DHB-Pokal

TuS Ferndorf erreicht mit 36:28-Sieg das Turnierfinale

Ganz starke Partie in Saarlouis gegen die SG Nußloch: Andreas Bornemann erzielte acht Tore beim 36:28-Sieg.

Ganz starke Partie in Saarlouis gegen die SG Nußloch: Andreas Bornemann erzielte acht Tore beim 36:28-Sieg.

Foto: Julian Kaiser

Julius Lindskog Andersson und Andreas Bornemann ragen in Saarlouis im Halbfinale gegen Drittligist SG Nußloch mit insgesamt 19 Toren heraus.

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Saarlouis. Die gebuchten Hotelzimmer können von den Zweitliga-Handballern des TuS Ferndorf belegt werden! Die Nordsiegerländer setzten sich im ersten Pflichtspiel der Saison 2019/2020 am frühen Samstagabend im Halbfinale des Vierer-Pokalturniers in Saarlouis gegen den Drittligisten SG Nußloch mit 36:28 (17:15) durch und bleiben deshalb eine Nacht im Saarland, weil es am Sonntag um 17 Uhr im Finale gegen den Sieger des zweiten Spiels zwischen Gastgeber HG Saarlouis und dem Bundesliga-Topteam Rhein-Neckar Löwen um den Einzug ins Achtelfinale geht.

Ferndorf trat ohne Lucas Puhl, Lucas Schneider, Thomas Rink, Moritz Barwitzki, Linus Michel und kurzfristig auch Magnus Neitsch an, so dass kein gelernter Linksaußen im Kader stand. Und der Favorit tat sich auch lange schwer gegen den kampfstarken Drittligisten, der in der Stadtgartenhalle auch den besseren Start erwischte, gegen schläfrige Ferndorfer sogar mit 6:3 und 7:4 wegzog, weil sieben Angriffe in sieben Tore umgemünzt wurden. Auf der Gegenseite waren es Julius Lindskog Andersson (an seiner ehemaligen Wirkungsstätte) und Andreas Bornemann, durch deren Tore Ferndorf wieder aufschloss (7:7, 9:9). Nußloch hielt aber zunächst weiter dagegen, doch sollte das 13:12 (22.) durch Kevin Bitz die letzte SG-Führung in diesem Spiel sein.

Es lief jetzt besser in allen Belangen besser für den TuS, angefangen bei Torwart Tim Hottgenroth, der für den nichts haltenden Marin Durica zwischen die Pfosten rückte und zu einem starken Rückhalt avancieren sollte. Der für Jonas Faulenbach eingewechselte Patrick Weber brachte sein Team beim 14:13 nach 24 Minuten zum ersten Mal in Führung, und nach einem tollen Kempa-Tor von Weber nach Pass von Rechtsaußen Tim Rüdiger stand zur Pause ein 17:15-Vorsprung.

Direkt nach Wiederbeginn legte der mit einer erstaunlichen Trefferquote überzeugende Andreas Bornemann zum 18:15 nach. Von einer Vorentscheidung konnte aber noch keine Rede sein, antwortete Nußloch zum 18:18 und blieb insbesondere dank der Hochgeschwindigkeitsschlagwürfe von Ex-Nationalspieler Christian Zeitz bis zum 23:25 (43.) dran. Branimir Koloper, der Mattis Michel am Kreis wie schon in den Testspielen phasenweise vertrat, traf zum 26:23, und als mit Julius Lindskog Andersson und Andreas Bornemann die stärksten TuS-Spieler auf 28:23 erhöhten, Tim Hottgenroth zudem zwei starke Paraden zeigte, war die Sache nach knapp 50 Minuten für Ferndorf entscheiden, der Rest Formsache gegen einen enorm abbauenden Gegner, der mit seinen vielen technischen Fehlern dem konzentriert zu Ende spielenden TuS so einen klaren und in der Höhe verdienten Sieg ermöglichte.

TuS Ferndorf: Durica, Hottgenroth - Faulenbach (1), Basic (2), M. Michel (4), Wicklein (1), J. Schneider (2), Bornemann (8), Rüdiger (2), Lindskog Andersson (11/4), Koloper (1), Müller, Weber (4).

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