TuS Ferndorf

TuS siegt auch in Dormagen

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TuS-Youngster Mattis Michel gehörte auch in Dormagen zu den stärksten Ferndorfern. 

TuS-Youngster Mattis Michel gehörte auch in Dormagen zu den stärksten Ferndorfern. 

Foto: Heiko Burbach

Dormagen.   Binnen einer Woche hat der Handball-Drittligist das zweite Spitzenspiel gewonnen: 25:21 in Dormagen.

Zweites Spitzenspiel, zweiter Sieg! Der TuS Ferndorf hat sich gestern Abend auch nicht vom TSV Bayer Dormagen, dem vermeintlich härtesten Widersacher um die Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga, nicht aus der Bahn werfen lassen und unterstrichen, dass der Aufstieg nur über Kreuztal führt.

Nach hochintensiven, aber nicht immer hochklassigen 60 Minuten vor einer zweitligareifen Kulisse im Bayer-Sportpark hieß es 25:21 (14:12) für den TuS Ferndorf, der damit nicht nur seine Tabellenführung auf vier Punkte ausgebaut, sondern sich auch in die richtige Stimmung für den DHB-Pokalhit am Mittwoch in Gummersbach gegen die Rhein-Neckar Löwen gebracht hat.

TuS-Rückraumspieler Julian Schneider fasste treffend zusammen, warum Ferndorf auch in der „Höhle des Löwen“ die Oberhand behalten hatte: „Wir wollten das Tempospiel von Dormagen unterbindne. Das haben wir mit 21 Gegentoren geschafft. Wir haben uns den Sieg erkämpft, und hinten heraus hatten wir mehr Körner.“

Nach der Auszeit geht es bergauf

Die Vorentscheidung in diesem „Duell der Giganten“ der 3. Liga West fiel allerdings bereits zwischen der 35. und 47. Minute. Bis zur 17:14-Führung hatte der Spitzenreiter, wieder unterstützt von zahlreichen lautstarken Fans, die Sache im Griff. Doch dann der Knacks: Brüren, Stutzke und Maldonado (2) treffen für Dormagen gegen eine kurzzeitig indisponierte TuS-Abwehr, Lucas Schneider verwirft in aller Hektik einen Siebenmeter, plötzlich ist der Gegner mit 18:17 vorne.

Trainer Michael Lerscht nimmt die Auszeit. „Es war wichtig, die Jungs wieder auf den richtigen Weg zu bringen“, erklärte der Wilnsdorfer. Mit Erfolg. Denn in den Folgeminuten ist Ferndorf wieder präsent, zudem der Dormagener Lauf gebrochen. Marijan Basic, Kevin John, Lucas Schneider (2) und der vom Siebenmeterpunkt erneut traumwandlerisch sichere Youngster Mattis Michel zaubern einen 22:18-Vorsprung. Da sind noch gut zehn Minuten zu spielen.

Diese Fünf-Tore-Serie raubt den Bayer-Handballern den letzten Mut, während Ferndorf auf einer Euphoriewelle reitet und sich diesen so wertvollen Sieg nicht mehr nehmen lässt, obwohl Dormagen in der hektischen Schlussphase nochmal auf zwei Treffer verkürzt (20:22). Mit dem Doppelschlag von Jonas Faulenbach zum 24:20 aber ist endgültig der Weg zum siebten Sieg im siebten Spiel geebnet, der Rest reine Formsache.

Dass am Ende 25 Treffer gegen die Dormagener 6:0-Abwehr reichen, war das Verdienst zum einen eines herausragend haltenden Torwarts Lucas Puhl, der in wichtigen Situationen mehrere Eins-gegen-eins-Situationen für sich entscheidet, zum anderen der bis auf wenige Sequenzen erneut glänzend disponierten Ferndorfer Deckung. Der Innenblock mit Thomas Rink und Branimir Koloper rührte in der Mitte Beton an und ließ den hochgelobten Dormagener Rückraum nur selten zur Entfaltung kommen

Größere Breite und Tiefe im Kader

Letztlich war es aber auch die größere Breite und Tiefe des Ferndorfers Kaders, der den Unterschied ausmachte. „Ich konnte den einen oder anderen Spieler zwischendurch schonen. Dadurch wurden bei anderen neue Kräfte frei“, analysierte Michael Lerscht.

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