Fussball

Trauer um Opfer des Terrors: Stille im SSVg-Stadion

Ein faires Spiel in sportlicher Atmosphäre, ein Fußballfest. Hier geht SSVg-Kapitän Noah Abdel Hamid (re.) in den Zweikampf mit Petar Sliskovic.

Ein faires Spiel in sportlicher Atmosphäre, ein Fußballfest. Hier geht SSVg-Kapitän Noah Abdel Hamid (re.) in den Zweikampf mit Petar Sliskovic.

Foto: Mark Bohla

Velbert.  Vor dem Pokalknüller gegen den MSV Duisburg gedenkt das Stadion der SSVg Velbert der Terroropfer von Halle.

Ernste Stimmung kurz vor dem Fußballfest. Bevor der Pokalknüller in der Christopeit Sport-Arena zwischen der SSVg Velbert und dem MSV Duisburg angepfiffen wurde, hielt das ganze Stadion inne: Eine Gedenkminute sollte den Opfern des Terror-Anschlags von Halle ein Zeichen der Trauer und der Solidarität senden.

In Halle an der Saale hatte ein Attentäter versucht, in einer Synagoge ein Blutbad anzurichten um, wie er selbst den Ermittlungsbehörden erklärte, gezielt Juden zu töten. Kurz darauf erschoss er zwei Passanten und verletzte weitere zum Teil schwer.

Stadionsprecher Dennis Bals verlas zur Gedenkminute eine Erklärung der SSVg Velbert: Der Verein stehe für Weltoffenheit und verurteile Hass, Hetze, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Dazu hatten sich alle Zuschauer von den Sitzen erhoben, keiner störte die kurze Stille. Eine eindrucksvolle Aktion.

Ein friedliches Fußballfest

Ohne Gewalt, sprich Zuschauer-Randale oder ähnliche Unsitten, die mitunter solch ein Fußballfest stören, ging auch die Partie über die Bühne.

Die SSVg-Verantwortlichen freuten sich, dass Organisation und Sicherheitskonzept bestens funktioniert hätten, es herrschte eine faire Atmosphäre im Stadion, irgendwelche Zwischenfälle sind nicht bekannt.

Auch die MSV-Fans, die ihr Team über 90 Minuten lautstark unterstützt hatten, ließen sich aus Enttäuschung über die sicher ziemlich unerwartete Niederlage nicht zu unkontrollierten Aktionen hinreißen. Sie ließen den Frust einfach kurz an ihrer Mannschaft aus: Als die MSV-Spieler nach dem Abpfiff in die Kurve gingen, wurden sie mit höhnischem Beifall empfangen.

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