Regionalliga West

SV Lippstadt erarbeitet sich den Sieg beim TV Herkenrath

Höchste Eskalationsstufe: Die Fans des SV Lippstadt feiern mit den Spielern den Treffer zum 1:0. t

Höchste Eskalationsstufe: Die Fans des SV Lippstadt feiern mit den Spielern den Treffer zum 1:0. t

Foto: Tim Thiemyer

Herkenrath.   Zweiter Sieg in Serie, aber wieder nicht geglänzt: Der SV Lippstadt bleibt auf einen guten Weg, den Klassenerhalt in der Regionalliga zu sichern.

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Arbeitssieg gegen den Tabellenletzten: Mit 2:0 (0:0) schlug der SV Lippstadt den SV Herkenrath in der Fußball-Regionalliga. Der zweite Sieg in Folge.

Fußball, Regionalliga West: TV Herkenrath - SV Lippstadt 08 0:2 (0:0). Einen letzten Stups gibt Paolo Maiella dem Ball noch mit, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Während die Kugel über die Linie des verwaisten Tores kullert, dreht der quirlige Mittelfeldspieler bereits jubelnd in Richtung des Fanblocks ab.

Dort herrscht die höchste Eskalationsstufe. Es läuft die 72. Spielminute und das Tor war der Abschluss eines starken Lippstädter Konters zum 2:0. Ein langer Ball von Nils Köhler erreichte zuvor Maiella, der die Kugel am herauseilenden Herkenrather Torhüter Andreas Kath vorbeiköpfte und alleine auf das leere Tor zulief. Es war die Entscheidung in einem Spiel, das lange Zeit recht zäh anzusehen war und nur wenige Höhepunkte bot.

Nur 117 Zuschauer anwesend

Gerade einmal 117 Zuschauer, darunter gut die Hälfte aus Lippstadt, verirrten sich ins Herkenrather Stadion. Diese Zahl verdeutlichte auch das Problem der Herkenrather, die sich mit der Regionalliga offensichtlich völlig verhoben haben. Trist wie die Kulisse wirkte auch das Spiel über lange Zeit. „Es war schon ein sehr zähes Spiel“, gestand auch SV-Trainer Daniel Berlinski.

Die Gäste kamen zunächst gut in die Partie rein, Fabian Lübbers’ Kopfball aus sieben Metern war nach 13 Minuten die erste nennenswerte Torchance für die Berlinski-Elf. Vor der Pause versuchten sich noch Kevin Holz per Kopf und Sven Köhler nach Vorlage von Gerrit Kaiser, doch beide Möglichkeiten gingen daneben.

Berlinski stellt zur Pause um

„Obwohl es nicht viele Chancen gab, hätten wir bereits zur Halbzeit mit 3:1 führen können“, betonte der Lippstädter Trainer.

Im zweiten Durchgang blieben die Lippstädter die aktivere Mannschaft. Mit Valentin Henneke (für Kevin Holz) und Kevin Hoffmeier (für Stefan Kaldewey) brachte Berlinski noch zwei belebende Elemente ins Lippstädter Spiel hinein.

Die Wechsel zahlten sich sofort aus, der Druck der Lippstädter nahm weiter zu. Daran änderte auch die Herkenrather Großchance durch Akalp nichts, der nach knapp einer Stunde frei vor Christopher Balkenhoff stand und in letzter Sekunde erst von Kevin Hoffmeier gestoppt wurde.

Drei Minuten später dann endlich die Erlösung: Ein Doppelpass zwischen Sven Köhler und Marcel Hoffmeier bringt den Sichtigvorer im Lippstädter Trikot in eine optimale Schussposition. Köhler fackelt nicht lange und schießt den Ball ins flach ins lange Eck. „Das war der Dosenöffner für uns. Wir haben Sven für genau diese Situationen in der vergangenen Woche sensibilisiert. Im Training hat er starke Abschlüsse und ist sehr torgefährlich. Wir haben ihm gesagt, sass er auch im Spiel häufiger den Abschluss suchen soll. Das hat er berücksichtigt“, lobte Berlinski seinen Mittelfeldspieler.

Nun kommen Wuppertaler SV und RW Essen

Der Gegentreffer ließ die Verunsicherung auf Herkenrather Seiten weiter anwachsen, was auch bei den Gästen nicht unberücksichtigt blieb. Sie legten mit dem eingangs beschriebenen Treffer von Paolo Maiella nach.

Durch den Sieg haben die Lippstädter nun einen Vorsprung von zehn Punkten auf die Abstiegsplätze. „Die Jungs können das schon richtig einordnen. Jetzt kommen erst einmal die großen Kaliver“, betonte Berlinski im Hinblick auf die folgenden Spiele gegen die Traditionsklubs Wuppertaler SV und Rot-Weiß Essen.

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