Fußball-Kreisliga B

SV Oberes Banfetal zittert bis zur 88. Minute um Liga-Erhalt

Fucking unabsteigbar“: Der SVO-Vorsitzende Tobias Reuter (l.) stößt mit Tony Bentz auf den Liga-Erhalt an. Bentz erzielt in seinem letzten Spiel zwei Tore.

Fucking unabsteigbar“: Der SVO-Vorsitzende Tobias Reuter (l.) stößt mit Tony Bentz auf den Liga-Erhalt an. Bentz erzielt in seinem letzten Spiel zwei Tore.

Foto: Florian Runte

Wittgenstein.   Irres 6:4 des SVO gegen Laasphe/Niederlaasphe. Auch der SV Schameder rettet sich – und ernennt einen Ehrenspielführer. SV Feudingen furios.

In der Fußball-Kreisliga B haben der SV Schameder und der SV Oberes Banfetal am letzten Spieltag den Liga-Erhalt geschafft.

SV Schameder - Sportfreunde Edertal 5:2 (3:1). Bereits am Samstag verhinderte der SVS im letzten Saisonspiel den Abstieg in die Kreisliga C.

Die vorgezogene Partie lockte ein großes Publikum an den Sportplatz bei Schameder. Einen dicken Anteil am Sieg hatte Thomas Ludwig, der in seinem letzten Spiel als Kapitän zu großer Form auflief und, jeweils nach Vorlage von Tim Beuter, drei Tore erzielte – zwei davon zur frühen 2:0-Führung (13., 22.), ehe er nach dem zwischenzeitlichen Edertaler Anschlusstreffer von Steffen Linde (34.) den zwei-Tore-Abstand wieder herstellte (43.). Zwei Treffer von Lucas Menn (73., 78.) bei einem Edertaler Tor von Marcel Bicher (78.) machten den Sieg für die sehr kampfstark agierenden Schamederaner perfekt. Edertal war etwas unter Wert geschlagen und spielte sich viele gute Möglichkeiten heraus, es fehlte aber die Konzentration im Abschluss.

Schameder feierte nach Abpfiff den Klassenerhalt und bejubelte Thomas Ludwig, der zur kommenden Saison nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht und deshalb die Kapitänsbinde abgibt. Dafür ernannte ihn der Verein zum ersten Ehrenspielführer der Clubgeschichte – ein Amt, das man sonst eher mit der Nationalmannschaft in Verbindung bringt. „Er hat das jetzt sicher zehn Jahre gemacht. Deshalb haben wir uns das ausgedacht und er hat sich sehr darüber gefreut“, sagt der SVS-Vorsitzende Hanjörg Dreisbach: „Heute war es auch eine stabile Leistung von ihm.“

Neben Ludwig treten in Schameder übrigens auch Lukas Brachmann, künftig Trainer der A-Jugend bei der JSG Aue/Birkelbach, sowie Torwart Frederic Radenbach kürzer. Ali Naser hört ganz auf. Dafür kommen Steven Lichy und Torwart Steven Kupietz (wir berichteten).

SV Oberes Banfetal - SG Laasphe/Niederlaasphe 6:4 (3:1). Das Endresultat klingt deutlich, doch zwischen der 58. und 71. sowie zwischen der 85. und 88. Minute war der SVO nur ein Gegentor vom Sturz in die Abstiegsrelegation entfernt. Weil Dielfen völlig überraschend in Krombach gewann, hätte eine Niederlage sogar den direkten Abstieg des SVO bedeutet. „So viel zu den Pferden vor der Apotheke“, pustete Trainer Marco Schiavone im Anschluss mächtig durch. Er hatte als einer von ganz wenigen einen direkten Draht nach Krombach. Dem Gros der Zuschauer war nicht bekannt, wie sehr ihr Team gefährdet war.

Beim Derbysieg spielte dem SVO eine frühe Rote Karte wegen einer vermeintlichen Notbremse gegen Laasphe/Niederlaasphes Fabrizio Paura (14.) massiv in die Karten – nach Ansicht beider Parteien übrigens eine Fehlentscheidung.

Yannik Reichpietsch brachte die „Orangenen“ zwar in Führung (29.), doch dann stellte der SVO binnen elf Minuten auf 3:1 – erst traf Gian Schiavone (34.), dann Tony Bentz (71., 88.), der in seinem letzten Spiel noch einmal richtig aufdrehte. Er wurde gemeinsam mit Alexander Einloft und Schiedsrichter Andreas Angenendt verabschiedet. Laasphe/Niederlaasphe kämpfte aufopferungsvoll und rannte nicht nur dem Rückstand hinterher, sondern auch in Konter, bei denen Schiavone (71., 88.) und Maximilian Weber (75.) für den SVO trafen. Für die SG verkürzten Robin Dünhaupt (58.) und – jeweils mit Elfmetern – Reichpietsch (76.) und Jannik Achenbach (85.). „Die Nervosität war heute groß bei uns“, sagte Schiavone: „Ich bin heilfroh, dass wir das hinter uns haben. Das war eine nervlich anstrengende Saison.“

SV Feudingen - VfB Banfe 6:2 (3:1). Zum ersten Mal seit vielen Jahren gab es wieder einen Feudinger Heimsieg im Derby gegen Banfe. Nils

Althaus (16., 39., 47.), Sam Müller (37.), Benjamin Pfeiffer (52.) und Jörg Althaus (75., Freistoß), der kommende Saison kürzer tritt, schenkten dem VfB ein halbes Dutzend ein. Kevin Hilz (42.) und Moritz Wege (85.) verkürzten für Banfe. „Feudingen war viel galliger, viel frischer, besser. Die haben ein richtig gutes Spiel gemacht, bei uns war die Luft raus“, sagte VfB-Trainer René Röthig, der sein Karriereende als aktiver Fußballer erklärte: „Meine Frau glaubt noch nicht so richtig dran, aber ich habe es schweren Herzens so entschieden. Ich bin 40 geworden, habe immer wieder muskuläre Probleme und habe das mit der Familie so beschlossen. Es ist gut, es ist der richtige Zeitpunkt.“

FC Benfe - TSV Weißtal II 4:2 (1:1). Die Tore des FCB erzielten Dennis Althaus (45.), Markus Gahler (57.), Jonathan Six (66.) und Max Tille (80.). FCB-Trainer Boris Jonjic: „Wir waren sehr effektiv. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft.“

FC Kreuztal - TuS Diedenshausen 7:0 (5:0). Der TuS stand Spalier für den neuen Meister und lag bereits nach 40 Minuten mit 0:5 hinten. „Wir hatten heute allerdings auch Chancen für sechs Tore“, sah Diedenshausens Marc Gaß seine Farben unter Wert geschlagen.

Sportfreunde Birkelbach II - Grün-Weiß Eschenbach 3:3 (1:1). „Es war ein Spiel mit sehr hohem Tempo. Spielerisch waren wir etwas stärker, aber Eschenbach hat alles gegeben“, berichtete Birkelbachs Coach Carsten Roth, der drei Mal verletzungsbedingt wechseln musste. Carsten Afflerbach mit zwei Toren (8., 77.) und Arne Löcherbach (62.) in seinem wohl letzten Spiel trafen für Birkelbach II. Der eingewechselte Marvin Weber (43., 54., 80.) rettete Eschenbach ein Remis und damit die Relegation.

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