Fussball

SC Velbert wird spät ausgeknockt

lbrahim Bayraktar (li.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Clubberer.

lbrahim Bayraktar (li.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Clubberer.

Foto: Mark Bohla

Düsseldorf.  Im Gastspiel bei TuRU Düsseldorf muss sich Oberligist SC Velbert mit 1:2 geschlagen geben. Siegtreffer fällt ein paar Minuten vor Schluss

Der SC Velbert hat das richtungsweisende Gastspiel des 7. Oberligaspieltags bei bis dato punktgleichen Düsseldorfern von TuRU spät mit 1:2 verloren und hängt nach der vierten Niederlage mit sieben Zählern auf Rang 14 fest – also knapp vor der Abstiegszone, die durch den Sieg des 1. FC Kleve beim TVD Velbert auf zwei Zähler herangerückt ist.

Nachdem es in der Vorwoche ein Treffer in der Endphase war, der den Mannen von Patrick Knieps einen Zähler gegen Meerbusch rettete, besiegelte diesmal ein Gegentor in der 83. Minute die Pleite.

Trainer Knieps ärgert sich über die schläfrige Anfangsphase

Fast genauso ärgerlich war jedoch das abermalige frühe Gegentor – im fünften Spiel nacheinander mussten die Clubberer nun ein Gegentor in der Anfangsviertelstunde schlucken. Das kostet natürlich immer Kraft und ist Coach Knieps ein Dorn im Auge: „Das ärgert mich am meisten, die fehlende Aggressivität in der Anfangsphase. Wir haben die ersten 20, 25 Minuten verschlafen und saßen gefühlt noch am Frühstückstisch. Ich kann mir das nicht erklären, da müssen wir von Beginn an mutiger zu Werke gehen und früher draufgehen statt abzuwarten. Denn für alles danach kann ich auch ein Lob aussprechen, da war der Wille da und die Leistung ab da völlig ok. Es war also nicht alles schlecht.“

Wie der Gegentreffer zu Beginn, der nach einer nachlässig verteidigten Ecke fiel, war auch ein Treffer von Lebensversicherung Ibrahim Bayraktar zuletzt obligatorisch – und so war es auch diesmal: Über den Flügel brach der formstarke Angreifer per Solo durch und düpierte den dabei nicht allzu glücklich ausschauenden TuRU-Schlussmann mit einem frechen Abschluss ins lange Eck (24.) – das war auch der Pausenstand. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir dann unsere Chancen, machen die Führung aber nicht – und so, wie es dann im Fußball ist, kriegst du irgendwann die Quittung“, bilanzierte Knieps die zweiten 45 Minuten.

Die angesprochenen Gelegenheiten vergaben Frederic Lühr per Kopf, Bayraktar und Merveil Tekadiomona, dem die Kugel etwas über den Schlappen rutschte.

Sonntagsschuss von Ferati entscheidet

Den K.o. besorgte dann ein Traumtor der Gastgeber. Nach einer Hereingabe nahm Saban Ferati, ehemals bei der SSVg Velbert, den Ball volley, traf ihn perfekt und hämmerte ihn so in den Winkel. „Klar ist das bitter, so ein Gegentor kann aber passieren. Den trifft er nicht so häufig genau so. Machen wir in der Phase nach Wiederbeginn das 2:1 selbst, schlägt das Pendel vermutlich für uns aus. So sind wir dann momentan noch nicht stabil genug, wenigstens das Remis mitzunehmen“, sagte Knieps abschließend.

Am kommenden Wochenende ist dann der kriselnde Mitfavorit Sportfreunde Baumberg zu Gast in der BLF-Arena (So. 15 Uhr).

SC: Schäfer – Buco, Burczyk (70. Lange), Sumbunu, Tekadiomona, Fritsch, Hilger, Blume (70. Rec), Yildiz, Lühr (79. Deniz), Bayraktar (85. Diame). - Tore: 1:0 (10.), 1:1 Bayraktar (24.), 2:1 (83.). - Schiedsrichter: Lars Aarts. - Zuschauer: 53.

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