RB Leipzig

Volz wird Co-Trainer von Nagelsmann

Moritz Volz, hier noch als Spieler – beim Training des TSV 1860 München.

Moritz Volz, hier noch als Spieler – beim Training des TSV 1860 München.

Foto: imago sportfotodienst

Leipzig/Siegen.   Er hatte schon immer den Ruf eines Pioniers, war England-Profi und TV-Kommentator. Jetzt macht der Siegener Moritz Volz noch mal einen Riesen-Sprung.

Auf der Internetseite von RB Leipzig gibt es einen Personal-Ticker, in dem der Bundesliga-Topklub aktuell über „alle personellen Änderungen des Sommers“ informiert. Am Dienstag war dort jede Menge los: „Markus Krösche wird zur neuen Saison neuer Sportdirektor bei den Roten Bullen“, wurde dort verkündet. Damit verbunden war eine weitere News, ein Paukenschlag: „Der bisherige Sportdirektor Ralf Rangnick wechselt zum 1. Juli 2019 auf eigenen Wunsch als ‘Head of Sport and Development Soccer’ zu Red Bull.“

Die nächste Nachricht löste nicht ganz solch einen großen medialen Widerhall aus – ist aber nicht minder interessant: Moritz Volz wird Co-Trainer der Sachsen! „Zudem bestätigten die Leipziger Bullen am Dienstag die Verpflichtung von Moritz Volz. Der 36-jährige Ex-Profi (u.a. 125 Premier-League-Einsätze) wird neuer Co-Trainer im Stab von Julian Nagelsmann und erhält einen Dreijahresvertrag bis 2022“, so lautete die kurze Pressemitteilung des Tabellendritten der Bundesliga-Saison 2018/19.

Seine Spielerkarriere hatte Volz, der bei der SpVg Bürbach 09 mit dem Fußball begann und über die Sportfreunde Siegen und Schalke 04 nach England kam, 2015 beim TSV 1860 München beendet. Schon mit 16 Jahren war er zum FC Arsenal gewechselt, Fußball auf der Insel spielte er bis 2009, vor allem beim FC Fulham. Seit 2016 kommentierte Volz, der auch ein Buch („Unser Mann in London“) schrieb und stets den Ruf des etwas anderen Profis genoss, regelmäßig beim Streamingdienst „DAZN“ Spiele der Premier League.

RB zum zweiten Mal in der Champions League

Für den gebürtigen Siegener Volz startet jetzt die Trainerkarriere – gleich mit einem Riesen-Schritt. Erfahrung hat der frühere Verteidiger als Coach bisher nicht gesammelt, nun darf er sich von einem der Top-Trainer der Branche bei der täglichen Arbeit einiges abschauen. Und der Red-Bull-Klub, der erst 2009 gegründet wurde, hat nicht nur auf nationaler Ebene zur Spitze aufgeschlossen, sondern auch auf internationalem Parkett viel vor. In der kommenden Saison sind die Messestädter bereits direkt für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert.

Für Volz kann die (Europa-)Reise also losgehen. Zuvor aber geht es auf den Trainingsplatz: Die Vorbereitung von RB Leipzig beginnt am 5. Juli mit Leistungstest.

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