Warsteiner Champions Trophy

Pferde-Papst Sostmeier gefällt es sehr gut in Warstein

Foto: WP

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Warstein. Er ist der Pferde-Papst der ARD, die Stimme des Reitsports bei Olympia und Weltmeisterschaften. Carsten Sostmeister schaut aber auch gerne an der Basis vorbei - wie in Warstein.

Bekannt ist Sostmeier für seine bisweilen derben Sprüche. Kleine Auswahl gefällig? „Was einmal in die Hose gegangen ist, kann nicht mehr gerade gebügelt werden. - Es wird das Fleisch müde unterm Sattel. - Man könnte sagen, sie sitzt da drauf wie ein kleines Vögelchen auf einem Elefanten”. Der letzte Satz bezieht sich übrigens auf eine zierliche japanische Reiterin.

Pferde-Papst Sostmeier gefällt es sehr gut in Warstein

Pferde-Papst Sostmeier gefällt es sehr gut in Warstein
Michael Schütz

Sostmeier ist schon seit Jahren Gast am Hillenberg und moderiert die Springprüfungen. Er schätzt die Atmosphäre im Sauerland: „Die Champions Trophy ist ein nettes, familiäres Turnier. Die Besetzung ist aber gut und ich kann an der Basis schnuppern, bleibe auf dem neuesten Stand, das ist gut. Als Kuh darf man nie vergessen, dass man einmal ein Kälbchen war.”

Da war er wieder, einer der unnachahmlichen Sostmeier-Sprüche. Die haben dem 49-jährigen Nordhessen aus Schlüchtern mit der sonoren Stimme sogar schon den Deutschen Fernsehpreis beschert. 2004 kommentierte Sostmeier die Dressurentscheidungen bei den Olympischen Spielen in Athen so brillant, dass die Jury an ihm nicht vorbei kam.

Seinen emotionalsten Höhepunkt erlebte der Pferdesport-Experte in Athen aber bei der Vielseitigkeit. Bettina Hoy musste ihre Gold-Medaille nach einem französischen Protest wieder abgeben. Zuvor hatte Sostmeier, der im Norden Deutschlands wegen seiner vielen Turnier-Moderationen noch einen Zweitwohnsitz hat, Hoy gefeiert: „Lass ihn fliiiiiiiieeeeeegen.”

Sostmeier kam 1991 zur ARD, Förderer und großer Ziehvater war Sportschau-Legende Addi Furler. Soestmeier war früher selbst Springreiter (Sieger Klasse S), musste aber mit nur 21 Jahren wegen Rückenbeschwerden aufhören. Dann war er Ansager bei ländlichen Turnieren. Hier begann die Reporter-Karriere. Mittlerweile hat er es auf je vier Olympische Spiele und Weltmeisterschaften gebracht. Sostmeier hat eine regelrechte Fangemeinde hinter sich, die fasziniert von seinen Sprüchen ist. 2005 erhielt er sogar eine Nominierung für den begehrten Grimmepreis.

Noch ein Beispiel von Carsten Sostmeier zum Abschluss? „Wir sind doch hier nicht beim Heckenfest, sondern bei Olympischen Spielen. Es ist einfach nur irre. Ihr macht euch langsam nur lächerlich, ihr da oben in der Elektronik. Die juristischen Sesselpupser.”

Ein ausführliche Fotostrecke zum Thema unter: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/warstein/2009/11/15/news-141048911/detail.html

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