Fußball-Kreisliga B

TuS Diedenshausen hat Klarheit auf der Trainerposition

Björn Kleinwächter (r.) klatscht bei seinem Zwei-Spiele-Engagement im vergangenen Herbst nach dem Sieg in Schameder mit Tim Kuhn ab.

Björn Kleinwächter (r.) klatscht bei seinem Zwei-Spiele-Engagement im vergangenen Herbst nach dem Sieg in Schameder mit Tim Kuhn ab.

Foto: Peter Kehrle

Diedenshausen.   Der TuS Diedenshausen hat den Nachfolger von Mirko Knichalla gefunden. Der „Neue“ kennt das Team aus dem Effeff. Sonst gibt es kaum Fluktuation.

Könnte man auf Trainerwechsel in der Fußball-Kreisliga wetten, wäre diese Personalie kein Quotenhit gewesen. Auf einen Wiedereinstieg von Björn Kleinwächter als Trainer beim TuS Diedenshausen zu spekulieren, war naheliegend – und so kommt es nun auch. Drei Jahre nach seinem Abschied im Sommer 2016 kehrt der 36-Jährige als Nachfolger seines eigenen Nachfolgers, Mirko Knichalla, zurück. Dies gab am Montag Marc Gaß, Vorsitzender des B-Kreisligisten, auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt.

„Der Name Björn Kleinwächter war unsere erste Option. Er hat sich eine kurze Bedenkzeit wegen seiner Familie erbeten, aber wir waren uns zügig einig“, verrät Gaß, der in der ersten, neunjährigen Ära von Kleinwächter durchgängig als Spieler dabei war. Ob Kleinwächter nun wieder langfristig übernimmt, wird sich zeigen müssen, denn der TuS hat mit seinen Trainern in der Vergangenheit stets „nur“ für ein Jahr geplant.

Da es in den vergangenen drei Jahren kaum Fluktuation in der Saale gab, kennt Björn Kleinwächter die Mannschaft aus dem Effeff. Die meisten haben bereits unter ihm gespielt. „Einige aber auch nicht“, verweist Gaß auf die aus der A-Jugend bzw. als Quereinsteiger hinzugekommenen Felix Kuhn, Elias Homrighausen und Jens Biegler, der vor zwei Jahren beim Freizeitturnier des Vereins auf den Geschmack kam.

„Dauerkarte“ und Urlaubsvertretung

Doch auch bei diesen Spielern ist Björn Kleinwächter über Stärken und Defizite im Bilde. Nicht nur, weil er im vergangenen Herbst für zwei Spiele als Urlaubsvertretung von Mirko Knichalla einsprang. „Er hat nahezu alle Heimspiele gesehen. Bei den meisten Spielen, die er nicht gesehen hat, stand er im Vereinsheim hinter der Theke.“

Auf den „Neuen“ wartet eine knifflige Aufgabe. „Wir leiten einen Umbruch ein und versuchen, jetzt damit anzufangen. Mal sehen, ob es funktioniert“, sagt Marc Gaß. „Das wird sich aber über einige Jahre ziehen. Es kommt in den kommenden Jahren nie ein Riesenschwung aus der A-Jugend raus.“ Genauer: Nach jeder Saison sind es zwischen zwei und vier Spielern.

Diese neue Generation aufzubauen und gleichzeitig in der Kreisliga B auf Kurs zu bleiben, dürfte eine Herausforderung werden. Auch, weil der Kader für die kommende Saison sehr dünn besetzt sein wird.

Keine externen Neuzugänge

Neuzugänge gibt es nämlich bislang keine. Dafür mit Tim Kuhn (künftig VfL Bad Berleburg) aber einen leistungsstarken Abgang sowie mit Ralf Bender einen Spieler, der verletzungsbedingt wohl die komplette Runde fehlt – es darf also nicht viel passieren. Wie sehr schon wenige Ausfälle schmerzen, zeigte die Hinrunde der abgelaufenen Saison.

Ein Vorteil für Kleinwächter ist, dass er nicht erst um Autorität wird kämpfen müssen. Seine bisherige Bilanz mit zwei Aufstiegen und einem – durch die Liga-Reform 2012 bedingten – Abstieg sowie mit 140 Siegen in 252 Spielen spricht für sich. Entsprechend groß ist der Vertrauensvorschuss, wie auch der Vorsitzende betont: „Björn kommt aus dem Dorf, lebt den Verein und hat seine Qualitäten als Trainer. Er hat gute Ideen ist voll motiviert.“

Keine Auswirkungen hat die Übernahme der ersten Mannschaft auf die Jugend, denn Kleinwächter wird weiter „seine“ E-Jugend betreuen. Johannes Hollenstein bleibt Trainer des anderen E-Jugend-Teams bei der JSG Ebenau/Diedenshausen.

Wichtig für den Verein ist übrigens, dass auch die zweite Mannschaft weiter an den Start geht. Zur Mannschaft in der Kreisliga D, die von Benjamin Aderhold trainiert wird, stoßen zur neuen Saison sogar drei neue Spieler hinzu.

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