Handball-Bezirksliga

TuS Hattingen II: Dino Midzic muss immer wieder umbauen

Immer extrem engagiert und ehrgeizig: Trainer Dino Midzic liebäugelte zwischenzeitlich mit Platz drei, doch der war am Ende nicht erreichbar. Foto:Knut Vahlensieck

Immer extrem engagiert und ehrgeizig: Trainer Dino Midzic liebäugelte zwischenzeitlich mit Platz drei, doch der war am Ende nicht erreichbar. Foto:Knut Vahlensieck

Hattingen.  Weil eine Vorbereitung nicht stattfindet und auch wichtige Leistungsträger ausfallen, muss Dino Midzic mit Platz sechs für die TuS-Reserve leben.

Der TuS Hattingen II hat nach dem Abstieg aus der Handball-Landesliga in der Bezirksliga eine ordentliche Saison gespielt. Mit dem neuen Trainer Dino Midzic und einer stark veränderten Mannschaft, die auch im Laufe der Punkterunde immer wieder umformiert werden musste, erreichten die Hattinger in der Abschlusstabelle den sechsten Rang. 30:26-Zähler lautet die positive Punktausbeute. Dabei ergab sich ein Torverhältnis von 766:758, also eine Differenz von acht mehr erzielten Treffern.

Die Voraussetzungen

„Bei uns herrschte von Anfang an eine gute Atmosphäre. Die Trainingsbeteiligung war außergewöhnlich gut, der Wille, ständig hinzuzulernen, immer vorhanden. Das zeugt von einem einwandfreien Charakter der Spieler dieser Mannschaft“, zollte Trainer Dino Midzic seiner Mannschaft ein großes Lob.

Die Startphase

Der TuS ging mit einer fast ausnahmslos sehr jungen Truppe und praktisch ohne Vorbereitung in die Punkterunde. Midzic übernahm das Team mit den vielen unerfahrenen Spielern erst kurz vor dem Saisonstart. Und auch da stand der Kader noch nicht fest. „Bis zu den Herbstferien mussten einige Jungs zwischen der ersten und zweiten Mannschaft rotieren. So konnten wir uns nicht einspielen, weil ich ständig die Formation wechseln musste“, sagt der Übungsleiter. So starteten die Hattinger mit der mageren Ausbeute 9:11-Punkten aus den ersten zehn Spielen nur mit stotterndem Motor in die Saison und sammelten gleich in der Anfangsphase elf der insgesamt 26 Minuspunkte ein.

Ein erstes Hoch

Dann lief es aber von Spiel zu Spiel besser. Der Coach legte das Hauptaugenmerk dann auf die Abwehrarbeit und verschaffte damit seinen Schützlingen die nötige Sicherheit für eine kontinuierliche Leistungssteigerung „Bis zum Ende der Vorrunde haben wir nicht mehr verloren. Und dann haben wir im Dezember auch noch im Achtelfinale des Kreispokals für eine Riesenüberraschung gesorgt und den Verbandsligisten HSG Vest Recklinghausen mit 31:30 aus dem Wettbewerb geworfen“, freute sich Dino Midzic über den Aufschwung zum Jahresende.

Probleme einer Reserve

Dass es in der Rückrunde aber nicht gelang, sich weiter vorne in der Tabelle festzusetzen, hatte Gründe. „Wir haben mit David Bayer und Philipp Gräf zwei unserer drei besten Torschützen an die erste Mannschaft abgegeben“, so Midzic.

Von 6:0 auf 5:1

Hinzu kam, dass nach dem Weggang von Dominic Dobrodt und dem verletzungsbedingten Ausfall von Sebastian Gornik das Deckungssystem kaum noch funktionieren konnte und der TuS von 6:0 auf 5:1 umstellen musste. Zwischenzeitlich schielte Midzic nach guten Ergebnissen aber doch auf Platz drei. Der blieb aber schließlich mit sechs Punkten Differenz außer Reichweite. Die Hattinger hielten im Offensivbereich durchaus mit den Spitzenklubs mit. Mit 766 Toren verfügt die Midzic-Sieben über den viertbesten Angriff der Liga. In der Abwehr allerdings bekam man die vielschichtigen Probleme einfach nicht in den Griff.

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