Fußball-Landesliga

VfL Bad Berleburg schafft Befreiungsschlag gegen FSV Werdohl

Yannik Lückel (Vordergrund) trifft hier, steht nach Zuspiel von Torben Birkelbach aber im Abseits.

Foto: Florian Runte

Yannik Lückel (Vordergrund) trifft hier, steht nach Zuspiel von Torben Birkelbach aber im Abseits. Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.   Nach zuletzt drei Niederlagen in Folgen gelingt dem VfL Bad Berleburg ein 1:0 gegen den Tabellendritten FSV Werdohl. Ahmad Ibrahim trifft.

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Neues Spiel, neues Glück – so einfach ist es manchmal im Fußball. Gegen die FSV Werdohl, Tabellendritter der Fußball-Landesliga, präsentierte sich der VfL Bad Berleburg nach drei Niederlagen in Folge wie ausgewechselt und gewann die Partie verdient 1:0. In der Tabelle ging es damit gleich mal drei Plätze rauf auf Rang 9, wobei der wichtigere Wert der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen ist – der wuchs von einem wieder auf vier Punkte an. Zugleich revanchierte sich der VfL für das 0:2 im Hinspiel.

Symbolfigur des Erfolgs war Ahmad Ibrahim, der das Tor des Tages erzielte. Nach zuletzt eher mauen Leistungen machte der Syrer gestern ein klasse Spiel und stellte die Werdohler Abwehr mit Dribblings und Tempoläufen immer wieder vor große Probleme. Dies krönte er bei seinem Tor in der 59. Minute, bei dem er erst mit Yannik Lückel und dann mit Torben Birkelbach einen Doppelpass spielte – ein sehenswert herausgespielter Treffer. Birkelbach war für den kurzfristig wegen einer Zerrung fehlenden Sascha Schwarz ins Team gerückt.

Tarek Banyagoub trifft an die Latte

Eine Steigerung war es aber auch im Kollektiv. Bad Berleburg agierte deutlich ballsicherer als zuletzt, aber auch zweikampfstärker. Vielleicht auch, weil sich die Mannschaft eine Stunde früher als üblich traf – die Trainer Martin Uvira und Marcus Goßler gaben im Videostudium Hinweise zum Thema Passspiel, das nach der Derbyniederlage in Erndtebrück das bestimmende Thema war. „Wir wollten nicht einfach nur sagen: ,spielt konzentrierter und genauer’“, sagte Goßler. Um Sicherheit zu gewinnen, verzichtete der VfL zunächst auf das in den vergangenen Jahren gern gewählte Stilmittel der langen Bälle und beschränkt sich vorerst auf die Variante „kurz und sicher“ – was gut funktionierte.

Vor 92 Zuschauern sprangen in der ersten Halbzeit einige gute Chancen heraus – Tarek Benyagoub war mit einem Lattentreffer in der 37. Minute am dichtesten an einem Torerfolg dran. Den schaffte Lückel in der 18. Minute, als er jedoch knapp im Abseits stand.

Christian Badura in starker Form

Werdohl wurde zweimal durch freche Freistoß-Varianten von Rejhan Zekovic (12., 21.) sowie durch einen Kopfball von Philipp Gryn gefährlich (40.), doch VfL-Torwart Christian Badura war bei allen drei Situationen auf dem Posten.

Nach der Halbzeit geriet Bad Berleburg zunächst fünf Minuten ins Schwimmen, überstand die Phase jedoch schadlos – und drehte dann auf. Zunächst hatten die Wittgensteiner noch Pech, dass Schiedsrichterin Regina Heim (Olpe) Ibrahim keinen Elfmeter zusprach. „Den Elfer kann man schon pfeifen, der Gegenspieler hat ihn weggehauen“, fand VfL-Trainer Uvira, dessen Mannschaft am Drücker blieb.

Sonderlob für Mahmood Omar und Christopher Geisler

Die Offensivkräfte rochierten immer wieder und machten mächtig Alarm. Lückel hatte zwei Möglichkeiten, ehe Ibrahim die Drangphase mit dem 1:0 krönte. Diesen Vorsprung verteidigte der Aufsteiger im Anschluss leidenschaftlich, wobei die beiden „Sechser“, Mahmood Omar und Christopher Geisler, ein Sonderlob von Uvira erhielten: „Wir haben im Zentrum gefühlt keinen Zweikampf verloren.“

Bis auf eine Szene in der 88. Minute kam Werdohl zu keiner Torchance mehr. „Es war ein sehr intensives Spiel. Bad Berleburg war uns dabei von der Fitness her überlegen und war in den entscheidenden Zweikämpfen überlegen“, ordnete auch Werdohls Coach Nils Böttcher, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, den Endstand als leistungsgerecht ein.

FC Lennestadt profitiert

So wertvoll das Resultat für Bad Berleburg war, so bitter war es für seinen Verein. Werdohl rutschte von Position 3 auf Platz 5 ab, der FC Lennestadt setzte im Rennen um den Relegationsplatz um drei Punkte ab und hat dazu noch ein Spiel weniger absolviert.

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