Handball-Oberliga

TuS Ferndorf II chancenlos gegen Spenge

| Lesedauer: 3 Minuten
Spenges Oliver Tesch trifft Michel Sorg mit dem Ellenbogen im Gesicht. Der TuS-Spielmacher muss benommen auf die Bank.

Spenges Oliver Tesch trifft Michel Sorg mit dem Ellenbogen im Gesicht. Der TuS-Spielmacher muss benommen auf die Bank.

Foto: Reinhold Becher

Kreuztal.   Der Tabellenzweite war bei seinem 32:23-Sieg in der Stählerwiese eine Nummer zu groß für die Ferndorfer Youngster. Der RSVE Siegen enttäuschte im Lenne-Sieg-Derby.

Mit einer Niederlage hat sich der TuS Ferndorf II ins neue Jahr verabschiedet.

Oberliga: TuS Ferndorf II - TuS Spenge 23:32 (11:13). Dieser Gegner war eine Nummer zu groß für die Ferndorfer Grünschnäbel! Trainer Michael Feldmann nahm die erste Niederlage nach zwei Siegen aber nicht allzu tragisch: „Die Jungs dürfen sich auch mal solch einen Tag erlauben. Mit Spenge dürfen wir uns nicht messen.“ Die Partie gegen den auswärts ungeschlagenen Tabellenzweiten begann für Ferndorf perfekt, legten Jan Niklas Klein und Mattis Michel ein 2:0 vor. Neun Minuten später stand es aber 2:7 (14.), hatte Spenge einen ersten Vorgeschmack seiner technischen Qualität abgeliefert.

Mattis Michel beendete die 14-minütige Ferndorfer Torflaute zum 3:7, und mit hohem Einsatz in der Deckung und jugendlicher Leidenschaft arbeitete sich der Außenseiter bis auf 10:12 (27.) bzw. 11:13 (30.) heran. Michael Feldmann hatte sich inzwischen für einen siebten Feldspieler entschieden und zog diese riskante Taktik in der zweiten Halbzeit durch, weil: „Ohne diesen zusätzlichen Spieler hätten wir die von uns angestrebte 20-Tore-Marke nicht erreicht und wären untergegangen.“ In der Statistik standen in den zweiten 30 Minuten aber auch acht (!) Spenger Treffer ins verwaiste TuS-Tor nach Spenger Ballgewinn oder einem der sich häufenden Ferndorfer Angriffsfehler. So erwischten die Toregaranten Michel und Leon Sorg, beide nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, einen schwachen Abend, kam auch Erik Irle auf der rechten Halbposition bei seinem Comeback nach Verletzungspause nicht über einen Treffer hinaus.

So ging es für Ferndorf schnell dahin, fuhren handlungsschnelle Ostwestfalen von 16:14 (37.), über 21:15 (45.) und 31:21 (58.) einen deutlichen und verdienten Sieg ein. Ein Ziel hatte Michael Feldmann damit erreicht: „Wir wollten mit weniger als zehn Toren gegen verlieren...“

TuS: Thies, Gudmundsson - L. Michel (3/1), Klein (3), Schmidt (1), Siegle, M. Sorg (1/1), Irle (1), M. Michel (10/6), L. Sorg, Haupt, Paul (4).

Verbandsliga: SG Schalksmühle-Halver II - RSVE Siegen 29:25 (12:9). Nach dem Heimsieg und der guten Leistung zuletzt gegen die Reserve von Eintracht Hagen hatten die Verantwortlichen in Eiserfeld wieder mit stabileren Leistungen geliebäugelt.

Dieses Vorhaben aber wurde nur eine Woche später im Derby bei der SG Schalksmühle-Halver II durchkreuzt. Beobachter attestieren dem RSVE eine phlegmatische Vorstellung in der Halveraner Halle, in die nach dem Wasserschaden in Schalksmühle umgezogen werden musste. Vor allem der Rückraum der Siegener muss als Enttäuschung betrachtet werden. Die Trefferquote der Tim Kolb (1), Frieder (2) und Johannes Krause (1) spricht Bände.

Einziger Lichtblick in Blau und Gelb: Die Phase nach der Pause, als zwischen der 32. und 37. Minute aus dem 9:12-Rückstand durch drei Treffer von Kai Ronge und einem Krause-Tor eine 13:12-Führung wurde. Ein kurzes Aufflackern indes nur, denn im Handumdrehen drehten die Gastgeber, bei denen in der nächsten Saison Ex-Nationalspieler Mark Dragunski das Trainer-Amt von Dirk Pfaffenbach übernimmt, den Spieß wieder um. Über 15:13 (40.) kam die SGSH zum 24:19 (51.) - die Partie war gelaufen.

RSVE: Michel, Broszinski; Sijaric (3), Kolb (1), J. Krause (1), Weigelt (3/2), Jovanovic (1), F. Krause (2), Grujicic (9/3), Ronge (3).

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