Fußball-Landesliga

VfL Bad Berleburg holt ehemaligen U21-Nationalspieler

Kann sich im Sommer über den nächsten Neuzugang beim VfL Bad Berleburg freuen: Martin Uvira, Trainer der Odebornstädter.

Kann sich im Sommer über den nächsten Neuzugang beim VfL Bad Berleburg freuen: Martin Uvira, Trainer der Odebornstädter.

Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.  Landesligist VfL Bad Berleburg verkündet zweiten Neuzugang für die kommende Saison und bedient sich beim FC Ederbergland.

„Stillstand ist Rückschritt“, denkt sich allem Anschein nach der Fußball-Landesligist VfL Bad Berleburg und reagiert auf die Abgänge von Alexander Krowarz (SV Feudingen) und Torben Birkelbach (Spfr. Edertal), indem er einen in Wittgenstein bisher unbekannten Spieler aus dem Hut zaubert.

Wie der Verein gestern bekannt gab, sichert er sich die Dienste von Drancy Muadi-Ngonge. Der 25-Jährige kommt vom FC Ederbergland aus der Verbandsliga Hessen in die Badestadt.

Ausbildung in der Jugend-Bundesliga

Der Deutsch-Kongolese, der seine Jugendzeit bei Bayer Leverkusen und Alemannia Aachen verbrachte, gilt als schneller und robuster Offensivspieler, der auf den Außen, aber auch im Sturmzentrum einsetzbar ist. „Drancy ist ein lieber Kerl und ein super Fußballer, der bei seinen Trainingsbesuchen auf dem Stöppel überzeugt und einen guten Eindruck hinterlassen hat“, versichert auch Holger Lerch, Sportlicher Leiter des VfL Bad Berleburg, der schon seit längerem mit Muadi-Ngonge in Gesprächen steckte.

Besonders dessen Antrittsstärke und die Technik haben es Lerch angetan, hinzu kommt der robuste Körperbau des in Bad Berleburg wohnenden 25-Jährigen, der nach mehreren Stationen in den vergangenen Jahren nun in der Odebornstadt heimisch werden möchte.

Zu Ngonges fußballerischen Vita gehören, neben den Stationen in den Jugendmannschaften der Bundesligisten und einigen Engagements in der Mittelrhein- und Oberliga, auch Einsätze im kongolesischen U21-Nationalteam.

An Erfahrung fehlt es dem 25-Jährigen also ganz gewiss nicht und so sollte er eine echte Bereicherung für die Mannschaft von Martin Uvira sein, welcher in der aktuellen Spielzeit besonders ein wenig Kreativität im Offensivspiel sicher gutgetan hätte. Dieses Manko hofft man nun mit der Verpflichtung von Muadi-Ngonge beheben zu können. Mit 21 geschossenen Toren stellt der VfL die zweitschlechteste Offensive der Landesliga. Einzig der Aufsteiger SC Drolshagen hat mit 18 geschossenen Toren seltener „genetzt“ als die Uvira-Elf.

Ligazugehörigkeit weiter ungewiss

Ob es jedoch in dieser Spielklasse in der neuen Saison weitergeht, steht wegen dem grassierenden Coronavirus indes noch auf der Kippe. Nach 17 von 26 Spieltagen rangieren die Berleburger nämlich auf dem letzten Tabellenplatz und müssten, Stand jetzt, den Gang in die Bezirksliga antreten.

Ob die Saison jedoch überhaupt gewertet oder zu Ende gespielt wird, ließ der Verband in den letzten Wochen offen. Auch ein Klassenerhalt am Grünen Tisch könnte für die Wittgensteiner im Bereich des Möglichen liegen. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.

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