Fußball-Oberliga

Wurm warnt vor RSV-Euphorie

Daniel Waldrich führte seine Mannschaft im Westfalenpokal gegen den TuS Ennepetal und beim Liga-Auftakt in Sprockhövel als Kapitän auf das Feld. Gegen Meinerzhagen könnte nun der etatmäßige Spielführer Toni Gänge wieder ins Anfangsaufgebot der Käner rücken.

Daniel Waldrich führte seine Mannschaft im Westfalenpokal gegen den TuS Ennepetal und beim Liga-Auftakt in Sprockhövel als Kapitän auf das Feld. Gegen Meinerzhagen könnte nun der etatmäßige Spielführer Toni Gänge wieder ins Anfangsaufgebot der Käner rücken.

Foto: sone

Kaan-Marienborn.  Der 1. FC Kaan-Marienborn hat am Sonntag den RSV Meinerzhagen zu Gast und will den ersten Pflichtspielerfolg der Saison einfahren.

Vor Ort dabei war er nicht, doch Tobias Wurm hat reichlich Informationen erhalten vom 4:1-Sieg des Fußball-Oberligisten RSV Meinerzhagen am Mittwochabend in der ersten Runde des Westfalenpokals gegen den Regionalligisten SC Verl. Der Aufsteiger aus dem Sauerland ist am Sonntag (15 Uhr) erster Gegner des Regionalliga-Absteigers 1. FC Kaan-Marienborn daheim im Breitenbachtal. Verl schickte vier Tage nach dem Coup im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FC Augsburg (2:1) in Meinerzhagen eher eine B-Elf an den Start. Kaans Trainer Wurm sagt aber: „Ein Erfolg gegen einen Regionalligisten ist immer was.“ Überdies hätten sich die „Erkenntnisse aus dem Pokalspiel mit denen aus dem Spiel gegen Rhynern gedeckt“.

Nuri Sahin als Unterstützung

Schon vor dem Pokal-Auftritt des RSV hatte Wurm mit Blick auf das erste Heimspiel seiner Mannschaft nach der unfreiwilligen Rückkehr in die Oberliga gewarnt: „Sollte Meinerzhagen gewinnen, wird das dort Euphorie auslösen.“ Zumal beim Sieg über Verl, wie schon zuvor beim 1:1 am 1. Spieltag gegen Westfalia Rhynern, der Bundesliga-Profi Nuri Sahin als Trainer auf der Bank seines Heimatvereins saß.

Für Wurm sind die Erkenntnisse über das RSV-Team um Kapitän Julian Jakobs (früher Siegen) und Tim Treude (früher Erndtebrück) sicher wichtig. Vor allem muss der Käner Übungsleiter aber die Fehler aus dem Auftritt seiner Mannschaft zum Saisonauftakt vor Wochenfrist bei der TSG Sprockhövel beheben. Mit 2:4 unterlag Kaan beim Vorjahres-Vierten, geriet in einer schwachen ersten Halbzeit mächtig unter Druck. Nur die guten Reaktionen von Torhüter Christian Bölker bewahrten das Team vor einem frühen und deutlicherem Rückstand als dem 0:2 zur Pause.

Wurm räumte gleich nach dem Abpfiff ein, er habe „auf Erfahrung und nicht auf junge Leichtigkeit und Lauffreude gesetzt“. Diese Taktik war nicht aufgegangen. Und so kündigt er Veränderungen in seiner Elf an: „Wir werden nicht mit der gleichen Mannschaft wie in der letzten Woche spielen.“ Tobias Wieschhaus (19) und Lukas Duda (23), die beide in Sprockhövel nach ihrer Einwechslung dem Käner Auftritt zumindest zeitweise neuen Schwung gegeben haben, stehen für das Spiel gegen Meinerzhagen ganz oben auf der Liste der Kandidaten für die Anfangsformation. Zudem kann wohl auch Kapitän Toni Gänge wieder mitwirken.

Mannschaft ist einsichtig

Die Käner waren in Sprockhövel kaum einmal richtig in einen Zweikampf gegangen. „Das hat mir überhaupt nicht gefallen“, erklärt Wurm. Dabei hatte der A-Lizenz-Trainer seine Spieler im Vorfeld gewarnt: „In der Oberliga wird anders Fußball gespielt als in der Regionalliga.“ Ob die Einzelgespräche, die Wurm im Training mit seinen Spielern geführt hat, Veränderungen gebracht haben muss sich nun ausgerechnet gegen das euphorisierte Sahin-Team zeigen. Immerhin, so sagt er: „Die Mannschaft war einsichtig.“

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