Fußball-Oberliga

TuS Erndtebrück nach 0:3 bei Westfalia Rhynern Schlusslicht

Unzufrieden mit dem Offensivspiel: Alfonso Rubio Doblas, Trainer des TuS Erndtebrück.

Unzufrieden mit dem Offensivspiel: Alfonso Rubio Doblas, Trainer des TuS Erndtebrück.

Foto: Florian Runte

Hamm.  Der TuS Erndtebrück hat beim 0:3 bei Westfalia Rhynern nur eine Torchance. Der Trainer wechselt auf fünf Positionen um, darunter auch den Torwart

Der TuS Erndtebrück hat in der Fußball-Oberliga einen klassischen Fehlstart hingelegt: Nach dem 3:5 beim Start gegen Ennepetal folgte am Sonntag ein 0:3 (0:0) bei Westfalia Rhynern. Damit stehen die Wittgensteiner nach zwei Spieltagen als einziges punktloses Team auf dem letzten Platz.

Gegenüber dem Ennepetal-Spiel gab es einige personelle Wechsel. Das Tor hütete diesmal nicht der zuletzt glücklose Niklas Knopf, sondern Alex Taach. Der Lennestädter machte seine Sache ordentlich, wahrte in der ersten Halbzeit mit drei Paraden die Chancen seines Teams auf einen Punktgewinn – erst bei einem Freistoß von Jan Kleine (31.), dann bei einem Kopfball von Patrick Polk (32.) und später gegen den früheren Bundesliga-Profi Salvatore Gambino.

Lob für Alex Taach

„Alex hat seinen Mann gestanden, hat seine Sache gut gemacht“, stellte TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas fest, der außerdem Maximilian Schneider, Mehdi Reichert, Murat-Kaan Yazar und Besmir Rada ins Team beorderte. Haluk Arslan, Burak Yildiz und Erlon Sallauka fehlten verletzt, Sosuke Fukuchi rückte auf die Bank.

Wie von Trainer Alfonso Rubio Doblas gefordert leistete sich der TuS diesmal keine Flut an individuellen Fehlern, doch dafür gelang im Spiel nach vorne kaum etwas. „Wir haben im ganzen Spiel nur eine echte Torchance gehabt“, stellte der Siegener beim Blick auf seinen Notizzettel fest: „Wir haben zwar viele Bälle erobert, sie aber nicht gut festgemacht und sie durch Fehlpässe und falsche Entscheidungen zu schnell wieder verloren. So kann man natürlich kein Spiel gewinnen.“

Die angesprochene Erndtebrücker Torchance hatte Taira Tomita, der von der Außenverteidigung auf die offensive Außenposition vorrückte und in der 33. Minute von Mehdi Reichert stark in Szene gesetzt wurde. „Das war acht Meter vor dem Tor, aber er hat gefühlt auch acht Meter drüber geschossen“, berichtet Rubio Doblas: „Da muss er mehr draus werden.“

An sich war der Trainer mit der ersten Halbzeit nicht unzufrieden, denn seine Mannschaft setzte die angeordnete defensive Grundordnung gut um, ließ Rhynern nur mit Standards gefährlich werden.

Drei Gegentore binnen 18 Minuten

In der zweiten Halbzeit erhöhte Rhynern den Druck jedoch immer weiter, gestattete Erndtebrück kaum noch Entlastung. So fiel das 1:0 für die Westfalia folgerichtig. Lennard Kleine staubte mit dem Rücken zum Tor mit der Hacke ab, nachdem Alex Taach gegen Leon Müsse pariert hatte – zuvor hatte sich Rhynern mit einem doppelten Doppelpass nach vorne kombiniert (64.).

Einen schönen Angriff über außen vollendete Jan Kleine mit einem Flachschuss zum 2:0 ins lange Eck (78.), drei Minuten später wurde Erndtebrück nach einem Ballverlust im Mittelfeld ausgekontert. Yasin Acar erhöhte per Heber auf 3:0 – das war es dann auch, weil der TuS nach vorne überhaupt keine Gefahr entwickelte. Rubio Doblas: „Wir hatten zwar gute Umschaltmomente, haben es aber schlecht ausgespielt.“

Aufstellung Erndtebrück: Taach – Schneider (77. Renner), Engelke, Brato, Yamazaki – Tomita, Reichert, Yazar (68. Wüst), Rada (48. Fukuchi) – Attiee (76. Jäger), Ruzgis.

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