Tennis

TCW Bad Berleburg: „Wir sind auf einem tollen Weg“

Daniela Marburger startet am Sonntag mit den Damen des TCW Bad Berleburgin die Saison. Als Jugendtrainerin haucht sie dem Verein neues Leben ein.

Daniela Marburger startet am Sonntag mit den Damen des TCW Bad Berleburgin die Saison. Als Jugendtrainerin haucht sie dem Verein neues Leben ein.

Foto: Florian Runte

Wittgenstein.   Tennis in Wittgenstein ist im Aufschwung – vor allem beim TCW Bad Berleburg. Auch Erndtebrück und Bad Laasphe guter Dinge vor dem Saisonstart.

Nach dem Abflauen des Tennisbooms der 80er Jahre durch Steffi Graf und Boris Becker gingen die Zahlen der Vereinsmitglieder im Tennis stetig zurück – auch in Wittgenstein. Hier entwickelt sich endlich wieder eine erfreuliche Bilanz der Mitgliederzahlen und Teams im Spielbetrieb.

Der TCW Bad Berleburg kann sich zur neuen Saison, die an diesem Wochenende startet, über einen starken Zuwachs von Jugendspielern freuen. Gerade in diesem Bereich betreibt der Tennis Club Wittgenstein seit einigen Jahren Akquise. So gibt es beispielsweise immer wieder Besuche in den Grundschulen oder geleitetes Probetraining für die Kinder und Jugendlichen. Auch die neue Tennisschule mit ihrem Trainer Hristian Stanimirov soll bald in Bad Berleburg mit in das Training der Jugendlichen involviert werden, um den Verein und seine Trainer zu unterstützen.

Schon seit April sind die Plätze der Tennisanlage aufgefrischt und vorbereitet für die neue Saison. Diese startet am kommenden Wochenende mit den ersten Mannschaftsspielen. „Wir hatten lange nicht mehr so viele Mannschaften“, freut sich André Braun, Vorsitzender des TCW Bad Berleburg.

Es werden ganze sieben Mannschaften teilnehmen, darunter jeweils eine offene Damen- und Herrenmannschaft, eine Damenmannschaft 40+, eine Herren-Seniorenmannschaft 55+, sowie die Kindermannschaften: Junioren U12, Juniorinnen U15 und die gemischte Mannschaft U10.

„Das Interesse am Tennis ist spürbar gestiegen“, erklärt André Braun und blickt somit voller Hoffnung auf eine neue Saison mit vielen neuen Gesichtern. „Vielleicht hat es auch was damit zu tun, dass wir in Deutschland mit Angelique Kerber und Alexander Zverev wieder echte Stars haben. Das könnte ein Grund sein, aber genau benennen können wir es nicht“, sagt Braun – mit einer Ausnahme: „Dass wir mit Daniela Marburger jetzt jemanden haben, der das Training in Bad Berleburg in die Hand genommen hat, hilft uns natürlich sehr weiter.“

Es steht und fällt mit den Trainern

Was in Bad Berleburg gilt, ist auch für Bad Laasphe richtig, wo Jörg Hochdörffer und seine Frau Sabine das Training leiten. Mit elf Mannschaften hat der TC Rot-Weiß sogar noch ein Team mehr gemeldet als vor einem Jahr – hinzugekommen ist ein Herrenteam um Kai Winterhoff, das sowohl aus der Jugend (Moritz Willingshofer) als auch aus den Senioren aufgefüllt wird. „Am Samstag haben wir vier Spiele auf vier Plätzen, das wird oft so sein. So haben wir immer viel Leben auf der Anlage“, freut sich Hochdörffer.

Als Bezirksvorsitzender weiß er: „Die Zahl der Mannschaftsmeldungen in Südwestfalen ist fast unverändert.“ Dass es abweichend in Wittgenstein stark bergauf geht, wundert ihn nicht. Hochdörffer: „Wenn du gute Trainer hast, geht es voran. Wenn sie wegbrechen, können die Lichter auch wieder ausgehen. Das ist in jedem Sport so.“

Neue Gesichter beim TC Erndtebrück

Die leistungsstärksten Tennismannschaften stellt in der kommenden Saison erneut der TC Gottfried von Cramm Erndtebrück. In eine Schmalspur-Saison in der Südwestfalenliga starten am Sonntagmorgen die Herren. Ab 10 Uhr geht es gegen den TC Brilon los, mit einem Sieg soll der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt werden. Danach folgen nur drei weitere Spiele, denn nach dem vermehrten Abstieg im Vorjahr gab es auch einige Rückzüge (Wechsel in die Herren 30).

Das Team stellen unverändert Ole, Arne und Jens Löcherbach sowie Julius Lefarth. Neu im Team sind Hristian Stanimirov, der Viktor Hoch als Nummer zwei ablöst, sowie Alexander Pawel (bisher TV Hilchenbach).

Die Erndtebrücker Damen spielen in der Bezirksliga und haben ebenfalls eine „Neue“. Kathleen Hofius kommt aus dem aufgelösten Team des TC Buschhütten und ist die neue Nummer zwei hinter Vanessa Weber. Ina Conrad-Sure, Nicole Birkelbach, Nawina Saßmannshausen und Josefine Busch rücken jeweils eine Position nach hinten. „Wir sind froh über die Verstärkung“, sagt Weber: „Wir wollen die Klasse halten. Wenn wir oben mitspielen können, freuen wir uns.“

Großes Seniorentennis beim TC Rot-Weiß Bad Laasphe

Höherklassiges Seniorentennis gibt es beim TC Laasphe zu sehen. Die Herren 70 spielen in der höchsten Spielklasse (Westfalenliga), die Herren 40 und 55 jeweils in der Südwestfalenliga – die „55er“ können sich auf ein Derby gegen den TCW Bad Berleburg freuen, der ebenfalls in diese Klasse aufgestiegen ist.

Wenige Mannschaftsmeldungen gibt es im Kinderbereich. „Da haben viele Vereine nicht den Mut oder die Möglichkeit“, weiß der Bezirksvorsitzende Jörg Hochdörffer. Dies haben eine Analyse und Gespräche mit Vereinen offenbart. Hochdörffer: „Bei den Kindern wird ja nicht einfach nur Tennis gespielt, sondern es ist jeweils auch ein Motorikwettkampf integriert. Das sorgt bei der Ausrichtung von Spielen für einen erhöhten Aufwand.“

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