Fußball-Landesliga

VfL Bad Berleburg verschläft erste Halbzeit und verliert 0:2

Mit vollem Einsatz kann hier Steven Lichy (VfL Bad Berleburg) noch dem späteren Torschützen Apostolos Sarantidis (FSV Werdohl) den Ball wegspitzeln!

Mit vollem Einsatz kann hier Steven Lichy (VfL Bad Berleburg) noch dem späteren Torschützen Apostolos Sarantidis (FSV Werdohl) den Ball wegspitzeln!

Foto: Hans Peter Kehrle

Bad Berleburg.   Bad Berleburg verschläft erste Halbzeit gegen die FSV Werdohl und kassiert mit 0:2 die erste Heimniederlage. Steven Lichy mit zwei Lattentreffern

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Mit einem Quäntchen Glück wäre ein Punkt für den VfL Bad Berleburg drin gewesen, denn Torchancen waren in ausreichender Zahl vorhanden. Dennoch redeten sich die Wittgensteiner, die kommende Woche als Tabellendritter zum Spitzenspiel beim BSV Menden reisen, die 0:2 (0:2)-Niederlage gegen die FSV Werdohl nicht schön.

„Wir waren selbst schuld. Ich weiß nicht, ob wir den Gegner unterschätzt haben. In der ersten Halbzeit habe ich die Leidenschaft vermisst. Die Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen, hat gefehlt“, gab VfL-Trainer Martin Uvira nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison zu Protokoll. Mittelfeldspieler Alexander Krowarz sprach sogar von der „schlechtesten Halbzeit der Saison.“ Und in dieser Hinsicht hatte der VfL die Messlatte zuletzt im Kreispokal beim TuS Deuz hoch gelegt.

Anders als in Deuz gelang diesmal keine Wende mehr. Von der Kombinationssicherheit der vergangenen Wochen war nicht mehr viel zu sehen, denn gefühlt jeder dritte Pass war ein Fehlpass. Werdohl hatte folglich mehr Spielanteile und machte es besser – vor allem beim ersten Tor. Aus der eigenen Abwehr kamen die Märkischen durch eine schöne Passstafette vor das VfL-Tor, an deren Ende Mehmet-Ali Bektas nach Zuspiel von Apostolos Sarantidis den Ball über die Linie drückte (31.).

„Da sind wir in Überzahl, aber keiner geht hin“, monierte Uvira, den das zweite Gegentor noch mehr ärgerte: „Wir stehen vier gegen eins, aber die spielen durch die Kette und es gibt Elfmeter.“ Torwart Christian Badura holte Sarantidis von den Beinen, der im Anschluss selbst verwandelte (38.). Kurz darauf hätte die FSV beinahe das 3:0 nachgelegt, ließ die Chance zur Vorentscheidung aber aus.

Bad Berleburg blieb bis auf einen Lattentreffer von Steven Lichy (26.) lange Zeit blass, steigerte sich aber nach dem Seitenwechsel in unveränderter Aufstellung. Wechsel gab es allerdings gegenüber dem 1:4 in Gerlingen in der Vorwoche. Torben Birkelbach agierte für den am Oberschenkel verletzten Steffen Arnold als Rechtsverteidiger, Tarek Benyagoub rückte für den gesperrten Ahmad Ibrahim in den Sturm. Die dadurch freie Stelle als Flügelspieler übernahm Richard Kari.

Ärgerliches Abseits

Gegen die nun noch kompakter agierenden Werdohler kam der VfL dennoch zu einigen Chancen. Erst verzog Benyagoub knapp (56.), dann scheiterte Lichy aus der Distanz erneut an der Latte (76.). Ärgerlich: Einen Lichy-Freistoß verlängerte Yannik Lückel per Kopf in Richtung Tor, wo Benyagoub den Ball kurz vor der Linie nochmal anschob – weil er dabei im Abseits stand, zählte der eigentlich sichere Treffer nicht (78.). Auch zwei weitere Chancen brachten nichts ein.

„Heute wollte der Ball nicht reingehen“, klagte Martin Uvira, der nach der zweiten Niederlage in Folge auf eine Reaktion und auf eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft hofft: „Das muss den Jungs jetzt die Augen öffnen.“

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