Volleyball

VTV Freier Grund für das Topspiel gerüstet

Trainer Hans-Jürgen Gerhard hat beim 3:0-Sieg des CVJM Siegen gegen den 1. FC Spich wenig Grund, mit seiner Mannschaft zu meckern.

Trainer Hans-Jürgen Gerhard hat beim 3:0-Sieg des CVJM Siegen gegen den 1. FC Spich wenig Grund, mit seiner Mannschaft zu meckern.

Foto: sone

Erneut gewannen alle vier hochklassig spielenden heimischen Volleyball-Mannschaften ihre Partien. Freudenberg machte ein 0:2 wett.

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Regionalliga

PTSV Aachen II - VC 73 Freudenberg 2:3 (25:18, 25:21, 17:25, 19:25, 11:15). „Es war schön zu sehen, dass die Moral der Mannschaft intakt ist und sie in kritischen Situationen in der Lage ist, sich auf ihre Stärken zu besinnen“, stellte Trainer Norbert Homrighausen seine wichtigste Erkenntnis der Partie in Aachen heraus. Erstmals in dieser Saison holten die Flecker einen 0:2-Satzrückstand auf und gewannen noch mit 3:2.

Reichlich improvisiert

Nach der kurzfristigen Absage von Mittelblocker Jonas Waffenschmidt schrumpfte Homrighausens Kader für das Gastspiel an der Landesgrenze auf ganze sieben Feldspieler. Entsprechend musste der Coach viel improvisieren mit der Folge, dass die Sätze eins und zwei an den Gegner gingen. Mit der Leistung bergauf ging es aber, als Freudenberg der zweiten Saisonniederlage ins Auge sah: In Satz drei agierten die Gäste auch beim Aufschlag klüger, kehrte bei Alexander Mende das Timing zurück und blockte Christian Reddel mehrfach überragend gegen Aachens eingewechselten Spielertrainer Niklas Rademacher. Die Summe an personellen Veränderungen, taktischem Geschick und Einsatzwille mündeten erst im Satzausgleich und endeten im mit 15:11 relativ sicher gewonnenen Tiebreak.

Vor der nächsten Spielpause am Wochenende schmolz der Freudenberger Vorsprung an der Tabellenspitze nach diesen Zählern jedoch auf zwei Punkte zusammen.

Verbandsliga

CVJM Siegen - 1. FC Spich 3:0 (25:18, 25:23, 25:20). Aufsteiger Siegen hat den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Gegen Spich setzte sich der CVJM im ersten Satz durch starke Aufschläge und Blocks schnell auf 7:1 ab. Die Gäste kamen nun besser in die Partie und bis auf 17:20 heran, doch ließ sich Siegen den Vorsprung nicht mehr nehmen.

Enger ging es im zweiten Durchgang zu, in dem Spich meist mit zwei bis drei Punkten vorne lag. CVJM-Trainer Hans-Jürgen Gerhard nahm eine Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte, denn sein Team legte in allen Belangen zu und sicherte sich mit 25:23 auch diesen Satz. Der dritte war ein Abbild des zweiten, ebenfalls mit dem besseren Ende für die Siegener. „Auch wenn das keine sehr gute Leistung war, haben wir souverän die drei Punkte eingefahren. Unser Etappenziel haben wir übertroffen und sind im oberen Mittelfeld angekommen“, so Siegens Spieler Philipp Mörschel.

RSV Much & Buisdorf II - TV Dresselndorf 2:3 (23:25, 25:12, 18:25, 25:21, 13:15). Der TVD kam im Oberbergischen gut ins Spiel und setzte den Gastgeber mit starken Aufschlägen unter Druck. Zum Satzende büßten die Gäste durch individuelle Fehler noch Punkte ein, gewannen ihn aber knapp mit 25:23. „Der zweite Satz ist komplett an uns vorbeigelaufen. Die Fehlerquote im Angriff und Block war zu hoch, und beim Aufschlag waren wir auch zu schwach“, ärgerte sich Trainer Jörn Bertscheit. Im dritten Satz agierten die Südsiegerländer wieder konzentrierter und stellten die Fehler ab. Der Tausch von Mittelblocker und Außenspieler sorgte für eine Stabilisierung im eigenen Spielaufbau und einen schnellen Satzgewinn.

Im vierten Durchgang fabrizierte der TVD gegen Ende zu viele Fehler und musste somit in die Verlängerung gehen. Im fünften Satz rafften sich die Hicken erst beim 6:10-Rückstand auf und drehten das Match noch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Bertscheit: „Das waren zwei wichtige Punkte gegen einen Gegner, der auch auf einem hinteren Tabellenplatz steht.“

Frauen-Oberliga

PTSV Aachen III - VTV Freier Grund 1:3 (25:11, 19:25, 18:25, 17:25). Dass gegen Aachen eine gute Leistung nötig sein würde, um mit drei weiteren Punkten ins Siegerland zurückzukehren, war im Vorfeld klar. Dennoch fanden die VTV-Damen nach mittelmäßiger Vorbereitung zunächst nicht ins Spiel, verlief der erste Durchgang sehr einseitig – und gegen Freier Grund. Probleme in der Ballannahme führten zu etlichen direkten Punkten für Aachen und sorgten für ein durchsichtiges Aufbauspiel auf VTV-Seite. So standen am Ende nur zwölf Punkte auf dem Konto der Gäste.

Im zweiten Satz ist Bann gebrochen

Aber die Salchendorferinnen fingen sich zu Beginn des zweiten Satzes und steigerten ihre Leistung im weiteren Spielverlauf immer mehr. Durch eine nunmehr sichere Ballannahme wurde das Angriffsspiel variabel gestaltet, im Gegenzug funktionierte eine kämpferische Block-Feld-Abwehr. So glichen die Sätze zwei bis vier wie ein Ei dem anderen: Freier Grund setzte sich durch viele platzierte Aufschläge schnell ab und baute den Vorsprung zu glatten Satzgewinnen aus, so dass am Ende doch ein klarer 3:1-Erfolg und der Sprung auf Tabellenplatz zwei stand.

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