Biathlon

VfL-Biathleten testen in Wiesbaden vor riesiger Kulisse

Auf dem Weg zum Schießstand in der Innenstadt: Jessica Schreiber (3.v.l.) verfolgt Marie Zeutschel (l.) und Hannah Möller.

Auf dem Weg zum Schießstand in der Innenstadt: Jessica Schreiber (3.v.l.) verfolgt Marie Zeutschel (l.) und Hannah Möller.

Foto: Norbert Wilhelmi

Wiesbaden.  Für die Biathleten des VfL Bad Berleburg findet die erste Standortbestimmung der neuen Saison im Rahmen eines Profi-Wettkampfs statt.

Betreuer, Eltern, Freunde – so sieht normalerweise die Kulisse bei einem Biathlon-Nachwuchsrennen aus. Das Kontrastprogramm mit Zuschauern teils in Zweier- und Dreierreihen gab es für Jessica Schreiber, Lilli Bultmann und Lisa Witten am vergangenen Sonntag. Die Skijäger des VfL Bad Berleburg waren in Wiesbaden im Rahmenprogramm Teil des City-Biathlons dabei, einer Showveranstaltung in der Innenstadt mit den Weltstars der beliebten Wintersportart.

Diese liefen nicht auf Skiern vor verschneiter, idyllischer Kulisse, sondern auf Skirollern und hartem Asphalt. Bei den Männern gingen unter anderem die norwegischen Brüder Tarjei und Johannes Thingnes Bø an den Start. Auch das achtköpfige Frauenfeld war mit den beiden Italienerinnen Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi, Monika Hojnisz aus Polen und den beiden Deutschen Franziska Hildebrand und Franziska Preuss ebenfalls prominent aufgestellt.

Zwischen den beiden Profirennen durften acht Nachwuchssportler des Westdeutschen und Hessischen Skiverbandes ihr Können beweisen. Neben den drei Assen des VfL waren Hannah Möller, Fynn Peis, Jana Fiedler, Marie Zeutschel und Christopher Niggemann am Start.

Eine hohe Wertigkeit für die Sportler hatte der Wettkampf zwar nicht, er wurde als Vorbereitung für den Deutschlandpokal im September genutzt. Dennoch war der City-Biathlon auch für die Nachwuchssportler interessant, die seit dem Saisonende im März keine echte Standortbestimmung mehr hatten.

Das Rennen wurde auf einer 1,8 Kilometer langen Strecke ausgetragen. Zwei Schießeinheiten waren zu bewältigen – eine liegend und eine stehend. Das Anschießen und Einstellen der Waffe am Vormittag absolvierten die VfL-Sportler gemeinsam mit den Profis.

Niggemann der schnellste „Youngster“

Für Jessica Schreiber war es ein außergewöhnliches Erlebnis, denn nicht häufig hat sie die Chance, vor so einer großen Menschenmasse zu laufen. „Da hat man sich selbst wie ein Star gefühlt“, schmunzelte Schreiber. Auch wenn sie am Schießstand auf alle Nachlader zurückgreifen musste, und das Rennen nicht gewann hat, hat es sich für sie gelohnt. Das „Youngster-Rennen“ entschied Christopher Niggemann vom SC Willingen für sich. Bei den Männern ging der Profi-Sieg an Tarjei Bø, bei den Frauen gewann Lisa Vittozzi.

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