Fußball-Landesliga

VfL Bad Berleburg: Kontrastprogramm vier Tage nach dem „Hit“

Martin Uvira fordert die Spieler des VfL auf, die Tabelle auszublenden. Gegner Hüsten hat erst drei Punkte – aber auch Qualität.

Martin Uvira fordert die Spieler des VfL auf, die Tabelle auszublenden. Gegner Hüsten hat erst drei Punkte – aber auch Qualität.

Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.  Der VfL Bad Berleburg ist ausnahmsweise Favorit und hat die Riesenchance auf einen Meilenstein. Beim Gegner SV Hüsten fehlen sieben Spieler.

Ein Sieg wäre ein Meilenstein für Fußball-Landesligist VfL Bad Berleburg – sogar in zweierlei Hinsicht. Sollte es im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Hüsten einen Erfolg geben, würden die Wittgensteiner schon am sechsten Spieltag – mit dann 13 Zählern – die eigene Punktemarke der abgebrochenen Vorsaison (12 Punkte aus 17 Spielen) übertreffen. Zweitens würde der Vorsprung zur Abstiegszone, unabhängig von anderen Resultaten, auf zehn Punkte anwachsen.

Ein solches Polster hätte den positiven Nebeneffekt, dass der Druck, auch angeschlagene, aber qualitativ unverzichtbare Spieler aufzubieten, im weiteren Verlauf des Herbsts etwas geringer wäre. Die Sorge, in solche personellen Nöte zu geraten, ist weiter vorhanden.

Eine gute Nachricht für Uvira ist deshalb, dass Rechtsverteidiger Steffen Arnold, der wegen Leistenbeschwerden im Pokalspiel gegen den TuS Erndtebrück ausgewechselt wurde, Entwarnung signalisiert hat: „Ich denke, er kann spielen.“

Marco Müsse rückt aus der Reserve hoch

Fehlen wird Alex Koch, der nach seiner Einwechslung wegen einer erneuten Oberschenkelzerrung am Mittwoch vorzeitig wieder vom Feld musste. „Es ist das alte Lied. Gottseidank haben wir bei den Heimspielen die Gelegenheit, ein oder zwei Leute von der zweiten Mannschaft dazuzunehmen“, sagt Uvira.

Marco Müsse soll bei der Reserve im Derby gegen Edertal II nur eine Stunde spielen, um gegen Hüsten eingewechselt werden zu können. Die Neheimer sind mit vier Niederlagen in fünf Partien gestartet, verloren das letzte Duell am Stöppel, im November 2019, mit 1:2. „Da haben sie uns spielen lassen und uns nur phasenweise unter Druck gesetzt“, erwartet Uvira einen Gegner, der auf Konter lauert: „Der Kader dort hat sich nicht stark verändert.“

Es steht also ein ganz anderes Spiel als im Pokal gegen Erndtebrück bevor, bei dem der VfL trotz 0:2-Niederlage Selbstbewusstsein tankte. „Das Spiel hat die Jungs natürlich viel Kraft gekostet, aber es war eine Top-Leistung. Wir waren ja sogar die bestimmende Mannschaft in der zweiten Halbzeit“, stellt Uvira fest. Nun gelte es, daran anzuknüpfen: „Wenn wir keine Bewegung und keine Aggressivität gegen den Ball haben, bekommen wir sofort Probleme. Das haben wir im Spiel gegen Hünsborn gesehen.“

SV Hüsten fehlen sieben Spieler

Von seinen Spieler wünscht er sich, dass sie Tabelle ausblenden: „Wenn du darauf guckst und feststellst, dass die erst drei Punkte haben, ist es der erste falsche Schritt.“

Und wie ist die Lage beim SV Hüsten? „Wenn wir es schaffen, in Berleburg kompakt zu agieren und die Fehlerzahl gering zu halten, haben wir gute Chancen“, teilt 09-Coach Jörg Fischer mit. Bei den Grün-Weißen fallen Mehovic, Balder, Happe, Feldmann, Kampschulte, Schneider und Keeper Matthay aus.

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