Taekwondo

Saskia Erlenkötter wird deutsche Vize-Meisterin

Saskia Erlenkötter holte den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach.

Saskia Erlenkötter holte den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach.

Foto: privat

Sichtigvor.   Der Jubel ist groß bei den Mitgliedern der Taekwondo-Abteilung des SuS Sichtigvor. Der kleine Verein feierte dank Saskia Erlenkötter einen der größten Erfolge seiner Geschichte. In Gummersbach gab es einen (fast) perfekten Auftritt.

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Einen ihrer größten Erfolge in der Vereinsgeschichte feierte die Taekwondo-Abteilung des SuS Sichtigvor bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach. An zwei Tagen kämpften die besten Taekwondokas aus ganz Deutschland in der neuen Schwalbe-Arena um die Medaillen.

Die Topathletin Saskia Erlenkötter ging in diesem Jahr als große Medaillenhoffnung an den Start. Gleich im ersten Kampf traf sie auf Serena Dreier, Deutsche Meisterin von 2013, an der sie in Ingolstadt im Viertelfinale knapp gescheitert war.

Die Münchnerin ist bereits für den Bundeskader gestartet und verfügt über internationale Erfahrung. Die SuSlerin setzte die bayrische Kaderathletin gleich zu Beginn unter Druck und neutralisierte Angriffe ihrer Kontrahentin. Mit ihren platzierten Spanntritten zur Weste der Süddeutschen sammelte sie Punkt für Punkt. Am Ende erkämpfte sich Erlenkötter einen ungefährdeten Sieg und zog ins Halbfinale ein. Dort traf sie auf Aileen Kämpf aus dem hessischen Salmünster. Die Körbeckerin setzte sich in drei Runden souverän gegen die Kaderathletin aus Hessen durch und kassierte keinen einzigen Gegentreffer. Somit stand fest: Die SuSlerin steht im Finale und kämpft um die Deutsche Meisterschaft.

Das Finale in dieser Klasse war eine reine Angelegenheit zweier Landeskaderathletinnen der Taekwondo-Union NRW: Auf der einen Seite die SuSlerin Erlenkötter, auf der anderen Seite Sezen Yeyden aus Hamm.

Beide kennen sich vom Kadertraining sehr gut. Es entwickelte sich ein spannender und ausgeglichener Kampf. Zunächst geriet Erlenkötter in Rückstand, konnte diesen jedoch wieder aufholen. In der zweiten Runde führte die Hammerin knapp. In der letzten Runde riskierte die SuSlerin noch einmal alles, um den Rückstand aufzuholen. Leider übersahen die Punktrichter einen klaren Kopftreffer der Körbeckerin.

Am Ende setzte sich die Kaderathletin aus Hamm knapp durch. Sichtlich enttäuscht verließ die SuSlerin die Kampffläche und ärgerte sich über die knappe Niederlage. „Am Ende habe ich noch einmal alles versucht, aber es hat diesmal nicht gereicht. Ich habe einige unnötige Treffer kassiert und mir dadurch das Leben selbst schwer gemacht. Auch wenn die Niederlage ein bisschen schmerzt, bin ich mit dem Vizetitel sehr zufrieden. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinen Clubkameradinnen Dzana Arnautovic und Karina Musawi ganz herzlich für ihre tolle Unterstützung während des Wettkampfes bedanken“, erklärt Erlenkötter nach dem Wettkampf.

Die Basis dieses Erfolgs ist die konsequente und intensive Aufbauarbeit des Trainerteams um Walter Farke.

Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit den Landestrainern und dem Bundestrainer. Bereits in vier Wochen steht die SuS-Topathletin bei den Dutch Open im niederländischen Eindhoven wieder auf der Matte. Dort misst sie sich mit den besten Kämpfern aus Europa und Übersee.

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