Fit und gesund in den Sommer

OCR-Trainerin Doreen Glomb überwindet jedes Hindernis

Die Soester Extremsportlerin Doreen Glomb bereitet Sportler auf OCR-Hindernisläufe vor.

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Soest/Warstein.   Hindernisläufe liegen im Trend. Tough Mudder, Lake Run und Co. vermelden Teilnehmerrkorde. Doreen Glomb bereitet Sportler auf die Wettkämpfe vor.

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Sich an Metallstangen über den Boden hangeln, steile Wände erklimmen, schwere Traktorreifen umstoßen und zum Schluss noch schwere Gewichte schleppen. OCR (Obstacle Course Racing), oder auf deutsch: Hindernisläufe wie Tough Mudder, Lakerun oder TV-Formate wie Ninja Warrior werden immer beliebter. Aber wie bereitet man sich auf solche Wettkämpfe vor? Die Soester Extremsportlerin Doreen Glomb hat sich das zur Aufgabe gemacht.

Auf der Galgenstatt in Soest. Eine kleine unscheinbare Nebenstraße. Einige Wohnhäuser auf der linken, einige Firmengebäude auf der rechten Seite. Hier versteckt sich das Fitnessstudio von Doreen Glomb. In der ersten Etage in einem der Gebäude hat sich die Extremsportlerin und Personal Trainerin ihr kleines Reich erschaffen. Ein Fitnessstudio mit modernen Geräten, einem großen Nebenraum mit Matten.

Aus Schnapsidee wird Leidenschaft

Doch heute ist das Außengelände gefragt. Eine kleine Gruppe ist gekommen, um sich von der erfahrenen Sportlerin (siehe Zweittext) in die Geheimnisse der Hindernisläufe einweihen zu lassen. „Es kann jeder zu uns kommen. Egal ob sportlich oder unsportlich, dick oder dünn, jung oder alt. Jeder kann mitmachen“, betont die Soesterin, die vor fünf Jahren mit dem OCR-Virus infiziert wurde. „Wir sind auf der FIBO in Essen auf zwei Jungs aus Thüringen gestoßen, die den härtesten Lauf Europas organisieren. Mein Kumpel sagte damals zu mir: ‘Mach da doch mal mit, das ist doch was für dich.’ Mir war nicht bewusst, wie hart der Lauf sein würde, ich habe mich versucht darauf vorzubereiten. Eine Triathletin hat mich dann trainiert“, erinnert sich Glomb. Seitdem hat sie an zahlreichen Welt- und Europameisterschaften teilgenommen. „Man sollte sich auf die Wettkämpfe vorbereiten, die Verletzungsgefahr ist schon groß“, weiß die Soesterein.

Ihre Erfahrungen gibt sie in der Bördestadt weiter. „Wir gehen individuell auf den Trainingsstand ein. Niemand ohne Vorkenntnisse muss direkt an die Hangelwand. Hier achten wir darauf, dass zunächst einmal ein Muskelaufbautraining gemacht wird, damit das Verletzungsrisiko nicht so groß ist. Der langsame Aufbau ist wichtig“, erklärt Glomb. Erstaunlich ist die Zusammensetzung der Gruppe. Vom minderjährigen Schüler über die Sportstudentin bis hin zum Sportler der Generation Ü50. „Als er zu Beginn zu uns kam, trug er Lackschuhe und hatte keine Sportsachen dabei. Inzwischen macht er alle Übungen perfekt. Er hat sich super entwickelt“, freut sich die Soesterin über ihren „Oldie“ in der Runde, der auch schon erfolgreich an einem Wettbewerb teilnahm. „Danach hatte er natürlich Blut geleckt“, betont die Sportlerin.

Zunächst stellt Glomb einen Aufwärmparcours zusammen. Einige Hütchen, zwei Steine in der Mitte und umgekippte Traktorreifen am Ende. Mit verschiedenen Übungen geht es durch den Parcours. Nach einer viertel Stunde fließt der Schweiß bereits in Strömen. Dann geht es um die Ecke. Hier stehen eine fast drei Meter hohe Steilwand und der „Hangelparcours“. „Marke Eigenbau“, verrät Glomb, die das froschgrüne Konstrukt nach ihren Erfahrungen bei Wettkämpfen anfertigen ließ. „Wir haben hier verschiedene Möglichkeiten. In der Mitte sind Sprossen mit unterschiedlich großen Abständen, in der Mitte eine Erhöhung, die man sich hoch hangeln muss“, erklärt Glomb. Außen am Konstrukt befinden sich noch Ringe, mit deren Hilfe der Parcours überwunden werden muss.

Nur nicht übertreiben

Für Neulinge im OCR hat sie einige wichtige Hinweise. „Man sollte immer leicht anfangen und sich nicht direkt auf die volle Distanz stürzen. Da hat man zwar weniger Hindernisse, aber es macht trotzdem viel Spaß. Wenn man das Laufen nicht gewohnt ist, sollte man es nicht übertreiben“, erklärt Glomb.

Geht es in die heiße Phase der Vorbereitung, dann lädt Doreen Glomb die Teilnehmer zu einem Bootcamp ein. „Da machen wir dann vier Stunden Sport mit den Teilnehmern. Das ist super anstrengend und fordernd“, weiß die Soesterin.

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