Fußball

SC Velbert dreht die Partie: 3:1-Sieg gegen Niederwenigern

Velbert.  Das Team von SC-Coach Patrick Knieps dreht das erste Saison-Heimspiel gegen die Sportfreunde. Der Schiedsrichter spielt eine entscheidende Rolle.

Es war schon ein verrücktes Spiel gegen die Sportfreunde Niederwenigern, das die Fans des SC Velbert für den verpatzten Saisonauftakt gegen den Lokalrivalen der SSVg Velbert entschädigte. Doch so richtig überzeugen konnten die Oberliga-Fußballer des SC Velbert im ersten Saison-Heimspiel in der BLF-Arena erst in der zweiten Hälfte. Am Ende hieß es 3:1 (0:0) für die Gastgeber. Der Schiedsrichter spielte dabei keine unerhebliche Rolle.

Dabei starteten die Clubberer ganz ordentlich in die Partie. Besonders über die Flügel setzte die Mannschaft von Patrick Knieps die Aufsteiger aus Hattingen unter Druck. Gegen die quirligen Mannen des SC kamen die Gäste oft einen Schritt zu spät. Dementsprechend hätte es in der 20. Minute erstmals im Tor der Sportfreunde klingeln können. Über die rechte Seite kombinierte sich das Knieps-Team bis zur Grundlinie. Den Rückpass konnten die Gastgeber aber nicht verwerten.

Drei große Chance in Halbzeit eins

Quasi im Gegenzug dann die erste große Chance für die Gäste: Nach einer Flanke von links setzte Sportfreunde-Stürmer Max Golz den Kopfball allerdings genau in die Arme von SC-Schlussmann Daniel Schäfer. In der 29. Minute verhinderte das Aluminium dann die Velberter Führung. Frederic Lühr platzierte seinen Kopfball an die Latte. Nur sieben Minuten später dann die Großchancen für die Clubberer.

Nachdem Gäste-Keeper Alex Gloz es verpasste zu klären, stand Merveil Nzanza Tekediomona frei im Strafraum statt selbst zu schießen passte er noch einmal nach innen und vergab damit die Möglichkeit. Trotz Chancen-Plus ging es also unentschieden in die Pause. „Wir haben gut gespielt, aber im Abschluss hat es mal wieder gehapert“, kommentiert Dirk Graetke, Vorsitzender des SC, den ersten Durchgang und sprach damit genau den Punkt an, der sich schon im ersten Saisonspiel als noch verbesserungswürdig herausgestellt hatte. „Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben“, so Graetke. Coach Knieps sah das ähnlich.

Gastgeber kommen besser aus der Kabine

Deutlich besser aus der Kabine kamen dann aber die Gastgeber: Zehn Minuten nach Wiederanpfiff kullert der Ball an Daniel Schäfer vorbei ins Tor der Gastgeber. Was war geschehen? Den ersten Schuss des Hattinger Stürmers Max Golz konnte der SC-Schlussmann noch parieren, der Abpraller sprang dem Gäste-Stürmer aber vor die Füße und er musste nur noch zum 1:0 einschieben. „Nach dem Treffer hat man wieder gemerkt, wie unsere Jungs die Köpfen hängen gelassen haben. Zum Glück konnte Niederwenigern daraus kein Profit schlagen“, so der Vorsitzende des SC Velbert.

„Ich fand es super, dass die Jungs sich nach dem Tief wieder aufgebaut haben und alles daran gesetzt haben, dieses Spiel noch zu drehen“, so Knieps, der dann in der 70. Minute auch den Pfiff hörte, der die Wende in dieser Partie einläuten sollte: Schiedsrichter Jonah Samuel Njie Besong zeigte auf den Elfmeterpunkte. Tekediomona war im Strafraum gefoult worden. „Der Verteidiger stellt das Bein raus, Merveil fällt darüber. Den Elfmeter kann man schon geben“, fand Graetke. Die Gäste waren da naturgemäß anderer Meinung. René Burczyk trat an, den Strafstoß konnte Alex Golz im Tor der Gäste noch abwehren, der Nachschuss zappelte aber im Netz.

Abseits verhindert erneute Gäste-Führung

Zwar musste SC-Keeper Schäfer zehn Minuten später auch hinter sich greifen, aber Referee Besong entschied auf Abseits. Gejubelt werden durfte in der 86. Minute hingegen wieder auf Seiten der Gastgeber: René Burczyk zum Zeiten: Wieder hatte es Strafstoß gegeben, wieder hatte der erfahrene Abwehrmann eingenetzt. Und es sollte noch nicht der Schlusspunkt der Partie gewesen sein. Mike Lewicki erhöhte kurz vor dem Abpfiff per noch auf 3:1. „Die Erleichterung nach dem Sieg ist schon da“, resümierte Graetke. Durch den Sieg rangiert der SC Velbert derzeit auf Tabellenplatz zehn.

Statistik:

SC Velbert: Schäfer – Jeglorz, Burczyk, Yilidiz – Fritsch (Hilger, 90.), Blume, Duran (Rec, 89.), Schulz, Lewicki – Tekediomona, Lühr (Bayraktar, 77.)

Tore: 0:1 (55.), 1:1 Rene Burczyk, (70.), 2:1, Rene Burczyk (86.), Mike Lewicki (90.)

Schiedsrichter: Jonah Samuel Njie Besong, Zuschauer: 217

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben