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Union Velbert düpiert die Dalbecksbäumer

Der frühere Union-Spieler Dennis Kaltenpoth verlor im grünen Trikot des TVD Velbert an alter Wirkungsstätte in Tönisheide mit 1:3 – ein enttäuschendes Ergebnis für den Oberliga-Neuling.

Der frühere Union-Spieler Dennis Kaltenpoth verlor im grünen Trikot des TVD Velbert an alter Wirkungsstätte in Tönisheide mit 1:3 – ein enttäuschendes Ergebnis für den Oberliga-Neuling.

Foto: Thorsten Tillmann

Tönisheide.  Bezirksligist SV Union Velbert überrascht im Test mit einem 3:1-Erfolg über den Oberligisten TVD.

Das Velberter Derby zwischen dem SV Union und TVD endete mit einer Überraschung, denn der Bezirksligist besiegte den Oberligisten mit 3:1. Zum Spieler des Tages avancierte ausgerechnet Ismail Agic, der gegen seinen alten Verein alle drei Treffer erzielte.

Es entwickelte sich sofort der erwartete Spielverlauf, denn die Dalbecksbäumer waren deutlich überlegen, während die Platzherren sich auf das Verteidigen konzentrierten und selbst wenig zum Spiel beitragen konnten. Trotzdem erzielte der Außenseiter das erste Tor durch einen Strafstoß, den Ismail Agic nach einem Foul an Thomas Held, der im Duell mit Tomislav Simic zu Fall kam, sicher verwandelte.

Shogo Tabata traf wenig später zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Schiedsrichter hatte eine Abseitsposition gesehen. Kurz darauf hatte Dominik Enz Pech, dass sein Schuss aus zehn Metern nur die Unterkante der Latte traf .

Auffälligster TVD-Akteur war in dieser Phase Steven Winterfeld, der es oft auch aus der Distanz versuchte, jedoch im letzten Moment geblockt wurde oder das Tor nur knapp verfehlte.

Kurz vor der Pause hatten die Unioner dann wieder mal eine Szene im gegnerischen Strafraum: Held traf nach einem Freistoß von Mustafa Ali-Khan zwar nur den Innenpfosten, doch Agic drückte aus dem Gewühl heraus den Ball zum 2:0 über die Linie.

TVD drückt, Union trifft

Nach der Pause änderte sich nicht viel am Spielverlauf, der Oberligist drückte, aber der Bezirksligist erzielte das Tor. Agic ließ Bleckmann und Sealiti, vor sechs Wochen noch seine Mannschaftskameraden, schlecht aussehen, setzte sich gegen die beiden ehemaligen Regionalligaspieler geschickt durch und erhöhte auf 3:0.

Den Dalbecksbäumern gelang zwar sechs Minuten später der Anschlusstreffer durch Yannick Weber, doch zu mehr reichte es für sie letztlich nicht mehr, weil Raudino und Weber ihre guten Möglichkeiten in der Schlussphase nicht nutzen konnten. Union-Trainer Mesut Güngör war bemüht, die Euphorie zu dämpfen und den Sieg nicht überzubewerten: „TVD war zwar fast durchgehend in unserer Hälfte, aber ich hatte den Eindruck, dass sie nicht so wirklich Lust hatten, wir aber auch ein bisschen frischer waren. Es ist positiv, dass wir gewonnen haben, aber es ist noch längst nicht alles Gold, was glänzt.“

Sonntag im Pressepokal wieder ein Oberligist

Das dürfen Spieler der Union auch als Warnung vor dem nächsten Oberligisten verstehen, dann am Sonntag treten sie im Halbfinale des Wuppertaler Pressepokals beim Cronenberger SC an. „Das wird so eine Aufgabe wie gegen TVD“, glaubt Mesut Güngör. „Natürlich wollen wir ins Endspiel kommen, aber noch wichtiger ist, dass die Mannschaft zusammenwächst und umsetzt, was ich von ihr fordere. Ich hoffe, weitere Ansätze zu sehen, die mir Mut machen“, formuliert der Union-Trainer seine Erwartungen.

TVD empfängt Oberliga-Absteiger VfB Speldorf

Sein Kollege Hüzeyfe Dogan gab zu, vom Auftritt seiner Mannschaft überrascht gewesen zu sein. „Mit der Leistung können wir natürlich überhaupt nicht zufrieden sein. Ich glaube aber nicht, dass es an der körperlichen Frische fehlte, sondern eher an der geistigen. Das ist auch Einstellungssache“, betonte er. Seine Mannschaft testet nun am Sonntag gegen den Oberligaabsteiger VfB Speldorf. „Da muss jetzt eine Reaktion der Mannschaft kommen“, fordert der Ex-Profi. „Eins ist klar, wir haben bislang alle Vorbereitungsspiele verloren, da kann es so nicht weitergehen. Zwar hinterlässt die Mannschaft im Training einen sehr guten Eindruck, bekommt das aber nicht ins Spiel übertragen. Ein Erfolgserlebnis würde jetzt gut tun.“

SV Union Velbert: Karagiannis (46. N. Gaulke), Gomez Benavides, Sezgün, Lohmann, Held, Agic, Ali-Khan (78. Ramilo Sanchez), Alkan (46. J. Gaulke), Stolle, Jeftic (46. Amjahad), Odhiambo (46. Neumann).

TVD Velbert: Furuya (46. Roberto), Simic (46. Sealiti), Bleckmann, Meier (46. Esser), Enz (46. Raudino), Tabata (46. Eschen), Winterfeld (46. Weber), Kaltenpoth, Kosan (46. Fagasinski), Aris, Oberlies.

Tore: 1:0 Agic (21./Strafstoß), 2:0 Agic (45.), 3:0 Agic (68.), 3:1 Weber (74.).

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