2. Handball-Bundesliga

TuS Ferndorf stürmt die Spitze

Ferndorfs Thomas Rink hat hier den Hamburger Jan Frostbauer fest im Griff. Der TuS nahm die hohe Hürde an der Waterkant mit 26:22 und grüßt von der Tabellenspitze.

Ferndorfs Thomas Rink hat hier den Hamburger Jan Frostbauer fest im Griff. Der TuS nahm die hohe Hürde an der Waterkant mit 26:22 und grüßt von der Tabellenspitze.

Foto: TayDucLam

Hamburg.  Nach drei Spielen hat der TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga mit dem 26:22-Sieg in Hamburg die Tabellenspitze übernommen.

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Auch in der Hansestadt ist der TuS Ferndorf nicht zu schlagen und sichert sich mit einem 26:22 (10:9)-Sieg die Punkte vier und fünf der noch jungen Saison. Und nicht nur das: Bis zum nächsten Wochenende dürfen sich die Ferndorfer auch Tabellenführer der besten zweiten Liga der Welt nennen. Der Grundstein dafür war erneut eine starke Abwehrleistung um den wieder glänzend aufgelegten Torhüter Lucas Puhl, der mit einem Dutzend Paraden dem HSV den Zahn zog. „Ohne die gute Deckung würde ich sicher nicht mit so einer Anzahl an Paraden da stehen“, so Puhl bescheiden.

Julian Schneider wieder dabei

Mit Moritz Barwitzki, der sich von seiner Verletzung an der Nase erholt hat, und Julian Schneider kehrten zwei angeschlagene Spieler zurück. Schneider verletzte sich vor zwei Wochen am Sprunggelenk und verpasste die ersten beiden Partien „Das war sehr wichtig, dass Julian wieder dabei war, da sich Jonas Müller Freitag verletzt hat. Genaueres wissen wir aber noch nicht“, so Trainer Michael Lerscht.

Die erste Halbzeit begann aus der Sicht der Gäste gut. Jonas Faulenbach und Lukas Zerbe besorgten schnell eine 2:0-Führung. Die Hamburger hatten gerade zu Spielbeginn keine Antwort auf die starke Ferndorfer Deckung. Es dauerte acht Minuten, ehe der ehemalige kroatische Nationalspieler Blazenko Lackovic den ersten Treffer für die Hamburger erzielte. Zugleich eine Premiere, denn es war das erste Heimtor der Hamburger überhaupt in der Zweiten Liga. Doch auch danach hatte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen enorme Probleme, gegen die Gäste-Abwehr zum Erfolg zu kommen, wodurch der TuS die Führung auf 5:2 ausbaute (12.). Doch Mitte der ersten Halbzeit kam der HSV langsam ran und erzielte in der 20. Minute den 6:6-Ausgleich. „In dieser Phase war im Angriff etwas der Wurm drin, aber wir haben uns schnell wieder gefangen“, erklärte Lerscht. „Wir haben uns nicht verunsichern lassen und weiter als Team funktioniert. Ich denke, dass war am Ende der ausschlaggebende Punkt“, pflichtete Puhl seinem Trainer bei. Die Ferndorfer gingen mit einer knappen 10:9-Führung in die Halbzeitpause.

Kritische Phase gut überstanden

Die zweite Hälfte begann ganz anders als die erste, blieb Ferndorf doch die ersten acht Minuten nach der Pause ohne eigenen Treffer. Doch auch, als Dominik Axmann mit dem 11:10 die Hausherren das erste Mal in Führung brachte und die Partie zu kippen drohte, bewahrte der TuS Ferndorf die Ruhe. In dieser Phase taten sich vor allem Lucas Puhl und Jonas Faulenbach hervor. Puhl hielt Ferndorf mit teils unglaublichen Paraden im Spiel und vorne übernahm nun Faulenbach immer mehr die Verantwortung. Zusammen mit Marijan Basic machte er aus dem 10:11 eine 13:11-Führung. „Jonas Faulenbach hat in wichtigen Momenten wichtige Treffer erzielt“, so Lerscht. Und als Jan Wörner mit dem Treffer zum 17:13 für den TuS das erste Vier-Tore-Polster herauswarf, waren die 100 mitgereisten TuS-Anhänger nicht mehr zu bremsen: „Hier regiert der TuS“ und „Ferndorf, Ferndorf“ Gesänge waren aus deren Block zu vernehmen.

Die Hamburger Schlussoffensive machte das Spiel nochmal spannend: Lukas Ossenkopp und Blazenko Lackovic brachten den HSV Hamburg beim Stand von 21:22 nochmal heran (56.), doch das Tor von Jan Wörner zum 23:21, ein gehaltener Siebenmeter von Lucas Puhl gegen Dominik Axmann und der Treffer zum 24:21 durch Jonas Faulenbach, mit acht Toren bester Ferndorfer Schütze, sorgten für die endgültige Entscheidung.

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