Tennis

„Beispielhafter Karriereverlauf“

Das letzte Duell der Beiden entschied Roger Federer (l.) bei den Australian Open in Melbourne in drei Sätzen für sich.

Foto: Vincent Thian

Das letzte Duell der Beiden entschied Roger Federer (l.) bei den Australian Open in Melbourne in drei Sätzen für sich.

London/Warstein.   Der größte Erfolg seiner Profilaufbahn (seit 2009) beschert dem Warsteiner Jan-Lennard Struff heute ein Duell gegen den achtmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer. In Runde drei des berühmtesten Rasenplatz-Turniers der Welt trifft der Weltranglisten-64. auf die aktuelle Nummer zwei der Tenniswelt.

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Der größte Erfolg seiner Profilaufbahn (seit 2009) beschert dem Warsteiner Jan-Lennard Struff heute ein Duell gegen den achtmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer. In Runde drei des berühmtesten Rasenplatz-Turniers der Welt trifft der Weltranglisten-64. auf die aktuelle Nummer zwei der Tenniswelt.

Während Struff erstmalig, bei 20 Grand Slam-Teilnahmen, die dritte Runde erreicht hat, blickt sein Gegenüber, Roger Federer (36), nicht nur auf acht Wimbledon-Siege zurück, sondern der Schweizer gab bei seinen letzten 26 Auftritten auf dem „heiligen Rasen“ von London keinen (!) einzigen Satz ab. Auf Struff wartet also eine Herkulesaufgabe.

In seiner Heimatstadt Warstein fiebern etliche Tennis-Interessierte mit dem 28-Jährigen. Einige davon verfolgten, via Internet, die beiden Fünf-Satz-Auftritte Struffs gegen den Argentinier Leonardo Mayer sowie den Kroaten Ivo Karlovic.

Die WESTFALENPOST fragte nach, was sie „Struffi“ für das Match gegen Roger Federer wünschen und geben einen kurzen Ausblick.
Rolf-Peter Wiegelmann (TuS Belecke): „Er hat einen 39-Jährigen geschlagen, da dürfte ein 36-Jähriger ja eigentlich kein Problem sein (Wiegelmann lacht...). Im Ernst: Natürlich verfolgt man Jans Auftritte, überwiegend im Internet oder auf dem Handy. Sky habe ich mir dafür nicht extra angeschafft. Jan hat jetzt zwei Fünf-Satz-Matches in den Knochen, dazu noch das gestrige Doppel. Ich bin gespannt, wie es um seine Kraftreserven bestellt ist. Der TuS Belecke drückt ihm natürlich die Daumen. Vielleicht geht es ja noch eine Runde weiter, wer weiß. Im Sport passieren manch mal die verrücktesten Dinge.“
Lars Linnemann (TuS GW Allagen): „Meine Familie und ich stecken mitten in den Schützenfest-Vorbereitungen. Da bleibt leider wenig bis gar keine Zeit, um sich um Tennis zu kümmern. Roger Federer ist ein Welt-Star. Jan muss schon einen außerordentlich guten Tag erwischen, um mithalten zu können. Dass er am Ende den Platz als Sieger verlässt, glaube ich nicht. Da ist Federer dann doch noch eine Nummer zu groß. Nichtsdestotrotz wünschen wir ihm natürlich alles Gute für das Match!“
Wolfgang Haferkemper (TC Warstein): „Wir reisen jährlich mit knapp 200 Mitgliedern zu den Heimspielen des TC BW Halle, sind in dem Sinne einer der größten Unterstützer. Viele der Jungs aus unserem Verein haben damals mit Jan Abitur gemacht. Der Verlauf seiner Karriere ist schon beispielhaft. Beide Daumen sind gedrückt für heute!“
Markus Goesmann (TV Hirschberg): „Da ich oft Spätschicht habe, konnte ich seine bisherigen Matches nur über das Internet bzw. die Presse verfolgen. An einem normalen Tag wird Roger Federer nur schwer zu besiegen sein. Dennoch drücken wir ihm natürlich die Daumen und hoffen, dass er auch diese Runde übersteht. Aber es wird schwer bzw. ist fast unmöglich. Jan muss schon nahezu fehlerfrei spielen.“
Meinolf Filmar (Warsteiner TP): „Jan ist unser berühmtestes Mitglied, dementsprechend stolz sind wir natürlich auf seine Erfolge. Ich habe Roger Federer beim Turnier in Halle/Westfalen live erleben dürfen und muss sagen, dass ihm da vielleicht noch ein paar Prozent gefehlt haben. Ich bin gespannt, ob er heute sein komplettes Leistungsvermögen abrufen kann. Ich sehe Jan nicht komplett chancenlos. Er hat sich in den ersten beiden Runden durchgebissen. Er soll in erster Linie aber dieses Duell gegen einen der besten Tennisspieler der Welt genießen. Solche Momente, gerade auf dem Centre Court, gibt es in einer Karriere nicht allzu viele. Der TP drückt ihm natürlich beide Daumen und wünscht weiterhin viel Erfolg!“

Mehr als 100 Prozent gefordert

Wolfgang Schnee (TC Mülheim/Sichtigvor): „Wenn Federer halbwegs Normalform erreicht, ist Jan chancenlos. Die letzten beiden Runden dürften doch extrem geschlaucht haben, dazu das Doppel. Ich bin gespannt, wie er diese Strapazen wegstecken wird. Um gegen Federer eine Chance zu haben, brauchst du mehr als 100 Prozent. Ich glaube, dass weiß Jan auch.“

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