Yildiz und Till Hilchenbach, der im Samstag-Test eine Viertelstunde vor Schluss vom Spielfeld schlich, nach einer Massage am Rand aber wohl keine Probleme mehr hatte, wird das nicht zutreffen, auf Pistor und Jost eher schon.

In der Partie gegen die Hessen exerzierte Dominik Dapprich einige taktische Formationen durch. Über ein 4-4-2, zum 3-5-2 kam er letztlich zum 3-5-1, weil in der Schlussviertelstunde mit neun Feldspielern Vorlieb genommen wurde, als Hilchenbach ausgefallen war. Es saßen zwar noch genügend Kicker auf der Bank, aber auch Unterzahlspiel kann ja mal geübt werden. „Das klappte eigentlich alles ganz gut“, fand der Trainer lobende Worte – und hier vor allem für das Offensivspiel der ersten Hälfte, als das Wort „Druck“ immer wieder von der Seitenlinie über den Platz schallte.

Frühes Pressing schon am gegnerischen Strafraum war angesagt, was den Gast schier überforderte. Die Tore von Berkan Koc (3.), Jannik Krämer (10.) und Leandro Fünfsinn (26.) waren die logische Folge der Überlegenheit. Und es hätten auch noch ein paar mehr sein können, denn Möglichkeiten des erstmals in die Startelf aufgerückten Soufiane El-Faouzi, der am Samstag 17 Jahre jung wurde und die Nominierung als Geburtstagsgeschenk werten durfte, Tolga Duran und des starken Yannick Wolf hätten auch eine 6:0-Führung zur Folge haben können.

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste etwas besser zurecht, das schnelle 3:1 durch Sascha Huhn (51.) blieb zunächst einzige Ausbeute, da Marc Steffen Freund (57. und 65.) sowie ein Freistoß von Fuad Dodic (83.), der Keeper Florian Eidam durch die Finger flutschte, für ein komfortables 6:1 sorgten, ehe Tim Thumberger (87.) für den Endstand zuständig war.

Sportfreunde Siegen: Litschel – Krämer, Kaminishi (46. Below), Hilchenbach, Dodic, Busik (46. Brusch), Duran (46. Filipzik), El-Faouzi (46. Peters), Wolf (46. Freund), Koc (46. Yildirim), Fünfsinn (46. Suzuki).

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