WalterSchneider/NicoleJentschvorn

Burbach.   Auch die 11. Siegerland Classic, die Oldtimer-Rallye und -Ausfahrt des AMC Burbach, hielt, was sie versprach: Jede Menge interessanter und schöner Fahrzeuge aus mehr als 60 Jahren Automobil-Geschichte, wobei deutsche Marken den Löwenanteil stellten. Als Oldtimer durften sich die Fahrzeuge bis Baujahr 1988 bezeichnen, die Youngtimer unter den 112 Teilnehmern stammen aus der Zeit von 1989 bis 1993. Der „Senior“ war der 1930 gebaute Ford A mit einem 29 PS-Motor und 3200 ccm Hubraum des Ehepaares Andreas und Gudrun Beul aus Haiger.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auch die 11. Siegerland Classic, die Oldtimer-Rallye und -Ausfahrt des AMC Burbach, hielt, was sie versprach: Jede Menge interessanter und schöner Fahrzeuge aus mehr als 60 Jahren Automobil-Geschichte, wobei deutsche Marken den Löwenanteil stellten. Als Oldtimer durften sich die Fahrzeuge bis Baujahr 1988 bezeichnen, die Youngtimer unter den 112 Teilnehmern stammen aus der Zeit von 1989 bis 1993. Der „Senior“ war der 1930 gebaute Ford A mit einem 29 PS-Motor und 3200 ccm Hubraum des Ehepaares Andreas und Gudrun Beul aus Haiger.

Rund 170 Kilometer warteten im Drei-Länder-Eck auf die Fahrerinnen oder Fahrer sowie ihre „Franzer“. Nach dem Start auf dem Gelände des Maxi-Autohofs in Wilnsdorf, unmittelbar an der A45 gelgen, mussten die liebevoll gepflegten Schätzchen allerdings nicht auf die Autobahn, sondern es ging gleich eher beschaulich durch das südliche Siegerland und anschließend in den Lahn-Dill-Kreis.

Mittagsrast am Aartalsee

Zu einem der besonders schönen Erlebnisse war die Durchfahrt durch die historische Altstadt von Herborn, wo besonders viele Schnauferl-Liebhaber die Straßen säumten. Mittagrast war im Hotel Seehof am Aartalsee. Auch durch den Westerwald führte die Strecke, ehe der Siegerland-Flughafen zur letzten Wertungsprüfung angesteuert wurde. Anschließend rollten die Oldtimer ins Ziel in Burbach, wo die vielen Gäste des Museumsfestes auf die Fahrzeuge und ihre Besitzer warteten. Im Bürgerhaus stand wieder die Siegerehrung, verbunden mit einem Abendessen, an.

Endlich hat es geklappt

In der sportlichen Wertung (Gruppe S) ging es erneut ganz schön eng zu. Da bestimmten einmal mehr einige Siegerländer Teams das Geschehen. Angeführt von dem Deuzer Walter Schneider mit seiner Beifahrerin Nicole Jentsch, der Tochter des AMC-Urgesteins und langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Gerhard Jentsch, die es im vierten Anlauf schafften, auch einmal die Nase ganz vorne zu haben.

Und zwar vor dem Gesamtsieger von 2013 und 2015, Erich Loos/Michael Reineck sowie dem Titelverteidiger von 2016, dem Neunkirchener Ehepaar Wolfgang und Regine Jung auf Rang vier. Als Fünfter folgte das Niederndorfer Vater- und Sohn-Team Hans-Joachim und Peter Bottenberg.

Nach diesem Quintett wurde der Strafpunkte-Rückstand (in Sekunden ausgedrückt) etwas größer.

„Damit hatten wir heute ganz und gar nicht gerechnet“, meinte die jetzt in Leverkusen lebende gebürtige Burbacherin Nicole Jentsch, doch es klappte. Mit 13,6 Fehlerpunkten siegte das Duo - auf einem 300 PS starken Porsche 911 GT, Baujahr 1973, mit einem 2,8 l-Motor unterwegs - jedoch stets hart bedrängt vom Langenholdinghausener Erich Loos mit seinem Niederndorfer Beifahrer Michael („Posti“) Reineck (15,9) in einem 1990 gebauten 190 E-Mercedes mit 195 PS unter der Haube.

Eng in der Tourismus-Wertung

„In den Gleichmäßigkeits-Wertungsprüfungen in Würgendorf und in Willingen haben wir zu viele Strafsekunden kassiert“, ärgerte sich Michael Reineck, dass sie jetzt zum dritten Mal (nach 2014 und 2016) „nur“ Zweiter wurden.

Auf Rang drei platzierte sich das routinierte Duo Ernst Krombusch/Klaus Schewior (Ratingen/Jüchen - MG B GT - 19,4), das in diesem Jahr die 6. Niederndorfer Oldtimer-Rallye gewonnen hatte.

Noch enger ging es in der touristischen Wertung mit nur zwei SP zu, wo - zum zweiten Mal nach 2015 - Rainer Stolzenberg/Rosemarie Sämann (Dransfeld - Audi 80 Coupé) gewannen, gefolgt von Hans-Peter und Elke Nees (Neuberg/Mazda MX).

Jeweils einen Sonderpokal gab es für die besten Damen-Teams. In der sportlichen Wertung waren es Mutter und Tochter Lea und Isabelle Klein aus Siegen mit einem Porsche 911 SC aus dem Baujahr 1978 mit 81,4 Strafpunkten (Siebte der Klasse 7 und Zwölfte in der Gesamtwertung) sowie in der touristischen Kategorie das Duett Nadja Schütz/Anika Schramm (Lahnau/Kinzenbach) in einem NSU 1000 C mit 19,2 Strafpunkten. (Fünfte der Klasse 3 und Zehnte in der Gesamtwertung).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben