2. Handball-Bundesliga

TuS Ferndorf verdient sich Punkt gegen Hamm

Jubel auf der Ferndorfer Bank – das 24:24 gegen den ASV Hamm-Westfalen darf als Erfolg gewertet werden.

Jubel auf der Ferndorfer Bank – das 24:24 gegen den ASV Hamm-Westfalen darf als Erfolg gewertet werden.

Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.  Beim 24:24 zeigt der TuS Ferndorf eine verbesserte Leistung, darf bei einer 18:14-Führung sogar vom Sieg träumen. Andreas Bornemann ragt heraus.

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Hallensprecher Kai Brückmann hatte vor dem Spiel die Devise „Wir stoßen den Bock um“ ausgerufen“ – und der TuS Ferndorf hat die zum Teil umgesetzt! Gegen Spitzenteam ASV Hamm-Westfalen fuhr die Mannschaft von Michael Lerscht beim 24:24 (11:11)-Erfolg den ersten Punkt nach zuvor vier Niederlagen ein und verhinderte so den drohenden Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Starker Lucas Puhl

Ferndorf kam gut rein. Ein Patrick Weber-Kracher, ein Siebenmeter von Julius Lindskog Andersson, ein Treffer des agilen Andreas Bornemann und eine Parade von Lucas Puhl sorgten für die 3:1-Führung (7.). In der Folge behauptete der TuS zwar einen Vorsprung, verpasste es durch Fehler in der Offensive jedoch, weiter davon zu ziehen. So fanden Anspiele von Weber und Marijan Basic keinen Abnehmer, Mattis Michel scheiterte vom Kreis an ASV-Keeper Oliver Krechel. Defensiv jedoch ließ der TuS den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen, agierte er mit der von Trainer Michael Lerscht geforderten Kompaktheit und wusste er mit Lucas Puhl einen starken Rückhalt in seinen Reihen, der, genau wie in Gummersbach, zusammen mit Marin Durica das Torhüter-Duo bildete.

Rot für ASV-Torjäger Huesmann

Jener Puhl rückte nach knapp 21 Minuten noch mehr in den Mittelpunkt, als ihn ein Siebenmeter von Hamms Top-Torjäger Fabian Huesmann im Gesicht traf, der daraufhin die Rote Karte sah. So jedenfalls hatten es die Referees gesehen – eine harte Entscheidung. Bornemann brachte den TuS im Gegenzug wieder mit 7:6 nach vorne (21.), doch erneut waren es weggeworfene Bälle, die den Ferndorfern einen klareren Vorsprung verwehrten. So ging der Gast beim 8:7 (23.) erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung und hätte diese Spiel auch fast mit in die Kabine genommen, doch Julius Lindskog Andersson traf mit einem Siebenmeter nach abgelaufener Zeit zum bis dahin leistungsgerechten 11:11.

Der TuS nahm den Schwung in den zweiten Durchgang mit, ein „doppelter“ Weber aus der Distanz und Andreas Bornemann brachten Ferndorf beim 15:12 (37.) erstmals mit drei Toren nach vorne und zwangen Kay Rothenpieler zu einer Auszeit, die nicht fruchtet Der TuS blieb offensiv griffig. Lucas Schneider brachte den Ball nach einer Puhl-Parade im leeren Tor unter – 18:14 (42.) unter. Als die Gäste dann auf ein Tor herankamen, der TuS nach dem 18. Treffer teilweise zu überhastet spielte und sich in der Halle bereits eine Art „Gummersbach-Angst“ breit machte, stellte Weber den zwei-Tore-Abstand wieder her.

Viel Hektik in der Schlussphase

Während sich keine Mannschaft absetzen konnte, brachte der starke Linksaußen Vyron Papadopoulos seine Farben mit seinem neunten Treffer zum ersten Mal in der 2. Halbzeit in Führung (57.). Weber brachte Ferndorf wieder auf Augenhöhe, sein Schrittfehler beim Stand von 24:24 wenige Sekunden vor Schluss brachte die Gäste aber nochmal in Ballbesitz. Der ASV nahm eine Auszeit, doch die drei Sekunden Restzeit genügten nicht mehr zu einem Torabschluss.

TuS Ferndorf: Durica, Puhl - Faulenbach, Basic (3), L. Schneider (1), Michel, Neitsch (1), Wicklein, J. Schneider, Barwitzki, Bornemann (8), Rüdiger, Lindskog Andersson (5/5), Koloper, Weber (6), Rink.

Hamm: Storbeck, Krechel - Huesmann (1/1), Milde, Brosch (1), Fuchs (1), Schwabe, Lex (2), Stavast, Südmeier, Papadopoulos (9), Krings (4), Pretzefowsky, Franke (6/2), von Boenigk.

Schiedsrichter: Kilp/Maier.

Zuschauer: 1027.

Zeitstrafen: TuS 3, ASV 2.

Rote Karte: Huesmann (21.).

Spielfilm: 0:1 (2.), 3:1 (7.), 5:3 (14.), 6:6 (20.), 8:9 (27.), 11:11 (Halbzeit), 15:12 (37.), 17:13 (40.), 18:14 (42.), 18:17 (45.), 19:18 (48.), 20:19 (50.), 21:21 (52.), 23:22 (54.), 24:24 (58.).

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